(openPR) Der polnische Konzeptkünstler Pawel Polus (*1979) gibt seiner neuen Einzelausstellung den Titel Eclipse. Der Begriff bezeichnet üblicherweise den Naturvorgang, wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt und diese verdeckt.
Polus stellt in Bezug auf das System Kunst zwei Fragen, nämlich, wer oder was verdeckt wen oder was?
Pawel Polus begreift dies auch als eine Hommage an den amerikanischen abstrakten Maler Ad Reinhard (1913–1967), den er als letzten modernen Maler begreift, und dem es um nichts anderes ging als die Malerei, die Farbe und keineswegs um Repräsentation.
Seine schwarzen Gemälde sah Ad Reinhard als letzte Gemälde, die er machen könne, bevor sich die Malerei auflöse. In einem Text von 1962 erteilte Ad Reinhardt jeglichem Referenzsystem in Bezug auf die Kunst eine Absage:
„Art confused with life, nature, society, politics, religion is ugly. Art to be used for some other end is ugly.”
Kunst an sich und sonst gar nichts, könnte man frei nach Kant formulieren. Im Kontext der Bildenden Kunst kann dies nur bedeuten, hinter die Inszenierungen, hinter die Repräsentation der Kunst zu blicken, und sie von allen „Überschreibungen“ zu befreien.
Aber was steht hinter der Malerei? Im Geiste Karl Valentins könnte die Antwort lauten: die Wand. Eine Fährte in Richtung Karl Valentins zu legen, dürfte so falsch nicht sein, denn Pawel Polus wird nicht ernsthaft den Anspruch haben, das Rätsel der Kunst zu lösen. Und vor dem Hintergrund seiner bisherige Arbeiten, die er in mehreren Ausstellungen in der EGB in den letzten Jahre gezeigt hat, ist zu erwarten, dass er seine künstlerische Recherche nicht ohne hintersinnigen Humor präsentieren wird.
Dauer der Ausstellung: 01. Juni–27. Juli 2013
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 –19 Uhr, Samstag 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung
Russell Radzinski

mobil: 017624549565
Über das Unternehmen
Mit der EMERSON Gallery Berlin (EGB) eröffnete im Herbst 2003 ein neuer Schauraum im vitalen und weiterhin expandierenden Galerienviertel „MitteNord“, zwischen Torstraße und Invalidenstraße. Die EMERSON Gallery Berlin präsentiert zeitgenössische Kunst und stellt insbesondere gesellschaftsbezogene Positionen zur Diskussion, ohne medienspezifisch ausgerichtet zu sein.
Das Profil der Galerie des aus New York stammenden Inhabers Russell Radzinski richtet den Fokus auf Standpunkte zur Gesellschaft, die im Werk der vertretenen Künstler – neben einer starken künstlerischen Sprache - in unterschiedlichem Maße zu erkennen sind.
Einen wichtigen Standpunkt zur Gesellschaft stellt das Editionskonzept dar. Begleitend zu den regulären Ausstellungen entsteht jeweils eine Edition mit einer Auflage von bis zu 50 Exemplaren mit einem Preis von max. 400 Euro. Dadurch bieten wir auch neuen oder jungen Sammlern die Möglichkeit, anspruchsvolle Kunst zu einem moderaten Preis zu erwerben und die Auseinandersetzung mit Kunst im eigenen Umfeld zu fördern. Ferner bietet die Galerie mit den kürzeren Intermezzo-Ausstellungen (7 bis 14-tägig) jungen und bisher unbekannten Künstlern mitunter erstmalig ein öffentliches Forum. Diese Präsentationen finden bis zu vier Mal im Jahr zwischen den regulären Ausstellungen statt und werden in Katalogheften publiziert.
Das kulturelle Rahmen- und Veranstaltungsprogramm vertieft den Dialog mit dem Publikum und dient der Erörterung von Fragen, die durch die präsentierte Kunst aufgeworfen werden. Durch Podiumsgespräche, Performances oder Lesungen beispielsweise regen wir Gespräche zwischen Künstlern, Kunstliebhabern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und Politikern an. Diesem Zweck dient auch das jährlich stattfindende Sommerfest internationaler Kunst mit wechselndem Länderschwerpunkt. Es ermöglicht einen intensiveren Einblick in das aktuelle internationale Kunstgeschehen, auch in den Bereichen Darstellende Kunst oder Musik.
Nicht zuletzt: Als Exklusivanbieter des Corporate Supporters Program (CSP) spricht EGB die Wirtschaft an und ermöglicht eine fruchtbare Zusammenarbeit und Wechselbeziehung zwischen Wirtschaft und Kultur.
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