(openPR) Burnout durch Doppelbelastung
Immer mehr Mütter brechen unter der Doppelbelastung aus Beruf und Familie zusammen. Wie sich gestresste Mütter vor einem Burnout schützen können, weiß die LOB Autorin Elké Richter-Diehl, Naturärztin aus Küssnacht a.R. /Schweiz.
Berufstätige Mütter sind die Heldinnen der Neuzeit. Sie stehen im Job ihre „Frau“. Erziehen ihre Kinder zu leistungsfähigen Steuerzahlen. Begleiten ihren Partner, wenn sie nicht gerade selbst beruflich unterwegs sind, zu seinen beruflichen Verpflichtungen. Und das alles stets gut gelaunt und geduldig. Aber was ist, wenn diese Mutter plötzlich nicht mehr kann? Die Zahl der berufstätigen Mütter, die psychisch erkranken, ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Laut Marlene Rupprecht, Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerkes, um rund ein Drittel in den vergangenen acht Jahren. In einer Vielzahl der Fälle kann der Zusammenbruch auf die Doppelbelastung durch Familie und Beruf zurückgeführt werden. Die Frauen leiden dann unter Schlafstörungen, Angst- und Essstörungen, Panikattacken, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, innerer Unruhe und Gereiztheit. Alles Anzeigen für eine tiefe Erschöpfung oder gar einen Burnout.
„Der permanente Zeitdruck. Das Hin- und Herspringen zwischen Spielgruppe, Praxis und unserem Zuhause. Das Geben als Therapeutin, die 24/7-Rufbereitschaft als Mutter, der Drang zum Perfektionismus und die Ohnmacht, keine Unterstützung zu haben. Das alles raubte mir den letzten Atem. Irgendwann war sie dann da. Die Diagnose - Burnout.“ In ihrem Buch „Wenn Mama nicht mehr kann“ beschreibt LOBAutorin Elké Richter-Diehl ihre Erfahrungen und gibt Müttern Tipps, wie sie sich vor einem Burnout schützen können.
1.) Der Stressspirale entweichen
Wer den eigenen Stress allzu viel analysiert, läuft Gefahr, hierdurch noch weiter in den Stressstrudel zu gelangen. Viel wichtiger ist es zunächst, der Spirale zu entkommen. Die Therapeutin rät daher: „Wenn Sie nachts nicht mehr schlafen können, sollten Sie tagsüber Entspannungsübungen in den Alltag einbauen.“ Helfen können beispielsweise ein 15-Minuten-Powerschlaf oder Atemübungen. Die Entspannung muss dabei die Anspannung überwiegen.
2.) Hilfe suchen - Hilfe annehmen
Vielen Frauen fällt es leichter, Hilfe zu suchen, als diese dann auch anzunehmen. Dabei ist das Annehmen der Hilfe elementar. Zum einen lastet die Anspannung nicht mehr ausschließlich auf den eigenen Schultern. Zum anderen wird auch der Kontakt zur Außenwelt bewahrt und die sozialen Bande können gepflegt werden. Unterstützung beim Burnout gibt es unter anderem bei Fachärzten und -kliniken, Therapeuten und soziale Stellen (Familienhilfen) wo entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
3.) Sich selbst ernst und wichtig nehmen und Zeit geben
Erschöpfungserscheinungen müssen ernst genommen werden. „Dabei ist es nicht entscheidend, wie viele Kinder die Mutter betreut. Oder wie viele Stunden sie erwerbstätig ist. Wichtig ist die Tatsache, dass es ihr zu viel ist“, weiß die LOB Autorin und rät den Müttern daher, sich einfach nur mal hinzusetzen und nichts zu tun. Zuerst mal fünf, dann zehn Minuten, und langsam steigernd üben.
4.) Wiedereinstieg in den Alltag/Job planen
Plant die Mutter nach einer Auszeit oder einem Aufenthalt in der Klinik beziehungsweise Kur den Wiedereinstieg, ist es sehr wichtig, den Weg in den „ganz normalen“ Alltag oder Job zu überdenken und zu planen. Richter-Diehl rät den Müttern für den Wiedereinstieg, sich klar darüber zu werden, was geändert werden muss. Und wie sich das verwirklichen lässt.
5.) Positive Denkmuster entwickeln
Ängste und Sorgen sind oftmals Folgen negativer Denkmuster. Betroffene müssen lernen, diese Denkmuster in positive Denkprozesse umzuformen. Anstelle eines „Ich muss noch schnell telefonieren, einkaufen etc.“, kann auch der Satz stehen „Ich werde noch ein Telefonat führen, einkaufen …!“ Die eher stressbereichernden Füllwörter wie schnell, kurz, rasch, hurtig etc. sollten aus dem Wortschatz gestrichen werden.












