(openPR) Protonen machen effektivere Dosis möglich sup.- Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist eine sehr schwer behandelbare Tumorerkrankung. Trotz hochentwickelter Operationstechniken können derzeit nur zwischen zehn und 25 Prozent der Pankreaskarzinome operiert werden. Und bei den herkömmlichen Bestrahlungsmethoden mit Röntgen kann meist keine ausreichend hohe den Tumor sterilisierende Dosis eingesetzt werden, weil ansonsten die empfindlichen Umgebungsorgane wie Darm, Leber, Nieren und Magen zu sehr in Mitleidenschaft gezogen würden. Diese Situation hat sich jetzt aber entscheidend verbessert durch die neue Möglichkeit einer Behandlung mit Protonen im Scanning-Verfahren.
Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Protonen kann mit der notwendigen höheren Dosis gearbeitet werden, bei gleichzeitiger optimaler Schonung des gesunden Gewebes. "Bei der dreidimensional zielbaren Präzisionsbestrahlung mit Protonen wird die meiste Energie erst unmittelbar im Tumor abgegeben. Das gesunde Gewebe hinter dem Tumor bleibt strahlungsfrei und das vor dem Tumor liegende wird wesentlich weniger belastet als bei der Röntgenbestrahlung", erläutert Prof. Barbara Bachtiary vom Rinecker Proton Therapy Center (www.rptc.de) in München. Vom Sommer 2009 bis zum Januar 2013 wurden am RPTC bereits 84 Patienten mit inoperablen Pankreaskarzinomen mit Protonen bestrahlt in Kombination mit einer Chemotherapie. Bei allen Patienten zeigte die lokale Tumorkontrolle mittels bildgebender Verfahren ein Schrumpfen des Krebsherdes. Weitere Indikationen für die moderne Protonentherapie sind beispielsweise Prostata-, Lungen-, Leber-, Darm- sowie Gehirntumore.
Bildzeile: Mit vier vollbeweglichen Gantries ist das RPTC das Zentrum mit der weltweit größten Erfahrung im Protonen-Scanning.











