(openPR) Arbeitsmigration ist in vielen Teilen der Welt alltäglich. Bei den meisten Migrierenden steht dabei im Vordergrund, eine für sich und ihre Familien bessere wirtschaftliche Lage zu erreichen. Gleichzeitig ist die Migration häufig auch für die Entsendestaaten attraktiv, da diese an den finanziellen Zahlungen aus dem Ausland mitverdienen und der eigene Arbeitsmarkt entlastet wird. So auch in Indonesien, wo sich seit vielen Jahren niedrig-qualifizierte Frauen „zum Wohle der Familie“ entscheiden, diese zu verlassen und als Haushaltsarbeiterin im ökonomisch besser gestellten Singapur zu arbeiten. Welche Auswirkungen dies auf die familiären Strukturen hat, ist bisher kaum bekannt.
Yvonne Bach
Frauen in der Arbeitsmigration
Eine ethnographische Studie zu transnationalen Familien zwischen Singapur und Indonesien
regiospectra, berlin, 2013
format 225 x 155 mm, 402 seiten
isbn 978-3-940132-52-9
preis € 29,90 (D)
erscheinungstermin: 21. mai 2013
Diese Migrationsstudie beleuchtet anhand von Fallbeschreibungen das Leben der indonesischen Frauen in Singapur und ihrer Familienmitglieder. Ausgehend vom theoretischen Forschungsstand zu transnationalen Familien und sozialer Unterstützung werden Migrationspolitiken von Sende- und Empfängerland beschrieben. Im empirischen Teil werden einzelne Migrationsprojekte nachgezeichnet: von der Entscheidung zur Migration, über das Zurechtfinden der Frauen im neuen Länderkontext, ihre Aktivitäten, ihren Austausch mit der Familie, bis hin zu ihren Zukunftsperspektiven.
Die Autorin zeigt anschaulich und detailliert, wie die familiären Zusammenhänge auch über Ländergrenzen hinweg bestehen können und dass die Familien in allen Überlegungen und Entscheidungen der Migrantinnen stets präsent sind.
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