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Das Wetter vom 13. Januar 2006

13.01.200608:05 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Das Lotteriespiel geht weiter - und der Hauptgewinn ist ungestörter Sonnenschein. Das merken die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. zum Wetter an diesem Wochenende an.

Das gestern neu über Frankreich und unserem Raum entstandene Hoch Bruno wandert rasch nach Polen und nimmt im Wesentlichen die Position seines altersschwachen Vorgängers Andreas ein. Damit stellt sich wieder eine südliche Strömung ein. Mit ihr bestimmen oberhalb von etwa 800 Metern milde und trockene Luftmassen das Wetter und bringen den Gipfellagen der Mittelgebirge ungetrübten Sonnengenuss und recht milde Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad.



In den untersten Luftschichten fordert jedoch die Jahreszeit ihren Tribut. Die dort liegende schwere und feuchte Kaltluft lässt sich nicht verdrängen, sondern kühlt in den langen Nächten eher noch weiter aus. Die Sonne hat leider um diese Jahreszeit zu wenig Kraft und zu wenig Zeit, um die nachts entstandene feuchte Kaltluft tagsüber spürbar zu erwärmen. Nur dann könnte diese aufsteigen und sich mit der darüber liegenden trockenen und milden Luft vermischen.

Die Weichen für ein langweiliges Wetter am Wochenende mit einer Mischung aus Sonne und einer trüben Nebel- oder Hochnebelsuppe sind also gestellt.

Von den Bewölkungsverhältnissen hängt die Temperaturamplitude zwischen Tag und Nacht ab:

Dort, wo es nachts klar bleibt und sich die Luft erfolgreich gegen die drohende Nebelbildung wehrt, sinken die Temperaturen auf nächtliche Tiefstwerte um minus 5 Grad, über Schnee in Tal- oder Muldenlagen der Mittelgebirge unter minus 10 Grad, in Alpennähe um minus 15 Grad. Die hohe Luftfeuchte schlägt sich am Erdboden in Form einer dicken Reifschicht und einer gegenüber trockener Luft verminderten nächtlichen Abkühlung nieder. Tagsüber erholen sich dann die Temperaturen langsam und liegen am späten Mittag oft knapp über der 0-Grad-Marke, sodass eine Amplitude von 5 Grad und mehr zustande kommt. Am Alpenrand und in den Mulden- und Tallagen der Mittelgebirge bleibt uns jedoch der Dauerfrost erhalten.

Umgekehrt verhält es sich bei andauerndem Hochnebel. Hier ist der Mechanismus einer von der Tageszeit abhängigen Temperaturentwicklung völlig ausgehebelt. Die Temperaturen treten auf der Stelle, meist bei Werten um den Gefrierpunkt. Der dieses trübe Wetter oft begleitende leichte Wind und die feuchte Luft lassen dieses Wetter nicht gerade zu einem lohnenswerten Erlebnis werden.

Am wärmsten ist es dabei in den Regionen, wo es seit gestern erst gar nicht aufgeklart hat oder heute aufklart, sondern bedeckt bleibt. Hier kühlt die Luft am Boden durch die schützende Wolkendecke nicht aus, und die Temperaturen bleiben in den Tälern um plus 3 Grad herum hängen.
Dagegen stellt sich nach einer klaren Nacht und Nebel- oder Hochnebelbildung am frühen Morgen, der sich dann ganztägig hält, Dauerfrost um minus 2 Grad ein, denn die ausgekühlte Luft am Boden wird auf diese Weise quasi konserviert und überhaupt nicht erwärmt.

Wo uns aber nun das eine oder das andere Erlebnis erwartet, lässt sich kaum sagen. Gute Chancen auf Sonne haben wir allgemein am Alpenrand und auf den Gipfeln der Mittelgebirge.
Vor 2 bis 3 Stunden war es im Rhein-Main-Gebiet beispielsweise noch wolkenlos bei Werten um minus 3 Grad. Doch mittlerweile hat sich eine Hochnebeldecke gebildet und die Temperaturen bei minus 1 Grad eingefroren. Das trübe Grau hat inzwischen auch den Mittelrhein erreicht.
Insgesamt sind am heutigen Freitag die Chancen auf Sonne auch in den Tälern noch am größten und nehmen im Lauf des Wochenendes weiter ab, denn die Hochnebelfelder dehnen sich dann immer mehr aus.

Am Montag ändert sich kaum etwas an der vorherrschenden Witterung. Doch am Dienstag kommt von Nordwesten neues Ungemach auf den Westen unseres Landes zu. Je nach Zugbahn des Tiefs könnte nur der äußerste Südwesten, aber auch die gesamte Südwesthälfte unseres Landes von der Nordsee bis zum Allgäu betroffen sein. Der Niederschlag fällt als Regen, gefrierender Regen, Eisregen oder Schneeregen und verwandelt die Straßen möglicherweise erneut in Rutschbahnen.

Für die zweite Wochenhälfte deuten sich steigende Chancen auf Sonne und vor allem im Osten Deutschlands sinkende Temperaturen an.

Bis zum nächsten Mal,

Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress

Pressekontakt:

V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Herr Florian Hirschmann

meteoXpress Ltd.
Niederlassung Deutschland

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