(openPR) Absaugung oder Botox – zwei Methoden gegen übermäßige Schweißbildung
Nienburg im Juni 2013. Er ist ein wichtiger Regulator für den menschlichen Körper: der Schweiß. Beim Sport, bei extremer Hitze, Gefühlsschwankungen oder auch Fieber hilft er Temperaturunterschiede auszugleichen. Rund 400 Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter sorgen dafür. Ist diese Funktion gestört, kommt es bei Leidtragenden auch in entspannten Situationen und Ruhephasen zu starker Schweißbildung. „Betroffene fühlen sich durch die sogenannte Hyperhidrose sehr stark eingeschränkt und leiden mitunter psychisch enorm“, weiß Dr. Dantzer, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Leiter der Klinik am Weserbogen in Nienburg, und erläutert: „Wirklich effiziente Lösungen bieten nur medizinische Eingriffe. Moderne Methoden wie eine Absaugung der Schweißdrüsen oder eine Behandlung mit Botox zeichnen sich als besonders schonend aus.“
Mit Saugkraft gegen Schweißperlen
Grundsätzlich muss vor einer Behandlung, unabhängig von den genutzten Methoden, ein Test stattfinden, um die gestörten Drüsen zu lokalisieren. Für eine dauerhafte Trockenheit unter den Achseln sorgt die Entfernung der Drüsen durch Absaugen. Dabei nimmt der Facharzt während der Behandlung einen minimalen Schnitt in der Achselregion vor. Anschließend führt er spezielle Instrumente unter die Haut, löst die Schweißdrüsen von der Unterhaut und saugt sie, wie bei einer Fettabsaugung, unmittelbar ab. Aufgrund der geringen Narbenbildung gehört diese Methode zu den minimalinvasiven Behandlungen und wird unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. „Zusätzlich schätzen Patienten sehr oft den Aspekt, dass auch Haare nach dem Eingriff fern bleiben, da mitunter Wurzeln während der Behandlung entfernt werden“, ergänzt Dr. Dantzer.
Spritze gegen Schwitzen
Einen noch kleineren Eingriff stellt eine Behandlung mit Botox dar. Der Wirkstoff ist längst aus der Schönheitschirurgie bekannt, doch nutzen Mediziner ihn zunehmend als Therapeutikum gegen Hyperhidrose. „Botox hemmt den Übertragungsstoff Acetylcholin und somit die vermehrte Schweißbildung an der Hautoberfläche“, erklärt Dr. Dantzer. Bei dieser Anwendung erfolgt eine gezielte Injektion an den zuvor getesteten Stellen. Direkt nach der Behandlung gehen die Patienten wieder nach Hause. Nach ungefähr zwei Tagen beginnt die Wirkung und hat das Maximum nach drei Wochen erreicht. Ab diesem Zeitpunkt hält die Wirkung bis zu sechs Monate. Kosten belaufen sich auf 900 Euro aufwärts. Auch für Körperbereiche wie Hände, Füße und Stirn eignet sich eine Botox-Behandlung, denn oft leiden Betroffene auch in diesen Regionen unter Hyperhidrose.
Weitere Informationen unter www.klinik-am-weserbogen.de.










