(openPR) Wandern auf alten Eisenbahnstrecken, entlang historischer Burgen und Schlösser, hin zu spektakulären Aussichtpunkten, durch die Wüste Bardenas Reales oder auf den Spuren der Kräuterhexen in den Pyrenäen – in Navarra ist vieles möglich.
Frankfurt, 06.06.2013 – Der Jakobsweg durch Navarra ist ein guter und bekannter Tipp für Wanderer. Aber es gibt auch zahlreiche andere Wege, die vielfältige Landschaft der Region zu erkunden. Fünf davon seien hier genannt: Die Vías Verdes auf stillgelegten Eisenbahntrassen, die Rutas de Castillos y Fortalezas entlang historischer Burgen und Schlösser, die Ruta de los Paisajes hin zu bemerkenswerten Aussichtspunkten, Touren durch die Wüste Bardenas Reales und die geheimnisvolle Hexenroute im Norden Navarras. Alle unterschiedlich und alle auf ihre ganz eigene Art reizvoll.
1993 begann die spanische Regierung, 7.600 Kilometer ungenutzte Bahnstrecken als Wanderwege auszubauen. In Navarra gibt es von diesen Vías Verdes („grünen Wegen“) allein fünf. Sie eignen sich fürs Radfahren, Reiten oder Wandern durch wunderschöne Landschaften, hin zu geschichtsträchtige Bauten und einsamen Dörfer. Die Vía Verde de Plazaola führt beispielsweise im Norden der Region an der ehemaligen Bahnverbindung zwischen Pamplona und San Sebastián entlang. Der beliebte Start der Strecke ist ein fünf Kilometer langer Spazierweg vom restaurierten Bahnhof in Lekunberri nach Uitzi. Der gleichnamige Eisenbahntunnel war viele Jahre mit 2.700 Metern der längste in Spanien. Die Vía Verde Tarazonica liegt ihrerseits im Süden auf der Strecke zwischen Tudela und Tarazona in der Provinz Aragón. End- und Höhepunkt dieser Spazierroute ist das Kloster Santa María de la Caridad in dem kleinen Ort Tulebras, das erste Frauenkloster der Zisterzienser in Spanien. Auf der dritten alten Bahntrasse, die nun Wanderern und Natursportlern zu Gute kommt, der Vía Verde Vasco-Navarra hat man herrliche Ausblicke von den Gipfeln des Lóquiz-Gebirges im Westen Navarras. Im Osten liegt die Vía Verde de Iratí. Zwischen 1911 und 1955 verband hier der erste elektrische Passagierzug in Spanien "Irati" Pamplona mit dem 58 km entfernten Sangüesa. Die Vía Verde de Bidasoa liegt schließlich im Nordwesten der Region. Die dortige Eisenbahn, genannt Txikito ("der Kleine") verband auf nur 0,92 m schmalen Gleisen ab 1898 die Kohleminen von Endarlatsa an der Grenze zu Frankreich mit Irún im Baskenland. Auf insgesamt 35 km kann man heute die Strecke zwischen Legasa und Endarlatsa entlang des Flusses Bidasoa durch grüne Wiesenlandschaften mit vereinzelten Gehöften, alten Bahn-Tunneln, malerischen Ortschaften zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Mehr zu den Vías Verdes in Navarra unter: http://www.viasverdes.com/GreenWays
Lange Zeit war Navarra ein Königreich, die französischen Könige führten sogar bis 1830 den Titel „König von Frankreich und Navarra“. Daher gab es in der ganzen Region unzählige mit Gräben geschützte Burgen, Wehrtürme mit Schießscharten und Schlösser. Viele davon sind erhalten und bilden heute das Herz der vier Rutas de Castillos y Fortalezas durch Navarra. Eine führt durch den Norden mit dem Castillo de Amaiur, in dem die Einwohner des kleinen Örtchens den letzten Widerstand gegen die Eroberung durch Kastilien im 16. Jahrhundert leisteten. Die zweite Route führt durch Pamplona mit der gut erhaltenen Zitadelle und Stadtmauer der Hauptstadt Navarras aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Als drittes stehen verschiedene Burgen in der zentralen Zone zur Auswahl – allen voran das Castillo de Javier, benannt nach dem Schutzheiligen der Region. Hierher gibt es jedes Jahr im März am Tag des Heiligen Javier eine beeindruckende Pilgerwanderung, die Javierada. Auch im Süden Navarras stehen noch zahlreiche Burgen und Wehrtürme, so etwa den Torre Monreal nahe Tudela aus dem 18. Jahrhundert (siehe Bild). Weitere Informationen zu den Routen sowie eine Karte mit den markierten Sehenswürdigkeiten unter:
http://www.turismo.navarra.es/deu/organice-viaje/recurso.aspx?o=5411&masInf=1
Die unterschiedlichen Landschaften Navarras stehen ganz im Fokus der Ruta de los Paisajes, die durch die gesamte Region zu insgesamt 35 besonders schönen Aussichtspunkten führt. Es verwundert nicht, dass davon alleine 17 in den Pyrenäen zu finden sind, ist doch diese hügelige Landschaft prädestiniert für außergewöhnliche Panoramen. Daneben hat man einen fantastischen Blick auf das Pamploneser Becken vom Mirador de Etxauri (siehe Bild). Etwas weiter südlich, in der Nähe der Stadt Olite, können Interessierte an der Laguna de Pitillas viele Wasservögel beobachten. Etwa 65 Kilometer südlich von Pamplona liegt der Mirador del Barranco de Peñalen. Von dort kann man auf die Schlucht blicken, in der sich die Flüsse Arga und Aragón vereinen. Mehr zu den Aussichtspunkten sowie eine Karte mit der gesamten Route unter: http://www.turismo.navarra.es/deu/organice-viaje/recurso.aspx?o=5873&masInf=1
Die Wüste Bardenas Reales im Süden Navarras ist einmalig in Europa: Auf knapp 43.000 Quadratkilometern (das entspricht etwa vier Prozent der ganzen Region) erstreckt sich eine bizarre Wüstenlandschaft (siehe Bild), deren imposantes Farbspiel von grün über schwarze bis braun reicht. Sie ist entstanden durch Erosion in Jahrmillionen. Das Naturschutzgebiet erkundet man zum Beispiel zu Fuß, mit dem Rad, zu Pferd, auf dem Segway oder mit dem Jeep – je nachdem wie viel Zeit und Laune man hat. Mehr zu konkreten Angeboten unter: http://turismobardenas.com/en/index.html und http://nataven.es/
Im Mittelalter gab es auch in Navarra viele Gerüchte um vermeintliche Hexen – Frauen, die mit Kräutern heilten. Vor allem in den abgeschiedenen Dörfern der Pyrenäen hielten sich diese Traditionen und Rituale, so dass es hier noch einige geheimnisvolle Sehenswürdigkeiten auf der Hexenroute zu bestaunen gibt: Im Nordwesten im Roncal- und Salazar-Tal finden sich verwunschene Eichenwälder oder neblige Landschaften, zum Beispiel um den Ort Ochagavía. Ganz im Norden, nahe der Grenze zu Frankreich, liegt Zugarramurdi, das wegen seiner großen Höhle als Zentrum der Hexerei galt. Dort findet immer noch jedes Jahr zur Sonnwende ein großes Fest statt. Eine dritte Route führt durch den Nordwesten Navarras, wo viele große Hexenprozesse vollzogen wurden. In Aresa hat man neben einer Hexen-Höhle die Kapelle Santa Cruz errichtet, um gegen die heidnischen Rituale anzugehen. An der Grenze zu Kastilien im Süden vermischten sich in Viana Hexenkult und Judentum. Weitere Informationen zu den Punkten der Hexenroute unter http://www.turismo.navarra.es/deu/organice-viaje/recurso.aspx?o=4802&masInf=1
Touristische Informationen zu Navarra unter: www.turismo.navarra.es
Alle Wege durch Navarra unter: http://www.turismo.navarra.es/deu/propuestas/descubra-reyno/
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