(openPR) Als erste Klinik in Nordrhein-Westfalen setzt das Hospital zum Heiligen Geist in Kempen mit Facharzt und Kniespezialist Elmar Rakebrand neue Standards im Bereich der Knieendoprothetik: Auf der Basis dreidimensionaler Bilddaten aus dem Kernspintomografen können die individuellen Bewegungsachsen des Knies exakt bestimmt und das Implantat entsprechend patientenoptimiert eingebracht werden.
Je älter der Mensch wird, umso stärker belastet werden auch Knochen und Gelenke. Tatsächlich ist der demografische Wandel einer der wichtigsten Faktoren für die stetig steigende Anzahl an benötigten Gelenkprothesen – über 200.000 Kniegelenke sind es jährlich alleine in Deutschland. Hauptursache Nummer 1: Gelenkverschleiß. Hier existieren zahlreiche Faktoren, die die individuelle Beanspruchung eines Kniegelenks beeinflussen, unter anderem Aktivitätsgrad, genetische Voraussetzungen oder auch Krankheiten und Unfälle. Hinzu kommen die Bewegungsachsen, die sich von Mensch zu Mensch immer ein wenig unterscheiden. Knie ist also nie gleich Knie. Eine einfache Erkenntnis, die die Endoprothetik jedoch vor große Herausforderungen stellt.
Weil kein Knie dem anderen gleicht
„Im Regelfall werden Implantate heutzutage auf der Grundlage klinischer Durchschnittswerte ausgerichtet. Wie aber das Wort schon ausdrückt, wird Durchschnitt nicht allen Patienten gerecht“, erklärt Kniespezialist Elmar Rakebrand. Der Facharzt für orthopädische Chirurgie widmet sich im Hospital zum Heiligen Geist in Kempen speziell den Patienten, die die Abteilung für Unfall- und Orthopädische Chirurgie unter der chefärztlichen Leitung von Dr. Stefan Hinsenkamp aufgrund von Knieproblemen aufsuchen. Über 4.000 Knieprothesen hat er in seiner Laufbahn bereits eingesetzt. Die Anforderungen seiner Patienten kennt er entsprechend ganz genau: „Natürlich haben Stabilität und Sicherheit des Kunstgelenks oberste Priorität“, erklärt Elmar Rakebrand. „Daneben ist es unseren Patienten jedoch immer wichtiger, ein Implantat zu erhalten, das sie nicht als Fremdkörper wahrnehmen, sondern das ihnen ein natürliches Kniegefühl verschafft – so wie es eben das eigene früher einmal getan hat.“
3D-Modelle für eine exakte Platzierung
Durchschnittswerte reichen hier nicht mehr aus – vielmehr geht der Trend hin zur patientenindividualisierten Prothese. Schon die Einführung der speziellen Frauenknieprothese, einem speziell auf die Anatomie der Frau abgestimmten Kniegelenk, vor einigen Jahren war ein großer Erfolg. In Kempen geht man nun mit der OtisMed® Shape-Match®-Technologie der Firma Stryker als erstes Haus in ganz Nordrhein-Westfalen noch einen Schritt weiter; indem nämlich das neue Gelenk tatsächlich an der Anatomie des eigenen ausgerichtet wird. Per MRT werden die individuellen Außenkonturen und Bewegungsachsen des Knies ganz präzise in 3D-Bilddaten gescannt, auf Basis derer anschließend am Computer ein dreidimensionales Modell des Kniegelenks angefertigt werden kann. Schritt für Schritt wird dann das junge Knie, so wie es vor Beginn der Verschleißerscheinungen ausgesehen hat, mit seinen genauen Drehachsen und Gelenkflächen rekonstruiert und ermittelt, wie das Implantat ausgerichtet werden muss, um absolut natürliche Bewegungsabläufe zu ermöglichen. Der Planung entsprechend wird schließlich ein sogenannter Schnittblock individuell angefertigt, der dem Chirurgen später als eine Art Schablone für die exakte Ausführung der Knochenschnitte dient. Das Ergebnis: eine verkürzte Operationszeit bei gleichzeitig exakterer Implantatausrichtung und einem natürlichen Bewegungsablauf nach der OP.
„Die OtisMed® Shape-Match®-Technologie birgt für Patienten und Operateur nur Vorteile. Dass wir zu den europaweit 20 Kliniken gehören, die diese einsetzen dürfen, zeigt uns natürlich, dass wir mit unserer fachlichen Ausrichtung und medizinischen Expertise auf dem richtigen Weg sind“, so Dr. Clemens Guth, Geschäftsführer des Hospitals zum Heiligen Geist. Dass Erfahrung auch von der modernsten Technologie nicht ersetzt werden kann, zeigt auch der naturnahe Kniegelenksersatz. Denn die letztendliche Entscheidung über die Implantatausrichtung obliegt am Ende immer dem Operateur. Er nimmt bei der Planung am Computer bei Bedarf letzte Änderungen vor und gibt die Plandaten für die Produktion final frei. „Ohne einen Experten wie Herrn Rakebrand hätten wir den Zuschlag sicherlich nicht bekommen“, so Dr. Clemens Guth.











