(openPR) Artemed startet personelle Spanien-Offensive
Tausende junge Spanier sollen innerhalb der nächsten Jahre eine berufliche Perspektive in Deutschland erhalten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde Ende Mai zwischen Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und ihrer spanischen Amtskollegin Fátima Bánez Garcia getroffen – ein Ansatz, den man auch im Artemed Klinikverbund begrüßt. Denn in Spanien herrscht Arbeitslosigkeit, in der deutschen Kliniklandschaft hingegen Fachkräftemangel. In der Artemed Fachklinik München sowie den Benedictus Krankenhäusern Tutzing und Feldafing beschloss man, aus dieser Situation das Beste zu machen – mit Erfolg: Am vergangenen Samstag wurden die ersten 13 spanischen Krankenschwestern und -pfleger in ihrer neuen Wahlheimat begrüßt.
„Die Resonanz auf unsere Spanien-Offensive war überwältigend“, berichtet Aloisia Chiera, Pflegedienstleitung der Benedictus Krankenhäuser Tutzing und Feldafing, „und das, obwohl wir alles von Anfang an auf eigene Faust geplant und organisiert hatten – vom ersten Informationsflyer über die Vorstellungsgespräche in Madrid bis hin zur Unterbringung.“
„Wir möchten den spanischen Kolleginnen und Kollegen nicht nur einen Arbeitsplatz bieten, sondern eine zweite Heimat“, so Michael Kneis, kaufmännischer Leiter der Artemed Fachklinik München. „Dazu gehört es, dass alle Mitarbeiter sie mit offenen Armen empfangen, sie echte Freundschaften knüpfen können und sich auch langfristig rundum wohl bei uns fühlen. Gute Deutschkenntnisse sind hier eine große Erleichterung – deshalb möchten wir den neuen Kolleginnen und Kolleginnen auch die Möglichkeit bieten, sich auf die Erlernung der Sprache konzentrieren zu können.“
In München, Feldafing und Tutzing erhalten die 13 jungen Spanierinnen und Spanier nun während der ersten sechs Monate einen Teilzeitvertrag; täglich vor oder nach ihrem Dienst nehmen sie zusätzlich an einem Deutschkurs teil. Finanziert wird dieser zum Teil von staatlicher Seite. Nach Ablauf des halben Jahres und Erlangung eines Sprachzertifikats erwartet sie dann die Vollanstellung.
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Spanien sieht man sich hierzulande als europäischer Partner in der Pflicht. Denn auf der iberischen Halbinsel sind fast 56% der jungen Menschen unter 25 ohne Arbeit oder Lehrstelle – ein Wert, der EU-weit nur noch von Griechenland übertroffen wird. „Wir sehen zu Hause einfach keine Perspektive für uns und unsere Familien“, so die Aussage der Neu-Artemedler. Trotz einer hervorragenden Ausbildung, die der deutschen in nichts nachsteht. „Die Ankunft am Flughafen München war das reinste Freudenfest“, bestätigt Aloisia Chiera. Vier der neuen spanischen Kollegen, zwei Pärchen, sind diesen Schritt von Anfang an zusammen gegangen: Nach erfolgreicher Bewerbung auf die Ausbildungsoffensive der Artemed hin arbeiten sie nun zwar teilweise in unterschiedlichen Häusern, wohnen aber mit den anderen Neuankömmlingen zusammen in Feldafing und können hier gemeinsam in eine vielversprechende Zukunft starten.
Angestoßen wurde auf diese bei einem Kennenlern-Grillfest am ersten offiziellen Tag, dem 1. Juli 2013, zu dem neben den Spanierinnen und Spaniern selbst auch einige Kollegen der Häuser in München, Feldafing und Tutzing kamen. „Wir profitieren doch schließlich alle von einem guten Miteinander“, so die einhellige Meinung der „alten Hasen“. Schließlich freue man sich in den Häusern über die zukünftige professionelle Unterstützung. Die Stimmung war ausgelassen, noch bestehende Sprachbarrieren wurden schnell überwunden, notfalls mit Händen und Füßen. „Prost“ sagt man hier für „Salud“ – das war schnell gelernt. Das restliche Vokabular, da war man sich einig, kommt dann dank Sprachkurs, Alltag und spezieller Instrumentenkunde ganz von alleine.
„Es waren anstrengende vergangene Monate. Niemals hätten wir im Vorfeld gedacht, wie viele Details es am Ende zu beachten gilt. Aber wenn ich mir heute die strahlenden Gesichter auf allen Seiten ansehe, haben sich alle Mühen definitiv gelohnt“, fasst Dr. Simon Machnik, kaufmännischer Leiter des Benedictus Krankenhaus Feldafing, die Spanien-Offensive der bayerischen Artemed-Kliniken zusammen. Langfristig geplant ist eine weitere Aufstockung der spanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf insgesamt 30.









