(openPR) Nachhaltigkeit und Design ist nun schon in vielen Einrichtungsprojekten bei Greenoffice selbstverständlich. Eine schöne Dokumentation unter dem Titel Nachhaltigkeit trifft Design finden sie hier zum Einrichtungsprojekt von 2010 bei der Biowert Industrie GmbH, Brensbach.
In diesem Beitrag geht es nun um ReDesign und den kreativen und wertschöpfenden Umgang mit “Abfall” des 1. Markts in ReDesign-Produkten. Dieser Beitrag ist in seiner ursprünglichen Fassungen Redesign – 1.Markt Produkte in 2.Markt Gestalt bereits 2009 in meiner sechsteilige Serie Secondhand – Das haben wir gerade noch gebraucht auf Förderland erschienen. In dieser Beitragsserie gebe ich Einblicke über den Gebrauchtmarkt mit seinen Kennzahlen, Funktionsweisen und auch Stolpersteine. Die Serie soll dabei helfen, “neue” Beschaffungswege für die Ausstattung (Material, Personal, Verfahrenstechniken, etc.) eines Unternehmens und neue Gründungsmärkte kennenzulernen.
Was bedeutet ReDesign?
Unter ReDesign versteht man wörtlich: “To make a revision in the appearance or function of”. Das bezieht sich – allgemein verstanden – genauso auf Webauftritte wie auf die Neugestaltung des Erscheinungsbildes eines Produktes oder der Funktion der Produkte. In dem hier behandelten Zusammenhang ist außerdem aber noch ganz wesentlich der Kontext „Ökologie, Umwelt, Nachhaltigkeit“ bei der Klärung der Bedeutung. Man versteht hier also unter dem Begriff “ReDesign” die Neugestaltung der Produkte über das Recycling hinaus.
Mit anderen Worten geht es bei ReDesign im Kontext Ökologie immer auch um die Vermeidung von Ressourcenverschwendung. Hier sei auf eine Untersuchung der US-amerikanischen Academy of National Engineering verwiesen: In den USA werden 93 Prozent der abgebauten Ressourcen niemals in verkäufliche Produkte umgewandelt, 80 Prozent aller Produkte werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen, und 99 Prozent der in den Produkten enthaltenen Stoffe werden innerhalb von sechs Wochen nach dem Verkauf zu Abfall ein gewaltiger Kostenfaktor für die Wirtschaft und, vor allem, eine Verschwendung von Natur. (Quelle: B. R. Allenby, D. J. Richards (Hg.): The Greening of Industrial Ecosystems. Washington, 1994)
Wo findet sich überall ReDesign?
Der Markt des ReDesigns ist auch für Gründer sehr reizvoll, denn die Branchen, in denen sich neugestalte Produkte aus “Rest- und/oder Abfallprodukten” finden, sind weit gestreut und bieten noch viel ungenutztes Potential.
Das bekannteste Beispiel für ReDesign dürfte wohl die Bekleidungsfertigung sein. Wer kennt es nicht das Samt-Kleid, das sich Scarlett O’Hara aus den grünen Vorhängen von Tara genäht hat? Wenn wir allgemein in die Welt schauen, dann finden sich vor allem in den Abfall-Transfer-Ländern kreative Neugestaltungen für Produkte: Schalen aus alten Telefonkabeln, etc. Oder auch eine spannde Reise zum 2. Leben von Kleidung mit Trageerfahrung. So online zu finden bei Veist Kleidergeschichten in Berlin-Neukölln. Ein spannende Reise zeigt das ZDF WISO plus: Second Hand Fashion.-Wie geht es weiter wenn die Hose zwickt, das Shirt out ist und alles in der Kleidertonne landet. Und dann? „WISO plus“ machte sich mit den alten Kleidern auf die Reise vom Bremer-Flohmarkt über Russland bis zum Designer nach Hamburg.
Beispiele: ReDesign-Designer
Zweitsinn: Fängt da an, wo andere Möbel aufhören. Zweitesleben von gebrauchten Produkten. Das Projekt Zweitsinn beschreibt sich mit Verweis auf ein Zitat von Kurt Schwitters: “Der verborgene Sinn weggeworfener Dinge”. Der Verbund aus kleinen Unternehmen will Abfall nicht nur rein künstlerisch thematisieren. Ideen und Objekte sollen als Produkte real nutzbar/wieder einsetzbar sein. “Clevere”, “schöne”, “nützliche” Gegenstände werden von phantasievollen ReDesignern entworfen, prämiert und realisiert. So wird der verborgene Sinn weggeworfener Dinge neu interpretiert: Modernes Design aus vermeintlichen Abfällen.
Greenoffice-Kunde: VeGastro GmbH, Berlin
Durch Empfehlung des langjährigen Kunden meines Kunden Albert-Schweizer-Stiftung wand sich Björn Moschinski “Veganheadchef” von VeGastro GmbH Ende März 2013 an Greenoffice.
Ich war gleich begeistert, verbindet doch auch VeGastro die Nachhaltigkeit und den anderen Weg zum Kunden genau wie Greenoffice. Wir fanden zunächst die passenden Funktionen Büromöbel für die Erstausstattung der schönen neuen Räume an der Warschauer Brücke. (Bilder dazu folgen in extra Blogbeitrag).
Doch dann sollte es auch noch was Besonders sein – und da fiel der Blick von Björn auf die Regalmodule von Zweitsinn. Wir haben die klassischen Module jedoch noch etwas verändert in einer Special Greenoffice-Edition mit farbiger Rückwand.












