(openPR) Das Umspannwerk an der Berliner Prinzregentenstraße steht unter Strom. Denn am Wochenende vom 12. bis 14. April werden hier die Offenen Deutschen Flippermeisterschaften ausgetragen. Über 100 Flipper ziehen jede Menge Strom aus den Leitungen, 192 Turnierteilnehmer liefern sich Duelle voller Hochspannung. Das Spielfeld, die schiefe Ebene in den kultigen Flipperkästen, leistet den Widerstand, und am Ende könnte der auf dem Siegertreppchen ganz oben landen, dessen Akku noch die größten Reserven hat.
Die Kondition der Teilnehmer ist gefragt, denn in diesem Jahr hat der Veranstalter des Events, der 1. Verein Deutscher Flipperfreunde, drei Tage eingeplant und den Ablauf entzerrt. „Das hat den Vorteil, dass ein großes Feld mit 192 Teilnehmern starten kann“, erläutert Christian Bartsch. „Damit tragen wir auch der ungebrochenen Popularität des Flippers Rechnung“, so der Vorsitzende des Flippervereins, der berichtet, dass die Automaten zwar aus den Kneipen verschwunden sind, in gleichem Maße Privatsammler aufgerüstet haben. Wer einmal mit dem Flippervirus infiziert ist, findet schnell zum Zweitgerät. Und es gipfelt teils in imponierenden Sammlungen von hundert und mehr Pinballs.
Der 3-Tage-Flippermarathon bietet auch Hobbyspielern aus Berlin und der Region die Gelegenheit, ins Geschehen einzugreifen. Denn in der Qualifikation am Freitag von 10 bis 19 Uhr werden 96 Startplätze ausgespielt. Teilnehmen kann jeder, ganz ohne Voranmeldung, und das Turniersystem „Family Mode“ garantiert den Pinheads mehrere Spiele. Das Startgeld beträgt 10 Euro.
Die Flipperproduktion war in den vergangenen Jahren Sache von Stern Pinball aus Chicago. Monopolist Gary Stern nutzt Lizenzthemen aus Kino, Musik und der Spielewelt, die optisch, akustisch und nicht zuletzt durch das komplexe Regelwerk umgesetzt werden. Stern setzt dabei auf den Wiedererkennungseffekt. „AC/DC“, die „Rolling Stones“, „Avengers“ und „X-Men“ setzen die Flippertradition fort.
Premiere von neuen Produzenten
Doch jetzt freut sich die Flipperszene, dass im Rahmen der Deutschen Meisterschaften neue Produzenten ihre Entwicklungen vorstellen und Stern Konkurrenz machen. Ganz viel Anlaufzeit brauchte „Jersey Jack Pinball“, um das erste Modell „Wizard of Oz“ zur Serienreife zu bringen. Ebenfalls neu am Markt ist Heighway Pinball, die ihren Erstling „Full Throttle“ in Berlin präsentieren. Aus Deutschland stellt „Brennraum“ die Neuheit „Outbreak“ vor.
Seit jeher beinhaltet der Flipper eine geballte Ladung Technik, zudem präsentiert er sich immer auch als eine optische Wucht. Wobei die Grafiker und Entwickler stets auf einem schmalen Grat wandern. Hält das Spielfeldkonzept nicht, was die animierende Grafik verspricht, wird sich der Spieler schnell vom Gerät abwenden. Und auch die Spielfeldaufbauten und das Regelwerk müssen immer so ausbalanciert sein, dass der Neuling nicht verschreckt wird. Der Profi hingegen muss genug zu knabbern haben, damit er möglichst oft ans Gerät zurückkehrt, bis er den finalen Modus geknackt hat.
Über 100 Flipper aus vier Generationen
Weit über 100 Maschinen werden für die „German Open“ vom 12. bis zum 14. April im Umspannwerk aufgebaut. Sie repräsentieren vier Generationen Flippergeschichte, von der elektromechanischen Ära über die „Early Electronics“ (ab 1977) und den „Dot-Matrix-Pins“ (ab 1990) bis hin zu den Neuheiten, bei denen anstelle der bunten Kopfscheibe ein LCD-Monitor das Motiv zeigt und die Punktwertung einblendet.
Rund um das Hauptereignis mit dem am Sonntag ausgespielten Finale gibt es ein Klassikturnier an älteren Pinballs und – ebenfalls sonntags – ein Kinderturnier. Außerdem bieten diverse Shops Flipper und Ersatzteile, eine Tombola verhilft dem Gewinner des Hauptpreises zum ersten eigenen Gerät. Eine Veranstaltung also mit hohem Spaßfaktor für die ganze Familie. Dem wird auch mit günstigen Eintrittspreisen Rechnung getragen. Die Tageskarte kostet 5 Euro, die 3-Tageskarte 10 Euro, danach hat man Freispiel an allen Geräten. Wer es über die Qualifikation am Freitag noch ins Hauptturnier schafft, muss zusätzlich 10 Euro Teilnahmegebühr entrichten. Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei. Also: stromern Sie durch die Flipperreihen, entspannen Sie im Umspannwerk, und laden Sie Ihren Akku wieder auf.
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Kasten:
Fakten zur Deutschen Flippermeisterschaft 2013
Termin: 12., 13. und 14. April 2013, Einlass jeweils ab 9 Uhr.
Ort: Umspannwerk Prinzregentenstraße, Waghäuseler Straße 16, 10715 Berlin, Stadtteil Wilmersdorf.
Eintrittspreise: Tageskarte 5 Euro, 3-Tageskarte 10 Euro, Teilnahme an der Qualifikation Freitag 10 Euro, Turnierteilnahme 10 Euro zusätzlich, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Infos im Netz: www.flipperverein.de
Kurztext:
Die Deutschen Flippermeisterschaften 2013 finden vom 12. bis 14. April in Berlin statt. Veranstalter ist der 1. Verein Deutscher Flipperfreunde, der zu dem Event Spitzenspieler aus Deutschland, aber auch aus ganz Europa erwartet. Besucher, die mal wieder eine mehr oder minder entspannte ruhige Kugel schieben wollen, haben dazu an über 100 Topflippern die Gelegenheit. Weitere Turniere für Kinder und an klassischen Flippern stehen am Sonntag, 14. April 2013 auf dem Programm. Mehr Infos im Netz unter www.flipperverein.de.













