(openPR) Würzburg - Am Dienstagnachmittag trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene im Jugendzentrum Bechtolsheimer Hof zu einer etwas anderen politischen Veranstaltung. Anlass war die am 13. September diesen Jahres stattfindende U18 Wahl, bei der neun Tage vor der Bundestagswahl Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren ihre Stimme abgeben dürfen. In Vorbereitung auf diese Wahl konnten sich junge Menschen beim U18 Café im Bechtolsheimer Hof über die Wahlprogramme der Parteien informieren. Das Jugendwerk der AWO hatte hierzu junge Menschen eingeladen, die sich in den Jugendorganisationen der Parteien engagieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der direkte Kontakt von Teilnehmenden und Parteivertreterinnen und -vertretern und die aktive Diskussion.
Wie bereits vor vier Jahren hatte das Jugendwerk auch dieses Jahr wieder zum U18 Café ins Jugendzentrum Bechtolsheimer Hof eingeladen. Die Idee der Veranstaltung war es auch diesmal, eine jugendgerechtere Form der Information über die Wahlprogrammen der Parteien anzubieten. Hierfür wurden bewusst nicht altgediente Parteifunktionäre und Mandatsträger eingeladen, sondern junge Menschen, die sich bereits früh für ein Engagement in einer Partei oder zumindest deren Jugendorganisation entschieden haben. Eingeladen waren alle Parteien, welche im deutschen Bundestag vertreten wären, wenn dieser vor vier Jahren von Kindern- und Jugendlichen unter 18 gewählt worden wäre. Neben den Jugendorganisationen der tatsächlich im Bundestag vertretenen Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke und FDP, waren deshalb auch die jungen Piraten und die Partei Mensch Umwelt Tierschutz eingeladen.
Nach einem kurzen Kennenlernen der anwesenden Personen und einer knappen Vorstellung der Vertreterinnen und Vertreter der Parteien, wurden in einem an ein Speed-Dating angelehnten Verfahren, die Teilnehmenden direkt zur Diskussion über die verschiedenen Wahlprogramme eingeladen. An verschiedenen Tischen wurde über das Wahlprogramm jeweils einer Partei diskutiert. Hierbei konnten die Teilnehmenden darüber bestimmen, welche konkreten Fragen und Themen sie sich gerne herausgreifen wollen. Nach jeweils sieben Minuten wurde dann die Diskussion abgebrochen und die Teilnehmenden wechselten den Tisch zu einer anderen Partei.
"Selbstverständlich reichen sieben Minuten nicht aus um das Wahlprogramm einer Partei tiefgehend zu besprechen", so Georg Förster, der die Veranstaltung für das Jugendwerk der AWO moderierte. "Unser Ziel ist es jedoch, vor allem Denk- und Diskussionsanstöße zu geben, die zu einer weiteren Beschäftigung mit den Parteien und ihren Wahlprogrammen motivieren." Nachdem alle Teilnehmenden mit allen Vertretern und Vertreterinnen der Parteien gesprochen hatten, wurde die Veranstaltung offiziell beendet. Die eine oder andere Diskussion wurde allerdings auch im informellen Rahmen danach noch weitergeführt.
"Die Jugendorganisationen der Parteien haben es beim U18 Café geschafft ihre Standpunkte in den verschiedensten Bereichen darzustellen und so schon früh an die Wahl heranzuführen", so Marcus Wieser, Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings Würzburg. "Das Stadtjugendwerk der AWO holt dabei Jung-Politikerinnen und -Politiker aller Parteien in ein Boot, steckt 'trockene' Politik jugendgerecht in Form von Speed-Dating in ein attraktives Paket und zeigt, dass Politik nicht nur für graue Herren in Anzügen ist."







