(openPR) Roland Spranger hat für seinen Kriminalroman "Kriegsgebiete" den mit 5.000 Euro dotierten Friedrich-Glauser-Preis in der Hauptkategorie Roman erhalten. Die Auszeichnung wurde am 20. April 2013 in Bern im Rahmen des Festivals "Criminale", branchenintern auch die Oscarverleihung für Krimiautoren genannt, übergeben. Sprangers Geschichte dreht sich um einen Soldaten, der traumatisiert von einem Afghanistan-Einsatz zurückkehrt.
"Roland Spranger gelingt es mit beinahe sparsam zu nennenden Mitteln, eine beklemmende Stimmung zu erzeugen und zu halten. Ohne Effekthascherei, mit extrem glaubhaften Figuren, fesselnd. Zusammen mit dem Protagonisten wird der Leser durch die Handlung gehetzt, desorientiert und hilflos", begründet die Jury ihre Entscheidung. Die Preise in den weiteren Kategorien gingen an Marc-Oliver Bischoff in der Sparte Debüt für seinen Roman "Tödliche Fortsetzung", dotiert mit 1.500 Euro, den besten Kurzkrimi hat in den Augen der Jury Regina Schleheck mit der Kurzgeschichte "Hackfleisch" geschrieben. Der Preis in dieser Kategorie ist mit 1.000 Euro dotiert.
Der Ehren-Glauser für das Lebenswerk ging an den 71-jährigen Gunter Gerlach. Die Jury hält ihn für "Kult". Gerlach wehre sich seit drei Jahrzehnten auf "herausragende Weise" gegen den Mainstream und habe sein eigenes Genre innerhalb der Kriminalliteratur erschaffen. Verliehen werden die Glauser-Preise von der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur "Das Syndikat".
Über den Autor:
Roland Spranger, Jahrgang 1963, arbeitet als Betreuer in Wohneinrichtungen für psychisch Kranke und geistig Behinderte. Daneben betätigt er sich in Freien Theatergruppen und Live-Literatur-Projekten. 2002 erschien sein Roman "ThRAX" im Rake Verlag (Kiel), zudem hat er diverse Theaterstücke geschrieben, zuletzt "Das Comeback des Jahres", das im März 2012 auf der Kinder- und Jugendbühne "Kaschlupp!" in Detmold erfolgreich uraufgeführt wurde. Roland Spranger lebt und arbeitet in Hof.











