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Das Wetter vom 20. Januar 2006

20.01.200610:43 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Von allem ist an diesem Wochenende etwas dabei - dank der gut besetzten Hauptrollen im Wetter-Roulette an diesem Wochenende. Das haben die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. zu vermelden.

Gleich vier Druckgebilde tummeln sich über Europa und liefern die Zutaten zu unserem Wetter: Da sind zum einen Hoch Claus im eisig kalten Nordosten und Tief Irma über dem Schwarzen Meer, zwischen denen mit einer östlichen bis nordöstlichen Strömung sehr kalte Arktikluft mit strengem Dauerfrost weit nach Westen vorgedrungen und bis Polen mit mäßigem Dauerfrost zu spüren ist.



Denen beiden gegenüber steht im warmen Westen Hoch Drago über Frankreich, dass Verbindung mit Claus aufnimmt, sobald Tief Jeanette nach Polen südostwärts abgezogen ist und den Weg für kalte Festlandsluft aus Osten frei macht. Dabei bleiben wir vorerst allerdings von der eisig kalten Luft weiter östlich noch verschont.

Zunächst ist das Tief Jeannette am heutigen Freitag gerade erst in der Entstehung begriffen. Es spaltet sich von dem Tiefdruckkomplex über dem Nordmeer ab und zieht südostwärts. Auf seiner Vorderseite liegen wir hinter dessen Warmfront, die über dem Osten unseres Landes nur noch wenig vorankommt, im Bereich milder Luft. Diese macht sich vor allem im Nordwesten mit Werten bis 9 Grad bemerkbar, während nordöstlich der Elbe die Werte nur langsam und mit Mühe die 0-Grad-Marke überschreiten werden.

Bei einer in weiten Teilen des Landes starken, nur im Süden und Südosten geringen oder leichten Bewölkung fallen vor allem in der Nordhälfte heute noch Niederschläge, im Nordwesten etwas Regen oder Sprühregen, östlich der Elbe etwas Schnee, später zunehmend Schneeregen. Die Höchstwerte liegen zwischen 9 Grad im Nordwesten, um 6 Grad in der Mitte und am Oberrhein und bis plus 3 Grad im Südosten und an der Oder. Die Nullgradgrenze liegt im Südwesten bei 2000 Metern.

Morgen, am Samstag, dreht sich dann die Luft bei uns und damit auch unser Interesse rund um das Tief Jeannette, das südostwärts nach Polen zieht und zunächst einmal tagsüber in den untersten Luftschichten erwärmte Meereskaltluft aus Nordwesten mitbringt. Daher wird es im Westen und in der Mitte am Boden nur wenig kühler. Hingegen gehen die Werte in den höheren Lagen merklich zurück. Die Schneefallgrenze sinkt im Westen und Südwesten auf etwa 400 Meter ü. NN, im Norden und Osten im Tagesverlauf bis in die Täler. Ab Abend dreht dann die Strömung von Nordwest auf Nordost, wenn Jeannette Polen erreicht hat. Damit gelangt dann zunehmend kältere Festlandsluft aus Osten zu uns. Zum Abend und in der Nacht gehen daher die vereinzelten Schauer auch Richtung Südwesten bis in die Täler in Schnee über. Die Hauptaktivität des Niederschlags dürfte dabei allerdings über den Mittelgebirgen und im Osten liegen. Der äußerste Süden und Südwesten bekommt davon wenig ab.

Die Affenkälte aus Osteuropa erreicht uns vorerst noch nicht. Das liegt daran, dass Hoch Drago zu Wochenbeginn - wie seine Vorgänger in den letzten Wochen - rasch nach Osten Richtung Polen schwenkt und der Arktikluft den Weg nach Westen versperrt. Sie muss vielmehr nach Süden Richtung Türkei ausweichen.
Für Dauerfrost in ganz Deutschland reicht es aber allemal, auch wenn den Westen am Dienstag in den Hochlagen bereits wieder positive Temperaturen erreichen.

So ist es am Sonntag wechselnd bewölkt, wobei vor allem über den nördlichen und östlichen Mittelgebirgen noch einige Schneeschauer niedergehen. Sonst ergeben sich auch einige größere Auflockerungen mit sonnigen Momenten. Die Werte steigen tagsüber nicht mehr an und liegen im Westen um den Gefrierpunkt, im Osten um minus 4 Grad.

Zu Wochenbeginn stellt sich freundliches Wetter mit viel Sonnenschein ein. Nur vereinzelt hält sich Nebel oder Hochnebel längere Zeit. Es bleibt aber bei Dauerfrost lausig kalt. Die Höchstwerte liegen um minus 2 Grad im Westen und um minus 7 Grad im Osten. Nachts ist meist mit strengem Frost zu rechnen, im Westen um minus 10 Grad, im Osten und Südosten verbreitet unter minus 15 Grad.

Ob uns die eisig kalte Arktikluft aus Osten doch noch erreicht, ist noch unsicher. Doch die Zeichen für einen Temperatursturz ab Freitag mehren sich. Dann dürfte sich strenger Dauerfrost einstellen.

Bis zum nächsten Mal,

Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress

Pressekontakt:

V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Herr Florian Hirschmann

meteoXpress Ltd.
Niederlassung Deutschland

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