(openPR) Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Jürgen Herold aus Berlin die Deutsche Meisterschaft der Floristen gewann. Und ziemlich genau ein Jahr wird es noch dauern bis er den Titel an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin abgeben muss, denn die Deutsche Meisterschaft der Floristen wird im zweijährigen Turnus ausgetragen. In der „Halbzeitpause“ spricht er offen über seinen Beruf und gibt Einblicke in sein Privatleben.
Vor ziemlich genau einem Jahr wurde Jürgen Herold Deutscher Meister der Floristen. Als er sich mit 16 Jahren für die Ausbildung zum Floristen entschied, hätte er sich nie träumen lassen, einmal derart erfolgreich in diesem kreativen Handwerk zu sein. Mittlerweile ist für ihn aus einem Beruf vielmehr eine Berufung geworden. Er ist mit Leib und Seele Florist und gibt stolz zu: „Ich habe wahnsinnig viel Spaß an meiner Arbeit und möchte nie wieder etwas anderes machen.“ Der Titelgewinn im letzten Jahr beweist, dass es die absolut richtige Entscheidung für ihn war, Florist zu werden.
Jürgen Herolds Werkstücke sind bekannt für ihre Präzision. Für den Perfektionist gibt es nichts Wichtigeres als eine einwandfreie handwerkliche Arbeit. Vor der kreativen Ausarbeitung eines floralen Arrangements kommt die Technik. So gehen ihm schlecht ausgeführte technische Basics, wie beispielweise die spiralartige Anordnung der Blumenstiele in der Straußbindestelle, gehörig gegen den Strich. „Ein Lehrling lernt im ersten Lehrjahr wie das geht, die spiralartige Anordnung der Stiele in einem Blumenstrauß ist für jeden Fachmann ein absolutes Muss und auch im Hinblick auf Haltbarkeit der Blumen unverzichtbar. Ein nicht fachmännisch gebundener Blumenstrauß ist für mich dementsprechend ein floristisches No-Go“, erklärt er leidenschaftlich.
Das Floristik-Handwerk wird häufig unterschätzt, dabei ist es ein Beruf, der eine Menge Know-How und Kreativität erfordert. Dennoch konnte dem amtierenden Deutschen Meister ein kleiner floristischer Tipp für den Hausgebrauch entlockt werden, mit dem man schnell und einfach spontanen Besuch beeindrucken kann: „Ein effektvolles Tischgesteck ist immer ein Hingucker und lässt sich in Windeseile selber zaubern. Das geht am besten mit einem effektvollen Tischgesteck. Einfach eine eckige Glasvase mit senkrecht hintereinander geschichteten großen grünen Blättern füllen, solange bis die Blätter die ganze Vase ausfüllen. Dann eine Handvoll sommerliche Blüten wie bspw. Akelei, Margeriten, Freilandrosen, Ackerwinde und einige Gräser nehmen und diese schön aufrecht in die Zwischenräume der geschichteten Blätter stecken. Schon hat man einen wunderschönen Eyecatcher für die sommerliche Dinnerparty.“
Wenn Jürgen über Blumen und seine Arbeit spricht, merkt man, dass dieser Mann die Floristik, Blumen und florale Extravaganz liebt. Aber wie sieht es eigentlich privat bei dem besten Floristen Deutschlands aus? Wer ein Meer aus Blumen erwartet liegt falsch. „Das liegt zum einen daran, dass ich mich zuhause vor allem um meine Familie, d.h. meine Frau und meinen Sohn, kümmern möchte. Zudem ist es eine ziemliche Herausforderung, arrangierte Vasen oder ähnliches so zu platzieren, dass unser Kleiner nicht so leicht drankommt und es umwirft“, gesteht Herold ganz ehrlich. Die Familie ist dem Vater eines kleinen Sohnes besonders wichtig. Wenn neben der Floristik und seinen Liebsten dann noch Zeit bleibt, schlüpft er in seine Kletterausrüstung, denn Freeclimbing ist neben der Floristik seine zweite große Leidenschaft.
Bei der Deutschen Meisterschaft der Floristen, die am 22. und 23. August 2014 in den Berliner Potsdamer Platz Arkaden stattfindet, wird Jürgen Herold den Titel des amtierenden Deutschen Meisters an seinen Nachfolger abgeben. Mehr Informationen zur Deutschen Meisterschaft der Floristen 2014 gibt es auf www.dmf2014.com.

















