(openPR) Am 28 Juni spielten drei Duisburger Bands gemeinsam ein sehr gut besuchtes Benefizkonzert zu Gunsten der Flutopfer in der Mülheimer SOL-Kulturbar. Eintritt wurde nicht genommen, stattdessen gab es einen Spendenhut.
Durch den Abend führte der Oberhausener Pfarrer Kay Sandrock auf eine charmant entspannte und informierte Art und Weise. Selbstverständlich informierte Kay Sandrock auch über die Diakonie Katastrophenhilfe, der die Spendengelder des Abends zukamen.
Musikalisch eröffnete gegen kurz nach 20:00 „Pension Sagmeister“ den Abend. Eine Band, die tanzbaren Jazz spielt, für Menschen, die Jazz bislang nicht mochten oder nicht wussten, dass sie ihn mögen (so die eigene Beschreibung der Band). Ihren Namen hat sie vom deutsche Jazzprofessor Michael Sagmeister, dessen Stücke einen Großteil des Repertoires ausmachen - zudem sind die beiden Gitarristen, Frank Bechlarz und Volker Hülswiesche, Meisterschüler bei Sagmeister gewesen. Komplettiert wurde die Band um Hans-Joachim Eminger (Bass) und Hans-Georg Leven (Drums). Alle Musiker brillierten durch gekonntes Zusammenspiel und ausdrucksstarke Soli und konnten in ihrem etwa 45-minütigem Set den Jazz wirklich dem Publikum näher bringen.
Bassist Eminger wurde übrigens an diesem Abend nicht nur als „Mutter aller Bands“ bezeichnet – er spielt in allen Bands mit und war maßgeblich an allen drei Gründungen bezeichnet – sondern hatte auch selbst noch die ausschlaggebende Idee zu dieser Veranstaltung, die er dann unterstützt durch seinen Sohn Dennis Eminger und Carl de Wey, umsetzte.
Nach einer kleinen Pause sah (und hörte) man einige bekannte Musiker bei „Carl & the Hurricanes“ wieder. Eminger bediente wieder Bass, Bechlarz die Gitarre und Leven die Drums (zumindest für ein halbes Set, dann wurde er durch Frank Mellies abgelöst). Hinzu kamen Georg Mahr an den Tasten und Frontman Carl de Wey an der Stimme. Die Band, die sich erst im letzten Jahr formierte präsentierte eine energiegeladene und groovende Mischung aus klassischem Rock´n Roll, gepaart mit Elementen aus Jazz, Boogie, Country & Blues. Es waren bekannte Songs wie „Release me“ oder „Suspicious minds“, die auf eine eigene Art arrangiert und interpretiert, die das Songs mitrissen, tanzen und klatschen ließen. De Wey repräsentiert den Sound der 50er authentisch und stimmgewaltig und hob sich im Outfit mit Sakko, Schlips und Einstecktuch sichtbar ab. Die „Hurricanes“ spielten im hervorragend zu um selbst dann durch ausgefeilte Soli zu brillieren und deutlich zu machen, dass sie keine „reine Begelitband“ sind. Nach der geforderten Zugabe „durfte“ die Band dann auch die Bühne für den nächsten Act frei machen.
Und da waren dann absolut andere Töne angesagt, rockig und Blues-rockig ging es BDL (früher Blues Deluxe) ab. Auch hier blieben wieder Musiker auf der Bühne, weil sie eben auch zur Besetzung des vorherigen Acts gehörten, nämlich Eminger, Mahr und Mellies. Neu dazu kamen an der Leadgitarre Pierre Wrobbel sowie Emingers Sohn Dennis an Gesang und Gitarre. Dieser überzeugte mit kraftvoller Stimme, die eine bluesig-dreckige Nuance hat und absolut zum Sound der Band passt. Schon nach dem ersten Song „Ballad of John Henry“ von Joe Bonamassa wurde klar, in welche Richtung der der Zug fährt – und dass er dabei dampfend und stampfend fährt. Auch BDL durfte nach einer guten Dreiviertelstunde die Bühne nicht verlassen, sondern mussten noch eine Zugabe spielen.
Damit war der Abend noch nicht ganz abgeschlossen – bewies doch auch der Moderator Kay Sandrock, dass auch er musikalisches Talent besitzt, als er recht spontan mit einigen der Musiker die Elvis-Nummer „Hound Dog“ schmetterte.
Insgesamt war es ein Abend der musikalisch bunt und dabei hochwertig war und das Publikum zu Recht begeisterte. Nicht zu vergessen, dass an diesem Abend allein noch 505,60€ an Spenden gesammelt wurden, die der Diakonie Katastrophenhilfe zu Gute kommen, um in den Flutgebieten Verwendung zu finden!













