(openPR) Eine Chance fuer Afrika
AG Aussenpolitik
1. Juli 2003 - Zum Besuch des ehemaligen Praesidenten der Republik Mali Alpha Oumar Konaré in Berlin erklaeren Hans Buettner, Vorsitzender des Gespraechskreises Afrika der SPD- Bundestagsfraktion und Mitglied des Auswaertigen Ausschusses, und die SPD-Bundestagsabgeordnete Marga Elser:
Zu einem kurzen Besuch in Berlin war in dieser Woche der ehemalige Praesident der Republik Mali Alpha Oumar Konaré zu Gast bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bei einem gemeinsamen Abendessen gab es eine hervorragende Diskussion mit Herrn Konaré ueber die kuenftige Politik der afrikanischen Staaten. Herr Konaré ist Kandidat fuer die Praesidentschaft der Afrikanischen Union und er hat seine Plaene fuer die kuenftige Entwicklung Afrikas dargelegt. Dabei haben wir die Sorge gespuert, dass Deutschland und die Europaeische Union unter Umstaenden ihr Engagement in Afrika zurueckdraengen wuerden, und es kam auch die Sorge zum Ausdruck, dass Afrika moeglicherweise fuer die deutsche und die europaeische Politik nicht mehr wichtig sein koennte.
Dem widersprachen wir vehement - einiges was im Bereich der Aussenpolitik und im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gerade geleistet wird, ist Ausdruck der Bedeutung, die wir den Beziehungen zu Afrika beimessen. Die Entscheidung der Europaeischen Union zur Stabilisierung in der Provinz Ituri in Kongo beizutragen, ist der juengste Beweis, dass es damit ernst gemeint ist. Herr Konaré hat vor allem die Ressourcen Afrikas im Auge. Er sagt, dass die Rohstoffe vor allem fuer die Entwicklung der Industrie und der Volkswirtschaft der Bevoelkerung Afrikas eingesetzt werden muessen. Dass die reichen Mineraloel- und Gasvorkommen industriell genutzt werden muessen, dass die Flora und Fauna, der unberuehrte Lebensraum, genutzt werden muessen, fuer die Industrie, aber auch fuer die Land wirtschaft und den Tourismus. Und dass es gleichzeitig eine der wichtigsten Aufgaben ist, Bildung in jedem Bereich zu organisieren. In diesem Zusammenhang wurde auch die Gruendung von afrikanischen Universitaeten von Herrn Konaré angesprochen.









