(openPR) Frankfurt am Main, 19. März 2013 – Tinnitus- und Hyperakusis – zwei Krankheiten, die eng miteinander verbunden sind. Gerne gesellt sich Schwerhörigkeit dazu. Wie kann nun Menschen geholfen werden, die gleichzeitig zu viel und zu wenig hören? Der Einsatz eines Kombinationsgeräts, das zum einen ein angenehmes Rauschen erzeugt und gleichzeitig ein Hörgerät ist, kann hier helfen.
„Vor gut zwei Jahren fing es an“, sagt Petra F. „Es hörte sich an, als würde sich in meinem Kopf eine kreischende Kreissäge befinden. Ich habe zudem sehr schlecht gehört, hinzu kam auch noch eine Überempfindlichkeit auf Geräusche.“ Nur eine einzige dieser Belastungen würde die meisten von uns bereits rasend und nervös machen. Für Petra F. bedeutete es damals, sich für zehn Wochen in eine Klinik zurückzuziehen, um endlich wieder etwas zur Ruhe zu kommen.
Nach dem Klinikaufenthalt wurde Petra F. an das Tinnitus- und Hyperakusiszentrum AKUSTIKA SPEZIAL in Frankfurt am Main zur ambulanten Betreuung verwiesen. Dort bekam sie ein Kombinationsgerät, das ihr half, den Alltag mit Tinnitus, Hyperakusis und Schwerhörigkeit zu bewältigen.
+ Das „Rosa Rauschen“ dämpft den Tinnitus +
Das Kombinationsgerät erzeugt ein angenehmes Rauschen – das sogenannte „Rosa Rauschen“ –, das individuell eingestellt werden kann und als „Schmerztablette“ gegen den Tinnitus wirkt. Im Fall von Petra F. ist das „Rosa Rauschen“ ein zartes, gedämpftes Tieftonrauschen. Dieses Rauschen sorgt dafür, dass die „Kreissäge“ nicht mehr so laut ist, in den Hintergrund rückt. Wichtig beispielsweise, wenn der Tinnitus am Schlafen hindert.
Die andere Komponente ist ein Hörgerät bzw. Frequenzverstärker. „Der Frequenzverstärker stimuliert die Hochtonfrequenzen, die bei partiellen Hörverlusten häufig als erstes ausfallen. Dadurch wird auch der Tinnitus gedämpft und ein besseres Sprachverstehen ist möglich“, sagt die Hörakustik-Meisterin Gabriele Lux-Wellenhof, die bei AKUSTIKA SPEZIAL seit langem erfolgreich mit dem Gerät arbeitet. Man kann bei Bedarf zwischen den Funktionen „Rauschen“ und „Verstärken“ umschalten.
+ Bereits nach kurzer Zeit ein Gefühl der Erleichterung +
Petra F. ist sehr zufrieden mit dem Kombinationsgerät. Der Tinnitus ist im Griff, sie fühlt sich ruhiger, ausgeglichener, gelassener. Der Effekt auf die Hyperakusis ist eher indirekt – doch durch die größere Gelassenheit kann Petra F. jetzt die Überempfindlichkeit ihres Gehörs länger ertragen, muss nicht immer gleich den Rückzug antreten, wenn es etwas lauter wird. „Durch das Kombinationsgerät und stressmindernde Entspannungsübungen habe ich wieder deutlich mehr Lebensqualität gewonnen“, sagt sie. „Man könnte mir vieles wegnehmen, es würde mir nicht fehlen – aber mein Kombinationsgerät gebe ich nicht mehr her“, ergänzt sie lachend.
+ Anerkannte Therapie +
Gabriele Lux-Wellenhof und der Frankfurter HNO-Arzt Dr. Roy Süssmann, das Team, das Petra F. betreut, können das gut verstehen: „Jeder Tinnitus ist individuell“, sagt Dr. Süssmann. „Doch wir haben aufgrund jahrelanger Erfahrung mittlerweile eine großes Spektrum an Therapiemöglichkeiten, um auf diese Individualität einzugehen. Und das Kombinationsgerät leistet hier sehr gute Dienste.“ Und Lux-Wellenhof ergänzt: „Für die Patienten ist es auch wichtig, dass diese Therapien – Rauschgeräte, Kombigeräte, Hochton-Kombigeräte – teilweise bis ganz von den Krankenkassen erstattet werden, da die Wirkungsweise mit Studien belegt ist.“
+ Ursachen für Tinnitus +
In Deutschland leiden Schätzungen zufolge rund zwei Millionen Menschen an einem Tinnitus, das heißt, sie nehmen dauerhaft Geräusche oder Töne wahr, die in der Umwelt nicht vorhanden sind. Neueste Forschungen berichten von 426 verschiedenen Ursachen für Tinnitus, z. B. Hörsturz, starker Lärm, Knalltrauma, Schädel-Hirn-Traumata und vieles mehr. Dadurch werden die Sinneszellen im Innenohr geschädigt, die Nervenzellen „melden“ dem Gehirn Töne wie Klingeln, Piepen oder Rauschen, die als unangenehm, oft sogar als bedrohlich empfunden werden.
Die Betroffenen nehmen diese Geräusche ständig wahr, so dass es in der Folge zu Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen und Depressionen kommen kann. Ein Tinnitus kann in jedem Alter auftreten und sollte so schnell wie möglich behandelt werden. Als Faustregel gilt: Wenn ein Geräusch länger als 24 Stunden anhält, sollte man einen HNO-Facharzt aufsuchen.
Mehr Informationen gibt es auf der Website www.ohrensausen.de – hier finden Interessierte ausführliche Informationen zu den Themen Tinnitus, Hyperakusis u.ä.












