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Experteninterview INTENSE: Vorteile durch die Verwendung von IDEX und Common Layer

11.04.201314:35 UhrIT, New Media & Software
Bild: Experteninterview INTENSE: Vorteile durch die Verwendung von IDEX und Common Layer

(openPR) Würzburg, 11. April 2013. Die Solution Experts Gerhard Schön und Andreas Solf blicken auf jeweils über 10 Jahre Projekterfahrung im Bereich der Marktkommunikation zurück. Ihre Projektlaufbahnen beinhalten die Konzeption, Implementierung und Qualitätssicherung von Marktkommunikationslösungen, –prozessen und –monitorings. Die technologische Basis bildeten sowohl die IDEX-Frameworks der SAP, als auch komplette Eigenentwicklungen der Kunden. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Lieferantenwechsel UTILMD, Ablesung MSCONS, sowie den WiM-Formaten und GaBiGas/MaBiS-Prozessen.


Die Marktformatumstellungen zum 01.04. und 01.10. jeden Jahres sind in der Versorgungsbranche ein ständiger Begleiter und konsequenter Aufwandstreiber. Die SAP AG liefert in diesem Bereich die neue Basis-Architektur IDEX Common Layer aus, was hat der Kunde zu erwarten?
Hr. Schön: Die SAP harmonisiert die Architekturen von IDEX-GE/GG/GM zur neuen technischen Basis IDEX Common Layer. Aus unserer Sicht ergibt sich dabei eine Win-Win-Situation: Die SAP erreicht erhöhte Wiederverwendbarkeit und reduzierten Wartungsaufwand. Für den Kunden sinkt der Aufwand bei Marktformatumstellung und neuen Prozessvorgaben und neue Features sind verfügbar. Die in unseren Projekten oft schmerzlich vermisste Dynamik für kundenindividuelle Realisierungen ist endlich vorhanden. Wer den Standard nutzt, ihn sinnvoll erweitert und optimiert, hat aus unserer Sicht die besten Chancen am Markt. Welche konkreten Vorteile hat der Kunde aus Ihrer Sicht durch die Einführung des Common Layer?
Hr. Schön: Wir sehen durch die neue Architektur vor allem mittelfristig Ersparnisse für den Kunden. Die starre Architektur der alten IDEX-Pakete hat Anpassungen erschwert und jede Marktformatumstellung war mit großem Aufwand verbunden. Hier kommt die Flexibilität und die Granularität des neuen Frameworks positiv zum Tragen: Es muss nicht immer der gesamte Workflow oder die gesamte zentrale Formatklasse überarbeitet werden. Gleichzeitig können viele individuelle Anforderungen über das Customizing vorgenommen werden.
Hr. Solf: Um diese Vorteile nutzen zu können, muss die komplexe Architektur des Frameworks als Ganzes verstanden und angewandt werden. Ansonsten entfallen diese Vorteile und die Aufwände steigen langsam wieder auf das alte Niveau. Wir empfehlen hierzu aufmerksame und kritische Reviews der Fach- und IT-Konzepte als konsequente Qualitätssicherungsmaßnahme.
Was bietet IDEX Common Layer Neues aus Sicht des Endanwenders? Welche Vorteile hat der Sachbearbeiter im Tagesgeschäft?
Hr. Solf: Zentrales Objekt ist das neue Prozessdokument, welches eine erweiterte Form des Wechselbeleges ist. Die Darstellung, d. h. informatorische Felder, Reiter usw. sind dabei für den jeweiligen Prozess frei konfigurierbar. Dem Bearbeiter können nun alle für die Analyse und Bearbeitung notwendigen Informationen mitgegeben werden. Zusätzlich steht eine ausführliche fachliche Protokollierung der im Prozess ausgeführten Vorgänge und Prüfungen zur Verfügung, um den Anwender zu unterstützen. Die direkte BPEM-Ansteuerung im Fehlerfall, auch aus dem Prozessdokument heraus, beschleunigt die Bearbeitung. Die aufwendige Suche nach den passenden Workitems zum Wechselbeleg entfällt genauso wie die relativ eingeschränkten Möglichkeiten der Workitem-Bearbeitung.
Was liefert der Common Layer aus technischer und prozessualer Sicht für den Kunden?
Hr. Schön: Wichtige Punkte sind hier sicherlich der Wechsel vom statischen Workflowmonolithen zum frei per Customizing steuerbaren Workflow. Der Workflow dient dabei aber primär der Hintergrundverarbeitung und nicht mehr der Sachbearbeitersteuerung und Abarbeitung. An diese Stelle tritt die direkte Ansteuerung von SAP BPEM und löst somit die altbekannte Sachbearbeiter-Entscheidung ab. Dies liefert neue Optimierungspotentiale vor allem durch gezieltere Unterstützung der Sachbearbeiter. Das Fehlermanagement kann zentralisiert werden und nicht für jeden Prozess- oder Prozessschritt ist mehr ein eigens entwickeltes Monitoring zur Überwachung notwendig.
Aus der reinen Formatsicht ist vor allem zu erwähnen, dass das aktuelle UTILMD-Format 5.0 voll unterstützt wird und die Auslieferung zu den Prozessen der GPKE 2.0-kompatibel ist. Hierfür werden neue Basistypen ausgeliefert, die auch in der EAI und eventuell vorhandenen Marktkommunikations-Tools integriert werden müssen.

