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In-Ear-Plugs: Die Enttarnung eines Mythos

12.03.201316:19 UhrGesundheit & Medizin
Bild: In-Ear-Plugs: Die Enttarnung eines Mythos
Hörexperte Mike Gerl
Hörexperte Mike Gerl

(openPR) Prien, 12.3.2013 – „Die Ängste um Hörschäden durch Im-Ohr-Kopfhörer sind völlig übertrieben.“ Davon ist Mike Gerl, Hörgeräte-Akustiker und Hörexperte, überzeugt. Die sogenannten „In-Ear-Plugs“ seien nicht gefährlicher als normale Kopfhörer – vorausgesetzt, sie würden richtig benutzt.



Immer mehr junge Leute laufen mit Kopfhörern durch das Leben. Das lässt Gesundheitsapostel Alarm schlagen, die vor der Gefährlichkeit des stundenlangen Hörens warnen, vor allem wenn die Geräuschquelle im Gehörgang steckt, wie im Falle der In-Ear-Plugs. Die Mythen reichen dabei von verstopften Gehörgängen, Entzündungsherden bis zu Gleichgewichtsstörungen und Schwindel zum dauerhaften Gehörschaden. „Das meiste ist Blödsinn“, so Hörexperte Mike Gerl.

Für eine dauerhafte Hörschädigung bedarf es beispielsweise einer bestimmten Kombination aus Lautstärke und Zeit: „Je lauter, desto kürzer darf ich nur hören. Im Umkehrschluss: Je leiser, desto länger kann ich mich beschallen lassen, bis mein Gehör dauerhaft geschädigt wird. Der Hörexperte nennt als Beispiel die Diskothek, wo es etwa 100 bis 120 Dezibel laut ist. Eine Stunde Tanzen sei dabei aber noch kein Problem, die „Einwirkzeit“ sei zu kurz. Um das Gehör dauerhaft zu schädigen, müsse man es schon einige Stunden aushalten. „Immer wenn etwas Neues aufkommt, neigen viele zur Panikmache. Aber die erste Diskogeneration wurde insgesamt nicht schwerhöriger als die Generationen davor.“ So sei es auch mit den Kopfhörern: „Ein Mensch redet mit etwa 65 und schreit mit 80 Dezibel. Wer Musik mit 65 Dezibeln hört, der kann das stundenlang tun, lauter entsprechend kürzer.“

Das Problem ist die dabei die subjektive Schmerzgrenze jedes Menschen – die Lieblingsmusik wird gerade laut als angenehm und erfüllend empfunden. Ob man zu laut Musik hört, ist deshalb oft schwer einzuschätzen. Doch Hörexperte Mike Gerl setzt auch auf gesunden Menschenverstand und Intuition: „Jeder Mensch hat einen angeborenen Selbstschutz-Instinkt. Irgendwann sollte auch der Heavy-Metal-Liebhaber merken, dass es unangenehm im Ohr wird.“ Für abgestumpfte Dauerhörer und Zweifler hat Mike Gerl einen Tipp: Eine halbe Stunde mit Kopfhörern in der gewohnten Lautstärke Musik hören und danach die Ohrhörer herausnehmen. „Wenn ich danach ein taubes Gefühl habe und die Ahnung, etwas schlechter zu hören – dann war es zu laut.“

Das mangelnde Gefühl für Lautstärke ist also durchaus eine Gefahrenquelle. Dabei ist es aber egal, ob die Musik aus einer Box schallt oder direkt im Gehörgang erzeugt wird. In-Ear-Plugs sind auch im Verruf, für Entzündungen im Ohr verantwortlich zu sein. „Es ist richtig, dass man jedes Mal, wenn man die Plugs in die Ohren steckt, noch einiges mit hineinbefördert, Staub aus der Tasche, vor allem Fett und Talg von der Haut“, so Akustikermeister Mike Gerl. „Das sind Eiweißprodukte, die einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze bieten.“ In der Dunkelheit und warmen Feuchte können daher Pilze und Bakterien gedeihen. Das Ergebnis: Juckreiz und Entzündungen, die auch heftige Folgen haben können. Idealerweise sollte man deshalb nach jedem Gebrauch die Ohrstöpsel reinigen. Ein Taschentuch in Alkohol oder Desinfektionsmittel getränkt sei dabei völlig ausreichend. Wer das nicht schafft, sollte wenigstens einmal am Tag oder vor der nächsten Benutzung daran denken.

Ein wahrer Mythos ist die angebliche Störung des Gleichgewichtssinnes durch den verstopften Gehörgang – mit Schwindel als Folge. „Der Gleichgewichtssinn sitzt nicht im Mittelohr, sondern ist ein komplexes System, das mit dem Innenohr verbunden ist“, klärt Mike Gerl auf. Hörgeräteträgern mit In-Ohr-Geräten oder Trägern von Hörschutz würde es ja ansonsten auch schwindlig werden.

Wer also seine In-Ear-Plugs regelmäßig reinigt und auf die Lautstärke achtet, kann beruhigt den ganzen Tag seiner Lieblingsmusik lauschen. „Die meisten Menschen nehmen unbewusst nach einer bestimmten Zeit die Hörstöpsel heraus, weil sie etwas Unbestimmtes stört.“ Das sei meistens die Lautstärke, Druck oder ein Juckreiz. Wer so ergriffen vom Hörerlebnis ist, dass er sonst nichts mehr spürt, sollte sich die oben beschriebenen Ratschläge zu Herzen nehmen. „Wie mit allem kommt es auf die richtige Dosis und die korrekte Anwendung an“, so Hörexperte Mike Gerl.

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