(openPR) An der Magdeburger Universitätsklinik beginnt eine Studie, die den Nutzen von neuer Technologie für die Optimierung der Inseminationstherapie untersucht.
Die Anzahl der Paare, die nicht auf natürlichem Weg schwanger werden, nimmt beständig zu. Die Insemination ist wichtiger Bestandteil der Kinderwunschbehandlung. Sie wird hauptsächlich dann durchgeführt, wenn die Eileiter offen sind und die künstliche Befruchtung im Reagenzglas noch nicht ansteht. Der Therapie geht im Normalfall eine hormonelle Stimulation für die Reifung der Eizellen voraus, die allerdings körperlich sehr belastend für die Frauen ist sowie die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft erhöht.
Der Mediziner Prof. Dr. med. J. Kleinstein von der Universitätsklinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie in Magdeburg erforscht nun mit neuer Methode den Zeitpunkt der Insemination zu optimieren und dabei die Zugabe von Hormonen zu minimieren. Die jetzt beginnende Studie mit 50 Probandinnen wird durch das OvulaSens-Temperaturmess-System der VivoSensMedical GmbH unterstützt. Diese neue Technologie wurde an der Universitätsfrauenklinik Leipzig von Prof. Dr. med. Henry Alexander entwickelt. Es handelt sich um einen flexiblen Kunststoffring, welcher vaginal eingeführt circadian und circamensual Messungen aufzeichnet, bis zu 288 Temperaturdaten am Tag. Dadurch wird erstmals weltweit eine exakte Zyklusdiagnose über einen langen Zeitraum auf Grundlage der Körperkerntemperatur ermöglicht. Mit dieser Datenbasis, so das Ziel der Studie, soll der diagnostische und therapeutische Nutzen von OvulaSens zur Unterstützung der Insemination im natürlichen Zyklus untersucht werden.
Die Ergebnisse der Studie werden in der Dissertation von Carina Strecker, die die fachlich-organisatorische Umsetzung leitet, veröffentlicht.











