openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Bundesarbeitsgericht: Diskriminierung eines 36jährigen Berufsanfängers

11.03.201316:37 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bundesarbeitsgericht: Diskriminierung eines 36jährigen Berufsanfängers
ADVOVOX - Ihr Ansprechpartner im Arbeitsrecht
ADVOVOX - Ihr Ansprechpartner im Arbeitsrecht

(openPR) Mit der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vom 18.08.2006 stehen insbesondere Arbeitnehmern vielfältige Ansprüche zu, wenn sie von einem Arbeitgeber aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung, Alter oder sexueller Ausrichtung diskriminiert werden.

Wird ein 36-jähriger Bewerber im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens in ein Ausbildungsprogramm für „Berufsanfänger“ abgelehnt, so ist dies ein Indiz für Altersdiskriminierung - entschied das Bundesarbeitsgericht in einem aktuellen Urteil vom 24.01.2013 (Aktenzeichen: 8 AZR 429/11).

Der Kläger war zum Zeitpunkt der Bewerbung 36 Jahre alt und hatte bereits acht Jahre Berufserfahrung. Er bewarb sich für ein Programm der Beklagten, das sich an „Young Professionals/Hochschulabsolventen“ als Berufsanfänger richtete.

Das Bundesarbeitsgericht sah in der Ausschreibung, die sich nur an „Young Professionals“ im Sinne von Berufsanfängern richtete, ein Indiz für einen diskriminierenden Auswahlprozess. Der Arbeitgeber hat nun im weiteren Verlauf des Verfahrens zu beweisen, dass das Bewerbungsverfahren gänzlich anhand von anderen, vom Alter unabhängigen Kriterien durchgeführt wurde.

Haben auch Sie Fragen zur Gleichbehandlung in Bewerbungsverfahren und dem AGG?

In allen Fragen des Arbeitsrechts berät Sie die ADVOVOX Rechtsanwalts GmbH mit exzellenter Fachkenntnis und hervorragendem Service. Sie versteht sich als loyaler Dienstleister für Unternehmen und private Mandanten im In- und Ausland.

Wir bieten Ihnen in allen unseren Tätigkeitsbereichen:

• Beratung und Betreuung auf fachlich höchstem Niveau
• persönlichen Kontakt zum bearbeitenden Rechtsanwalt
• profunde Branchenkenntnis und transparente Fallbearbeitung
• faire Preisgestaltung und exzellenten Service


Im Bereich des Arbeitsrechts bietet die Kanzlei Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten exzellente fachliche Kompetenz in Beratung und Betreuung an. Unsere arbeitsrechtlichen Tätigkeitsschwerpunkte sind u.A.:

• Betreuung kleiner und mittelständischer Unternehmen
• Rechtsberatung bei unternehmerischen Entscheidungsprozessen zur Schaffung von Rechtssicherheit
• bundesweite rechtliche Vertretung vor Arbeitsgerichten, Schlichtungs- und Einigungsstellen
• Arbeitnehmerberatung und -vertetung
• Unterstützung von Betriebsräten bei der ordnungsgemäßen Umsetzung rechtlicher Vorgaben

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 704422
 786

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Bundesarbeitsgericht: Diskriminierung eines 36jährigen Berufsanfängers“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Advovox Rechtsanwalts GmbH

