(openPR) Gegenmittel zu Hyaluronsäure nicht ganz unbedenklich
Würzburg im Juni 2013. Hyaluronsäure ist aus der ästhetischen Faltenbehandlung nicht mehr wegzudenken. Der körpereigene Wirkstoff polstert Gewebe auf und eignet sich in verschiedenen Varianten zum Unterfüttern von Falten. Aber auch Lippen, Wangen-Region, Kinn oder andere Gesichtspartien erhalten durch das Aufspritzen mit dem Filler deutlich mehr Volumen, bei Bedarf auch eine andere Kontur. Selbst zur Korrektur von Nasen lässt sich das Material verwenden. Da es sich um einen körpereigenen Stoff handelt, baut der Körper die Substanz, je nach Produkt, innerhalb von 6 bis 24 Monaten wieder ab. Doch was tun, wenn das Ergebnis nicht den Wunschvorstellungen entspricht? Mit dem Enzym Hyaluronidase, oder kurz Hylase, lässt sich der Abbau von Hyaluronsäure erheblich beschleunigen. „Allerdings ist das Mittel nicht ganz ungefährlich und gehört unbedingt in fachkundige Hände“, warnt Dr. med. Wolf-Gunter Steinmetz, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Leiter der Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Würzburg, und ergänzt: „Betroffene sollten sich an einen erfahrenen Facharzt für Plastische Chirurgie oder Dermatologen wenden.“
Vorsichtige Dosierung besonders wichtig
Mit Hylase kann der Arzt die eingebrachte Hyaluronsäure wieder auflösen. Dabei spritzt er das Enzym punktuell in die betroffene Region. „Da das Mittel aber auch körpereigenes Gewebe angreift, ist die exakte Dosierung mit geringsten Mengen besonders wichtig, da sonst Vertiefungen oder unschöne Dellen entstehen können“, erklärt Dr. Steinmetz. Deshalb sollte es auch nur in extremen Fällen zum Einsatz kommen. Das Ergebnis ist bereits nach einigen Tagen sichtbar. Außer zur Behandlung einer falsch gelaufenen Unterspritzung mit Hyaluronsäure-Fillern kann Hylase auch bei Granulomen, die als sehr seltene Nebenwirkungen bei der Anwendung von Hyaluronsäure-Fillern auftreten können, verwendet werden. „Abhängig vom Befund und von der unterspritzten Region, rate ich Patienten, die sich hilfesuchend an mich wenden, meist dazu, abzuwarten, bis sich die Hyaluronsäure von allein wieder abbaut, denn Hylase ist derart kritisch zu beurteilen, dass sie nur in speziellen Ausnahmefällen und entsprechend zurückhaltend eingesetzt werden sollte. Nicht zuletzt aus diesem Grund muss ein seriöser und kompetenter Arzt schon vor der Behandlung über realistische Möglichkeiten aufklären und für ein natürliches Ergebnis sorgen, sodass eine Korrektur gar nicht erst nötig wird“, sagt Dr. Steinmetz und ergänzt: „Im Zweifelsfall sollte man lieber zu wenig als zu viel Filler spritzen, dann kommt man auch nicht in die Verlegenheit, Hylase benutzen zu müssen. Nach ein paar Wochen gegebenenfalls noch ein bisschen Filler nachzuspritzen, ist viel einfacher und unkritischer.“
Weitere Informationen unter www.dr-steinmetz.net














