(openPR) Lustig ist das Studentenleben schon lange nicht mehr.
Mit der Einführung der Bachelor Studiengänge ist der Leistungsdruck sehr stark gestiegen. In der Betreuung der Studierenden bei der Vorbereitung auf Prüfungen, Hausarbeiten und das Schreiben der Bachelorarbeit tun sich die Hochschulen häufig noch schwer. Das hat seine Gründe.
Das gilt übrigens nicht nur für die staatlichen Hochschulen, sondern ist auch ein Problem der privaten. Auch sie sind hier zum Teil noch überfordert.
Auch die Lehrbeauftragten erkennen oftmals nicht, welche Schwierigkeiten die Studierenden heute beim Erfassen von Texten und der Strukturierung von Gedanken haben, die sie zu Papier bringen sollen. Und wenn sie die Probleme sehen, sind sie nicht immer in der Lage, hier wirkungsvoll zu helfen.
Zum Teil hängt das auch mit dem Leseverhalten der Studierenden zusammen. Sie lesen einfach zu wenig und gewinnen dadurch keine Übung mehr im wissenschaftlichen Schreiben.
Eher selten wird dann noch Sekundärliteratur verwendet, die helfen könnte, Texte zu verstehen.
Aber auch das Lehrverhalten hat sich verändert. Powerpointfolien animieren nicht dazu, komplexe Sachverhalte zu begreifen, zu reproduzieren oder gar zu behalten. Bullet-Points sind zu einer Seuche geworden.
Oftmals verhindert auch der Prüfungsdruck eine eigenmotiviert vertiefte Beschäftigung mit Themen, an denen man sich abarbeiten und begeistern könnte.
Interessanterweise fallen die Studentinnen und Studenten auf der Hochschule auch hinter das zurück, was sie bei der Abfertigung von Facharbeiten in den Leistungskursen gelernt haben.
Dies soll auf keinen Fall eine Schelte für die jetzige Generation auf den Hochschulen oder auch für die meistens doch vielfach sehr engagierten Hochschullehrer sein.
Es bleibt aber zunächst noch ein Lernprozess für und in den Hochschulen, der erst noch vielfach ansetzen muss.
Sehr oft wird an den Hochschulen moniert, dass die Studierenden eine laxe Art haben, mit copy und paste zu arbeiten.
Mit Sicherheit darf es kein Pardon für Plagiate geben.
Man sollte vielleicht aber auch sehen, dass die moderne Textverarbeitung diese Möglichkeit gegenüber früher bietet. Es kommt aber noch dazu, dass die Studenten nicht hinreichend gelernt haben, komplexe Sachverhalte zu reflektieren und in eigenen Worten zu formulieren. Das beklagen allerdings auch schon die Lehreinnen und Lehrer der Gymnasien. Der Autor dieses Artikels ist seit vielen Jahren Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen und in der Lehrfortbildung tätig. Er kennt die Probleme aber auch aus eigener Anschauung aus der Studienberatung und Betreung von Bachelorarbeiten.