Bild: Drogeriemarktkette darf Rabattcoupons fremder Unternehmen einlösenBild: Drogeriemarktkette darf Rabattcoupons fremder Unternehmen einlösen
Drogeriemarktkette darf Rabattcoupons fremder Unternehmen einlösen
Durch die Einlösung fremder Rabattcoupons dringt ein Unternehmen weder in einen fremden Kundenkreis ein noch führt es die Verbraucher durch dieses Verhalten in die Irre. ------------------------------ Die beklagte Betreiberin einer Drogeriemärktekette warb in ihren Filialen damit, dass Kunden 10%-Rabatt-Coupons von Mitbewerbern vorlegen und einen entsprechenden Rabatt auf ihren Einkauf erhalten konnten. Die klagende Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hielt dieses Verhalten für wettbewerbswidrig und erhob deshalb Klage. Der Bund…
Bild: LG Berlin konkretisiert Informationspflichten von DatingportalbetreibernBild: LG Berlin konkretisiert Informationspflichten von Datingportalbetreibern
LG Berlin konkretisiert Informationspflichten von Datingportalbetreibern
Kunden müssen auf die automatische kostenpflichtige Verlängerung eines kostenlosen Probeabos sowie dessen Kündigungsmöglichkeiten ausdrücklich hingewiesen werden. ------------------------------ Die beklagte Datingportalbetreiberin warb mit einer 14-tägigen Premiummitgliedschaft zum Preis von einem Euro. Bei der Bestellung wurde in kleiner Schrift am rechten Bildschirmrand darüber informiert, dass sich der Vertrag automatisch um sechs Monate zu einem Preis von 89,90 Euro monatlich verlängerte, sofern er nicht fristgemäß gekündigt werde. Weite…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Psyche im Dauerbeschuss - Die MobbingfalleBild: Psyche im Dauerbeschuss - Die Mobbingfalle
Psyche im Dauerbeschuss - Die Mobbingfalle
… beweisen, dass die vom Arbeitnehmer geschilderten Sachverhalte nicht zutreffend sind. Bei präziser Darstellung muss Arbeitgeber beweisen, dass nicht gemobbt wurde (Bundesarbeitsgericht Aktenzeichen 8 AZR 593/06) Damit Arbeitnehmer im Streitfall dieser Darlegungslast nachkommen können, sollten sie ein Mobbing-Tagebuch führen, in dem sie die Vorfälle …
Arbeitgeber muss keine Auskunft über Einstellungskriterien erteilen
Arbeitgeber muss keine Auskunft über Einstellungskriterien erteilen
GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart grprainer.com führen aus: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte einen Fall zu entscheiden (Az.: 8 AZR 287/08), in dem die Klägerin gegen die Beklagte einen Entschädigungsanspruch geltend gemacht haben soll. …
Bild: Mudter & Collegen, Fachanwälte Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt zur Diskriminierung wegen des AltersBild: Mudter & Collegen, Fachanwälte Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt zur Diskriminierung wegen des Alters
Mudter & Collegen, Fachanwälte Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt zur Diskriminierung wegen des Alters
Das Bundesarbeitsgericht beschäftigt sich erneut mit dem Themenkreis der Diskriminierung wegen des Alters. Dies weist auf die, auch in der Rechtspraxis, steigende Bedeutung des AGG. Das Bundesarbeitsgericht führt aus: Beschränkt ein öffentlicher Arbeitgeber die Auswahl, welche Beschäftigte er einem sog. „Personalüberhang“ zuordnet und dann zu einem sog. …
Keine Auskunftspflicht des Arbeitgebers beim Einstellungsverfahren
Keine Auskunftspflicht des Arbeitgebers beim Einstellungsverfahren
Mit Urteil vom 25. April 2013 (Az. 8 AZR 287/08) soll das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden haben, dass ein Stellenbewerber keinen Anspruch auf Auskünfte bezüglich der Einstellungskriterien hat. Auch müsse der Arbeitgeber nicht mitteilen, ob er einem anderen Kandidaten die Stelle gegeben hat. Bereits in einem früheren Urteil soll auch der Europäische …
Bild: Aufforderung durch den Arbeitgeber, an einem Deutschkurs teilzunehmenBild: Aufforderung durch den Arbeitgeber, an einem Deutschkurs teilzunehmen
Aufforderung durch den Arbeitgeber, an einem Deutschkurs teilzunehmen
… gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz dar. Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Rechtsanwalt Dr. Attila Fodor, Berlin zum aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts (8 AZR 48/10). Der Fall: Die Klägerin wird in dem von der Beklagten bewirtschafteten Schwimmbad seit vielen Jahren beschäftigt. Ihre Muttersprache ist …
Bundesarbeitsgericht - Wirksamkeit tariflicher Altersgrenzen von 60 Jahren für Piloten
Bundesarbeitsgericht - Wirksamkeit tariflicher Altersgrenzen von 60 Jahren für Piloten
Der Siebte Senat des Bundesarbeitsgerichts hat den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) um eine Vorabentscheidung zur Vereinbarkeit einer tariflichen Regelung über eine Altersgrenze von 60 Jahren für Piloten mit Gemeinschaftsrecht ersucht. Die drei in den Jahren 1946 und 1947 geborenen Kläger sind langjährig als Piloten bei der beklagten …
Bild: "Krankheitsbedingte Kündigung" muss nicht gleichzeitig Benachteiligung sein - Arbeitsrecht DresdenBild: "Krankheitsbedingte Kündigung" muss nicht gleichzeitig Benachteiligung sein - Arbeitsrecht Dresden
"Krankheitsbedingte Kündigung" muss nicht gleichzeitig Benachteiligung sein - Arbeitsrecht Dresden
… Rechtsgrundsatz - Arbeitsrecht Dresden Eine krankheitsbedingte Kündigung rechtfertigt nicht zwangsläufig eine Entschädigung nach § 15 II. AGG wegen Verstoßes gegen das Benachteiligungsverbot (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 28.04.2011, Az.: 8 AZR 515/10). Sachverhalt - Arbeitsrecht Dresden K. wird bei Fa. B im Oktober 2000 als Kommissionierer eingestellt. …
Bild: „Junges dynamisches Team“Bild: „Junges dynamisches Team“
„Junges dynamisches Team“
… jungen dynamischen Team“, in einer Stellenausschreibung, eine unmittelbare Diskriminierung wegen des Alters im Sinne von § 3 Absatz 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dar? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat diese Frage nun in seinem Urteil vom 11.08.2016 (Az. 8 AZR 406/14) bejaht. Geklagt hatte ein 42-jähriger Diplom-Betriebswirt, …
Bild: Die diskriminierende Kündigung und der KündigungsschutzBild: Die diskriminierende Kündigung und der Kündigungsschutz
Die diskriminierende Kündigung und der Kündigungsschutz
- ein „Glücksfall“ für die Arbeitnehmer ? Und zugleich Besprechung des Urteils Bundesarbeitsgericht 2 AZR 701/07. Von Rechtsanwaltskanzlei Dr. jur. Frank Sievert, Hambuerg. Mehr und mehr Arbeitnehmer machen vor den Arbeitsgerichten geltend, dass die ihnen gegenüber ausgesprochene Kündigung unwirksam sei, weil die Kündigung sie wegen ihres Alters, ihres …
Bild: Arbeitgeber müssen aufpassen - Diskriminierung durch StellenanzeigeBild: Arbeitgeber müssen aufpassen - Diskriminierung durch Stellenanzeige
Arbeitgeber müssen aufpassen - Diskriminierung durch Stellenanzeige
… dass dadurch keine Bewerber diskriminiert werden, da diese sonst ggf. einen Anspruch auf Entschädigung haben, erklärt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 15. Dezember 2016 zeigt, dass die Grenzen der Diskriminierung bei einer Stellenanzeige schnell erreicht sein können (Az.: 8 AZR 454/15). In dem …
Sie lesen gerade: Bundesarbeitsgericht: Diskriminierung eines 36jährigen Berufsanfängers