(openPR) Am Freitag, den 5. April wurde das Projekt des Paritätischen Bildungswerk Bundesverbandes e.V. im Frankfurter Römer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Zusammenarbeit mit der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ sowie der Vodafone Stiftung als „herausragende Bildungsidee“ ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßte die zahlreichen Gäste im Frankfurter Römer und würdigte das Engagement der jungen Männer, die sich im Projekt freiwillig engagiert haben. Josef Schädle, seit November 2012 neuer Vorsitzender des Paritätischen Bildungswerks BV, erwähnte in seiner Ansprache Hintergründe sowie Zahlen und Fakten zum Projekt.
Den Preis übergaben Dr. Torsten Geißler vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Sandro Krauss, Leiter der Pressestelle der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" nach einer jeweiligen Laudatio. Uwe Weppler, Geschäftsführer des Paritätischen Bildungswerks BV e.V., bedankte sich bei allen Projektbeteiligten, vor allem auch bei den zahlreich versammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der mitwirkenden sozialen Einrichtungen und den Jungen.
Bei dem Freiwilligendienst „Soziale Jungs“ engagieren sich Jungen im Alter von 14-16 Jahren regelmäßig für insgesamt 80 Stunden in sozialen Einrichtungen. Am Ende erhalten sie einen Kompetenznachweis, den sie z.B. bei einer Bewerbung um eine Praktikums- oder Ausbildungsstätte vorlegen können. Das Projekt möchte die Bildungschancen von benachteiligten Jugendlichen verbessern und die beruflichen Perspektiven erweitern.
„Soziale Jungs“ startete 2005 als Bundesmodellprojekt für generationsübergreifende Freiwilligendienste, Initiator ist das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main. Von 2009 bis 2012 wurde „Soziale Jungs Multikulti“ mit dem Schwerpunkt „Verbesserung der Bildungschancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund“ durchgeführt. Es wurde vom Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa und der Stadt Frankfurt gefördert. Beim Projekt „Soziale Jungs Multikulti“ haben sich von 2009-2012 insgesamt 80 Frankfurter Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren engagiert. 68 soziale Einrichtungen boten Plätze für die Freiwilligen an, darunter viele städtische Kitas.
Das Projekt wurde bundesweit durch die „Transferagentur Sozialer Freiwilligendienst für Jungen“ vom Paritätischen Bildungswerk vorgestellt, die Interessierte beim Aufbau eines Freiwilligendienstes beriet, unterstützte und vernetzte. Soziale Jungs gibt es mittlerweile auch in Hamburg, Aachen, Mannheim, Sachsen, Saarland/Rheinland-Pfalz, Lübeck und Maintal. Auch für dieses Jahr plant das Paritätische Bildungswerk ein Netzwerktreffen.
"Soziale Jungs SoKo" als Folgeprojekt mit neuem Schwerpunkt
Seit Juli 2012 läuft in Frankfurt das Projekt "Soziale Jungs SoKo". SoKo steht für "Soziale Kompetenzen", die durch den Freiwilligendienst gefördert werden sollen. Den Schwerpunkt des Projektes stellt die berufliche Orientierung dar. Neben dem regelmäßigen, freiwilligen Engagement der Schüler in ihrer Einsatzstelle werden sie über soziale Berufe wie den des Erziehers, Kranken- oder Altenpflegehelfers u.a.m. sowie über die entsprechenden Ausbildungswege informiert. Das Projekt wird aus Mitteln des Hessischen Sozialministeriums und dem Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt gefördert.
Ein Einstieg in das Projekt veranstaltet das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. jedes Jahr am Boys‘ Day (25. April) eine Afterwork-Party, bei der Jungen, denen der Schnuppertag in einer sozialen Einrichtung gefallen hat, sich für das Projekt anmelden können.













