(openPR) Es ist leider so, dass die Daten unserer Kunden nur auf unseren Servern sicher lagern. Kein Rechenzentrum wird und darf etwas anderes behaupten. Sobald diese Daten in Bewegung geraten, sobald sie in die Glasfaserkabel der internationalen Kommunikationsnetzwerke gelangen, erlischt dieser Schutz allein schon aus technischen Gründen. Die Lichtquanten in den Leitungen strahlen immer auch nach außen ab - und können folglich auch 'abgegriffen' werden.
Eine Lösung bestünde darin, für den Mail-Verkehr eine Verschlüsselungstechnik zu benutzen, wie beispielsweise 'Pretty Good Privacy', was aber immer Mehrarbeit erfordert, weil man zur Verwendung 'Schlüssel' austauschen muss, um die Nachrichten und Mails wieder zu entziffern. Zudem lösen gerade verschlüsselte Botschaften ein höheres Interesse bei allen Datenfahndern aus.
Weniger anfällig fürs Ausspähen sind auch Betriebssysteme wie Linux, weil die Produzenten der kostenlosen Open-Source-Software erstens nicht dem amerikanischen Recht unterliegen, weil sie also keine 'Hintertüren' offen halten müssen. Vor allem aber deshalb, weil die meisten Linux-Distributionen standardmäßig über die Secure-Shell-Implementierung (openSSH) verfügen, die den Verkehr zwischen gleichgesinnten Rechnern konsequent verschlüsselt - zum Ärger etwaiger 'Schnüffels' jeder Herkunft. Mit weiteren Werkzeugen (z.B. dmcrypt) lassen sich sogar die Festplatten in einen scheinbar unlesbaren Datenmüll verwandeln. Schlechte Zeiten für Hacker ...
Bei den Suchmaschinen ist es ein offenes Geheimnis, dass alternative Anbieter langsam aber sicher auf dem Vormarsch sind, wie bspw. Duckduckgo. Solche Suchmaschinen erlauben - anders als Google - eine anonymisierte Suche im Netz: Der Traffic wird durch eine Vielzahl anonymisierter Relais 'geroutet'. Von den Anfragen lassen sich also keine Rückschlüsse mehr auf die Interessen des Suchenden ziehen, vor allem auch deshalb, weil diese Suchmaschine keine IP-Adressen speichert und kaum 'Cookies' - also 'Tracker' - einsetzt: Surfen ohne Personalausweis gewissermaßen. Allerdings beklagen sich viele Anwender - auch bei Alternativen wie ixQuick - dann oft über die Qualität der Ergebnisse, was aber auch an der notwendigerweise fehlenden 'Personalisierung' der Suche liegen mag.
Eine - allerdings schlechtere - Alternative in Hinsicht auf die Datensicherheit bestünde schließlich darin, mehrmals am Tag den Browsercache und alle Cookies ebenso konsequent wie erbarmungslos von der Festplatte zu putzen. Hilfreich können auch Apps und Add-Ons wie 'ghostery' und 'noscript' sein, weil die bewirken, dass alle Tracker und alle Werbung erst mal um Erlaubnis bitten müssen, bevor sie zu einem Rechner Zutritt erlangen. Ein angenehmer Nebeneffekt - auch im Sinne von Energieeffizienz und Green IT: Diese Seiten bauen sich ohne Java-Script wesentlich schneller auf, weil sie weniger Traffic verursachen.
Vollends problematisch wird es dann bei den 'sozialen Netzwerken', also dort, wo die Nutzer höchstselbst ihre Daten online stellen, nachdem sie zuvor freiwillig ihren Namen und ihre Mail-Adresse preisgaben. Zu 'Facebook', 'Twitter', 'Xing' usw. wäre die Alternative schlicht ein Verzicht ... aber wer will das schon?











