(openPR) Der passgenaue Kaminofen oder Kamin ist bereits aufgebaut und installiert. Nun stellen sich bei vielen unseren Kunden die nächsten Fragen: Wie heize ich richtig? Was muss ich beachten?
Die meisten Themen haben wir für unsere Kunden und allen Interessierten einmal zusammengefasst. Einige Annahmen, die im Umlauf sind, sind leider irrtümlich. Wir klären auf:
Rauchzeichen Nr. 1
Viele der modernen Feuerstellen sind gebaut, um die Anzünd-Methode-Von-Oben anzuwenden. Das Anzündholz wird in 2-3 Schichten mit ca. 1 cm Abstand auf die Holzscheite gelegt und von oben angezündet. Dabei kommt man schneller auf Temperatur, schont die Umwelt und das Holz hält länger.
Rauchzeichen Nr. 2
Nur sehr wenige Feuerstellen brennen zwei bis drei Stunden mit nur einer Holzfüllung. Die alte Methode, über Nacht oder bei Abwesenheit einen sehr großen Holzbrocken aufzulegen und die Luftzufuhr ganz zu schließen, produziert unnötig Emissionen und beinhaltet die Gefahr eines Schornsteinbrandes. Zugleich sinkt die produzierte Nutzwärme rapide, denn die Holzgase gelangen ohne Wärme zu produzieren in die Luft. Das letzte Holz des Abend sollte wenn möglich Hartholz sein, das ganz regulär mit ausreichend Luft verbrennt. Die Isolation des Hauses hält die Wärme bis zum Morgen, und die Glut sollte am morgen noch ausreichen, um das Feuer schnell wieder zu entfachen.
Rauchzeichen Nr. 3
Luftwirbel - schnell bewegte Luftmengen - sind vor allem dann wichtig, wenn die Temperatur noch nicht sehr hoch ist und sehr viel Sauerstoff gefordert ist, um das Feuer in Gang zu bringen. Lassen Sie daher die Tür eher einen Spalt angelehnt, als sie ganz zu öffnen. Durch einen Spalt bewegt sich die Luft schneller – und am Ende wird es auch schneller Warm.
Rauchzeichen Nr. 4
Eine Reinigung Ihrer Feuerstelle und des Abgasrohrs sollte jedes Jahr gemacht werden. Auf diese Weise erhöhen Sie die Wämeausbeute, denn eine Rußschicht lässt die Wärme nicht ans Metall gelangen, sondern ungehindert durch den Schornstein gehen. Bei Grundöfen könnten sich die Züge mit Ruß zusetzen und das kann unter Umständen einen Ofenbrand auslösen. Vor allem bei Tannenhölzern sollte man oft reinigen, da sie mehr Rußstoffe enthalten.
Rauchzeichen Nr. 5
Aus Ihrem Schornstein sollte am besten gar kein Rauch kommen. Rauch ist kein "Abgas" - er enthält vielmehr Energie, die nicht verbrannt und somit nicht genutzt wurde. Gehen Sie also ruhig einmal nach draußen und schauen Sie auf Ihren Schornstein. Schwarzer Rauch deutet auf eine schlechte Verbrennung hin, meist aufgrund zu nassen Holzes oder zu wenig Luft. Bei guter Verbrennung, sehen Sie nahezu keinen Rauch!
Rauchzeichen Nr. 6
Harte Hölzer liefern mehr Wärme als weiche, aber pro Kilogramm gerechnet, geben verschiedene Hölzer die gleiche Wärme, wobei leichtere oft günstiger zu kaufen sind. Weiche Hölzer sind perfekt für die Übergangszeiten. Sie verbrennen sauberer und verwandeln Ihr Haus nicht ungewollt in eine Sauna. Um die Glut lange zu halten, kann ein Stück Hartholz aufgelegt werden.
Rauchzeichen Nr. 7
Hochwertiges Brennholz ist luftgetrocknetes Holz. Die Holzfeuchte sollte unter 20% liegen, damit eine gute Verbrennung statt findet. Wenn das Brennholz nicht trocken ist, wird die Hitze nur genutzt, um die Feuchtigkeit aus dem Holz zu ziehen.
Bei der Lagerung im Freien übernehmen Sonne und Wind den Trocknungsprozess von i.d.R. 1-3 Jahren. Die Lagerzeit sollte jedoch 4 Jahre nicht überschreiten, denn danach brennt das Holz zwar noch, hat aber keinen großen Heizwert mehr. Fertiges luftgetrocknetes Brennholz verliert pro Jahr 3 % seines Heizwertes. Als Lagerplätze eignen sich besonders sonnige Standorte (Südseite). Eine gute Durchlüftung, ein ausreichender Abstand zum evt. feuchten Untergrund und ein Schutz gegen direkt auftreffendes Regenwasser ist zu gewährleisten. Einer Lagerung im Keller oder in der Garage ist abzuraten, da es schnell zu Schimmel- und Pilzbefall kommen kann.
Tipp: Kaltes Holz brennt nicht so gut. Günstig ist das Holz in der guten Stube vorzuwärmen.
Rauchzeichen Nr. 8
Beim Nachlegen sollten immer gleich zwei bis drei Stücke genommen werden. Ein einzelnes Stück verbrennt alleine oft gar nicht optimal, da Holz in drei Phasen abbrennt und hierzu mehrere Stücke eine größere Oberfläche bieten. Tipp: Falls Sie doch einmal versehentlich nasses Holz aufgelegt haben und das Feuer so gar nicht in Gang kommen möchte - legen Sie ein paar kleine Scheite von trockenem Holz dazu. Diese helfen das Nasse zu trocken und es brennt!