Wie positioniert sich die INTENSE AG im Common-Layer Umfeld?
Hr. Solf: Wir versuchen grundsätzlich jede neue Technologie der SAP kritisch zu hinterfragen, um den echten Kundenmehrwert herauszuarbeiten. Nur so können wir unsere Kunden optimal beraten. Hierfür suchen wir die direkte Nähe der SAP, z. B. während der Acceptance Tests des Common Layers oder auch beim Thema SAP Business Prozess Tracking (SAP BPT). Zusätzlich prägen wir den Common Layer in unseren internen Systemen aus und betrachten Synergieeffekte zwischen den Technologien IDEX Common Layer, SAP BPT, SAP BPEM und unseren AddOns. So ergeben sich oft neue Lösungsoptionen für unsere Kunden.
Welche Empfehlung geben Sie Ihren Kunden?
Hr. Schön: Wir empfehlen den zeitnahen Umstieg auf IDEX Common Layer auf technischer und prozessualer Basis, um schnellstmöglich von der neuen Technologie zu profitieren. Aufgrund der oft raren Expertisen und Kapazitäten raten wir zu einem schrittweisen Umstieg, der dem Kunden auch die notwendige Sicherheit bietet. Auch die Schulung der Endanwender darf nicht zu kurz kommen, um eine hohe Akzeptanz der Lösung zu schaffen. Insbesondere für Unternehmen, die sich in der Marktkommunikation früh und weit vom Standard entfernt haben, bietet die neue Lösung jetzt die Möglichkeit, um einen Business Case durchzurechnen, der einen Rückbau auf Basis von IDEX Common Layer beinhaltet.
Ansonsten empfehlen wir immer die Augen und Ohren für die Weiterentwicklungen im IDEX Bereich offen zu halten, um nahe am Standard zu bleiben und damit eventuell teuren Eigenentwicklungen entgegenzuwirken. So arbeitet die SAP aktuell an der Lösung SAP GENF (IDEX German Energy Feeding) für die Marktprozesse für Einspeisestellen.
Hr. Solf: Aus unserer Sicht ist es auch wichtig die bestehenden Implementierungen kritisch zu hinterfragen: Muss jedes historisch gewachsene Feature in die neue Welt übernommen werden? Ist die Implementierung heute noch aktuell und sinnvoll? Ist eine Überarbeitung oder ein Refactoring notwendig, um die Fehleranfälligkeit zu reduzieren und die Wartbarkeit zu erhöhen? Soll der betroffene Prozess beibehalten, vereinfacht oder umgestaltet werden? Ein weiterer kritischer Erfolgsfaktor ist auch das Entwicklerteam: hat es Erfahrungen im Bereich der objektorientierten Entwicklung, Architektur und der Design Patterns? Kennen die Entwickler Technologien wie BADIs ausreichend? Verstehen sie fachlich, was umzusetzen ist? Wir unterstützen den Kunden gerne mit unseren fachlichen und technischen Expertisen und unseren langjährigen Erfahrungen am Markt, die wir sowohl in Marktkommunikations-Projekten, als auch über unseren Quick Improvement Check zur Marktkommunikation gesammelt haben.
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