(openPR) Ehrung in München für "Bandbreitensimulation im Luftverkehrspassagiergeschäft" / „Mustergültige Lösung“ für Unsicherheiten periodischer Planung
München, 24. April 2013–Die Deutsche Lufthansa AG hat am Montag (22.04.2013) auf dem 38. Congress der Controller in München den renommierten „ControllerPreis“ des Internationalen Controller Vereins (ICV) erhalten. Der ICV würdigt damit das Lufthansa-Projekt „Bandbreitensimulation im Luftverkehrspassagiergeschäft“, das angesichts wachsender Volatilität immer größere Unsicherheiten der periodischen Planung mustergültig berücksichtigt.
„Der diesjährige Preisträger fokussiert auf einen speziellen und hochaktuellen Aspekt erfolgreicher Controllerarbeit. Bei der Lufthansa ist die Ausrichtung auf die periodische Planung als eine der Kernaufgaben von Controllern beispielgebend gelungen“, erläutert Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC), Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, die Entscheidung. „Durch das mustergültige Projekt wurden die Planungsinhalte grundlegend verändert: Eine neue Planungstechnik wird konsequent umgesetzt und es ist eine integrierte Nutzung des insgesamt immer noch nur wenig und zumeist nur ‚halbherzig‘ verwendeten Instruments der Simulation gelungen.“
Der ControllerPreis 2013 wurde nach drei Aspekten vergeben: 1. Nachhaltigkeit der Veränderung; 2. Nutzen für das gesamte Unternehmen, nicht allein für das Controlling; 3. Von den Controllern selbst federführend konzipiert und umgesetzt. Das Lufthansa-Projekt zeichnet eine Entwicklung von der einwertigen Planung zur Bandbreitenplanung aus. Die traditionelle „best case/Erwartungswert/worst case“-Logik der periodischen Planung wird überwunden. Darüber hinaus werden Planung und Risikomanagement verbunden; der Risikoaspekt wird systematisch in die periodische Planung integriert. Damit einhergehend werden die internen Modelle der Manager und der Controller verändert: „Risiko“ ist nun originärer Teil jeder Planung. Schließlich wird im Lufthansa-Projekt die Idee eines leicht nutzbaren Simulationstools professionell umgesetzt, dessen Komplexität systematisch reduziert wurde, um es wirklich handhabbar zu machen.
Die hohe Relevanz der mit dem ControllerPreis 2013 ausgezeichneten Lösung untermauern neueste Ergebnisse des WHU-Controllerpanels. Demnach findet eine systematische Berücksichtigung von mehrwertigen Erwartungen derzeit in der Praxis noch nicht statt. Simulations-, Bandbreiten- wie auch Treiber-basierte Planung wird nur selten angewendet. Auch bei den dahinter liegenden Methoden – wie z.B. Monte Carlo Simulationen – gibt es noch erhebliche Defizite. Fast jeder zweite Controller kennt dieses Instrument gar nicht. Insofern ist zu hoffen, dass das Beispiel Lufthansa Schule macht und mehr Unternehmen den Weg gehen, mehrwertige Erwartungen konsequent zu berücksichtigen.
Vorbilder für die Controlling-Gemeinschaft
Der ICV hat den mit 5.000 EUR dotierten Preis "ControllerPreis" auf dem 38. Congress der Controller, Europas größter Controlling-Fachtagung, zum 11. Mal verleihen. Die Einreichungen sind internationaler geworden; erstmals lagen der Jury Bewerbungen aus Polen und Moldawien vor. Der ICV-Jury gehören aus der Unternehmenspraxis Hillert Onnen (BLG Logistics Group), Luc Schultheiss (Endress+Hauser Flowtec AG), Hubert Tretter (t4t Management Consulting); aus der Wissenschaft Prof. Dr. Andreas Seufert (FH Ludwigshafen) und Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, (WHU – Otto Beisheim School of Management) an.
ControllerPreis-Träger waren bislang: Sick AG, Aventis Pharma, T-Online International, Kaufhof Warenhaus, Hansgrohe AG, Lufthansa City Line, Wittlinger Therapiezentrum/Dr. Vodder Akademie, Fiege, Bundesagentur für Arbeit, McDonald`s Deutschland, Otto Group.






