(openPR) Projektpartner nutzen biobasierten Rohstoff für unterschiedlichste technische Anwendungen
Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung ausgewählte strategische Allianz ‚Technofunktionelle Proteine‘ (TeFuProt) wurde heute auf den Deutschen Biotechnologietagen in Stuttgart vorgestellt. Die 14 Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt, aus landwirtschaftlichen pflanzlichen Reststoffen Proteinisolate und -modifikate zu gewinnen und so zu optimieren, dass sie als Grund- oder Zusatzstoffe für Farben, Reinigungsmittel, Baumaterialien, Schmier- und Kunststoffe sowie andere technische Anwendungen eingesetzt werden können. Dazu wollen sie Proteinderivate mit Eigenschaften auf den Markt bringen, die durch herkömmliche Materialien bislang nicht erreicht werden.
Unter der Konsortialleitung von ANiMOX arbeiten BioLink, Bunge, Clariant, Fraunhofer IVV, Fuchs Europe Schmierstoffe, die Hochschule München, HPX Polymers, Kronos, Landshuter Lackfabrik, Naturhaus Naturfarben, Vermop sowie ein Forschungsinstitut für wirtschaftliche und umweltrelevante Fragen zusammen. Die Industriepartner bilden die gesamte Wertschöpfungskette für die optimierten Proteinprodukte ab, von der Bereitstellung der Rohstoffe über die Aufreinigung und Modifikation bis hin zur technischen Nutzung in verschiedenen industriellen Anwendungen. Die Entwicklungsarbeiten der Unternehmen werden durch die genannten Forschungsinstitute unterstützt. Die IBB Netzwerk GmbH hat die Partner bei der Ausarbeitung der Allianz und der Projekteinreichung unterstützt und wird das administrative Projektmanagement übernehmen. Zusätzlich ist die IBB Netzwerk GmbH designierter Auftragnehmer für umsetzungsfördernde Maßnahmen.
Die Allianz „Technofunktionelle Proteine“ hat sich erfolgreich in der „Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beworben. Mit dieser Förderinitiative will das BMBF das Potenzial der industriellen Biotechnologie für den Klima- und Ressourcenschutz heben. Indem nachwachsende Rohstoffe als Ausgangsmaterial verwendet und biotechnologische Verfahren eingesetzt werden, können petrochemische durch biobasierte Produkte ersetzt werden. Somit kann der Energieeinsatz verringert werden. „Die strategische Allianz steht exemplarisch für den Wandel unserer Volkswirtschaft zu einer Bioökonomie: Weg vom Öl, hin zu nachwachsenden Rohstoffen“, sagte Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF, bei der Bekanntgabe der Allianz.
Dr. Axel Höhling, Geschäftsführer der ANiMOX, freut sich: „Proteine gehören wie Cellulose, Lignin und Fette zu den nachwachsenden Rohstoffen. Mit dieser Allianz können wir dazu beitragen, diesen unterschätzten Rohstoff jetzt auch technisch besser nutzbar zu machen.“ Für die kommenden sechs Jahre ist ein Gesamtprojektvolumen von ca. 9 Mio. Euro vorgesehen. Die beim BMBF beantragten Fördermittel betragen etwa die Hälfte des Gesamtvolumens der Allianz.









