(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Juni 2013: Land unter in Süd- und Mitteldeutschland. In Deggendorf schauen nur noch Hausdächer aus den Fluten, im Elbsandsteingebirge sind abgetauchte Dörfer ein Dejá-Vu der unschönen Art. Das noch so junge Jahrhundert hat schon zwei Jahrhundertfluten hinter sich. Und mittendrin hat auch die Mineralölbranche alle Hände voll zu tun. „Das ging alles irre schnell“, sagen Johann Berger und Lutz Winkler. An unterschiedlichen Ecken Deutschlands sind die beiden Mineralölhändler zu Flutopfern geworden. Und zwar auf dramatische Weise:
Es ist der 2. Juni. Ein Sonntagabend. Gegen 18 Uhr klingelt bei Maier|Korduletsch Energie in Vilshofen das Telefon. Der Ort liegt an der Donau, ist aber gut geschützt. Der Firmensitz ist weit weg vom hohen Pegel, ungefährdet. Trotzdem verheißt der Anruf nichts Gutes. „Das waren die Österreicher“, sagt Geschäftsführer Johann Berger: „Alarm für unsere freie Tankstelle in Schärding.“ Die liegt nur 100 Meter hinter der deutschen Grenze. Ungünstig: Die Grenze wird durch den Inn markiert – und auch der ist proppenvoll. Berger trommelt Leute zusammen. Wenig später brechen 15 kräftige Männer per Lastwagen ins 40 Kilometer entfernte Schärding auf. Kurz nach Mitternacht haben es die Mitarbeiter immerhin geschafft, Kassen, Kühlaggregate und sonstige Elektronik abzubauen. Die Waren aus dem Shop werden auf die Lkw verladen und in die Firmenzentrale nach Vilshofen gebracht. Mehr geht nicht, die Stadtwerke haben lange gewartet, schalten nun den Strom ab. Im Dunkeln überlässt der Trupp die Station dem Wasser. Und das kommt gewaltig, wie Berger schildert: Montag 6 Uhr steht die Tankstelle bereits 1,20 Meter unter Wasser, am Nachmittag ist mit etwa 1,60 Meter der Scheitel erreicht. „Und am Dienstagmorgen war alles weg“. Mal abgesehen von einer 30-Zentimeter-Schlammschicht! Da war das Einsatzkommando gleich noch einmal gefragt.
Ortwechsel nach Sachsen, wo das Hochwasser bereits 2002 erbarmungslos zuschlug. Lutz Winkler unterhält im idyllischen Amtsberg einen gutgehenden Brennstoffhandel. Das ehemalige Fabrikgelände wurde einst mit Wasserkraft betrieben, liegt direkt an der Wilisch. Das Bächlein führt unter normalen Umständen 20 Zentimeter Wasser. Nicht so an jenem 2. Juni. „Erst einmal sah es so aus, als hätte sich die Lage stabilisiert“, sagt Winkler, der den Firmensitz mit Sandsäcken verbarrikadiert hatte und sich sicher wähnte. Aber dann stieg das Wasser innerhalb von 30 Minuten um 50 Zentimeter, habe die Säcke einfach weggespült. Auf 3 Meter, schätzt der Händler, sei der Pegel vor seiner Haustür gestiegen – einfach zu viel. Eingebüßt haben die Winklers Holzbriketts, die eigene Ölheizung, und auch ein Tankanhänger und ein Multicar standen im Wasser. Kritiker würden fragen: Warum rettet der Mann nicht sein Inventar, schafft die Fahrzeuge weg? Winkler: „Das ging dann nicht mehr. Wenn man den Hof so schützt, dass nichts herein kommt, dann ist er natürlich auch in die andere Richtung dicht.“
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