(openPR) Bessere Therapie-Ergebnisse, verkürzte Behandlungsdauer sup.- Eine zeitgleich kombinierte Strahlen- und Chemotherapie zur Bekämpfung von Krebserkrankungen erweist sich zunehmend als erfolgreich. Die so genannte simultane Radiochemotherapie verbessert nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) nicht nur die Heilungschancen, sie verkürzt auch die Behandlungsdauer für die Patienten. Die Therapien verstärken sich gegenseitig. Die Chemotherapie stoppt die Zellteilung der Krebszellen und unterstützt damit die Strahlentherapie, die den Tumor direkt bekämpft. Die Effizienz der simultanen Radiochemotherapie ist in den letzten Jahren bereits bei mehreren Krebsarten durch Studien belegt worden. Als Einsatzgebiete nennt der DEGRO-Präsident Prof. Jürgen Dunst bösartige Hirntumore, Kopf-Hals-Tumore sowie Krebserkrankungen in Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Mastdarm, Lunge und am Gebärmutterhals.
Optimiert werden kann die Radiochemotherapie durch den Einsatz einer innovativen Form der ionisierenden Bestrahlung mit Protonen anstelle der herkömmlichen Bestrahlung mit Röntgen. Die Hauptaufgabe der Strahlentherapie ist es, möglichst viel Strahlendosis in den Tumor zu bekommen bei gleichzeitig weitestgehender Schonung des umgebenden gesunden Gewebes. Diese Anforderungen, möglichst geringe Kollateralschäden zu erzeugen, werden durch hochenergetisch beschleunigte Protonen mit Abstand besser erfüllt als bei der Röntgenbestrahlung. "Protonen geben die meiste Energie erst unmittelbar im Tumorherd ab. Die Strahlenbelastung im gesunden Gewebe vor dem Tumor ist um den Faktor drei bis fünf geringer als bei der Röntgenbestrahlung. Hinter dem Tumor wird keine Strahlendosis abgegeben", erläutert Prof. Barbara Bachtiary vom Rinecker Proton Therapy Center (RPTC) in München. Nähere Informationen zur Protonentherapie sowie zur simultanen Radiochemotherapie sind unter www.rptc.de abrufbar.












