(openPR) Mit der Aktion Buchbefreiung bietet die Cyberstadt funcity ihren Einwohnern die Möglichkeit bewusst und aktiv der Buchverbrennungen vor 80 Jahren zu gedenken.
Mit einem Mausklick auf eine Feuerstelle werden Bücher, die 1933 unter Anweisung des damals regierenden Naziregimes von der Studentenschaft öffentlich verbrannt wurden "aus dem Feuer befreit" und so symbolisch der Gemeinschaft "zurückgegeben".
Den damals verwendeten "Feuersprüchen" werden von Jugendlichen neu formulierte "Gegensprüche" entgegengestellt.
Die virtuelle Aktion Buchbefreiung ist auf Anregung von Cornelia Floeth - Jugendsozialarbeiterin am Beruflichen Schulzentrum Backnang entstanden.
Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Schulzentrums Backnang hatten - unterstützt von Frau Floeth, die öffentliche Gedenkveranstaltung in Backnang zur Buchverbrennung vor 80 Jahren erarbeitet und gestaltet. Für diese Veranstaltung wurden die "Gegensprüche" von den jungen Menschen entwickelt.
Frau Floeth hält besonders das Internet für ein geeignetes Medium das Bewusstsein im Umgang mit "Worten" und deren Wirkung zu schärfen.
Gerade in Zeiten da Cybermobbing immer mehr in den Blickpunkt rückt ist es gut sich auf Werte wie Achtsamkeit und Wertschätzung zu besinnen.
Und so bietet die Aktion auch die Möglichkeit sich der Geschichte unseres Landes bewusster zu werden und dem Gedanken von Sören Kierkegaard zu folgen:
„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts – leben muss man es vorwärts“
Dass es möglich ist in einer auf Spaß und Unterhaltung ausgerichteten Community die Menschen auch mit "ernsten" Themen zu erreichen beweist seit 1997 die Cyberstadt funcity.
So entstand in 1998 aus dieser virtuellen Gemeinschaft heraus die Onlinekirche St. Bonifatius. Das Seelsorgeteam dieser weltweit ersten geweihten Onlinekirche hat wegweisend am Aufbau von Chat- und Onlineseelsorge mitgewirkt. Als spirituelles Zentrum eröffnet es immer wieder Raum für den Gedankenaustausch zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubens- bzw. auch konfessionslosen Lebensausrichtungen.
"Die Reaktionen der vor 2 Jahren errichteten Gedenkmauer, an der unsere User virtuelle Blumen zum Gedenken unserer von 1933 - 1945 verfolgten, vertriebenen und getöteten jüdischen Mitbürger niederlegen können, zeigte uns, dass wir mit der Öffnung für "ernste" Inhalte den Bedürfnissen vieler Menschen aus der Seele sprechen" , erläutert die Community Managerin Marlene Manig. "Mit dem Gemeinschaftprojekt Buchbefreiung wollen wir weitere neue inhaltliche Wege erschließen und auch regionalen Projekten eine Plattform bieten."
http://www.funcity.de/buchbefreiung












