(openPR) Sie gehört vielerorts der Vergangenheit an, die Idylle des Dorfes, in dem man in unmittelbarer Nähe einkaufte. Oftmals verarbeiteten kleine Familienbetriebe ihre Erzeugnisse selber. Die Dorfbewohner lebten in einer Struktur, die es möglich machte, sich aus dem direkten Umfeld mit fast allem zu versorgen, was einen gut gedeckten Tisch ausmacht. Dorfmetzger, Dorfbäcker, der Hof mit Hühnern und Kühen, der Gemüsebauer – all dies gehörte zum Dorfleben.
Heute kauft man in der weiteren Umgebung, alles was das Herz begehrt und aus einem weltweiten Angebot. Verloren gehen können dadurch jedoch die Nähe zum Erzeuger, die Nachvollziehbarkeit von Herkunft, Futtermittel und Verarbeitung, gesunde regionale Kreisläufe und ein wichtiges soziales Gefüge.
Dass es auch anders geht, beweisen Menschen in unserer Region, die ihre Erzeugnisse sinnvoll verarbeiten möchten, Betriebe, die sich auf ihren Ursprung besinnen und Traditionen wieder aufgreifen. Das Netzwerk UNSER LAND konnte zwei solcher Partner neu gewinnen. Für ihre Produkte erhalten sie faire existenzsichernde Preise. Vom Stall bis zum Lebensmittel kalkulieren die Landwirte diesen Preis selber. Mit Hingabe und Herzblut verarbeiten sie die Milch ihrer Kühe zu hochwertigen Nahrungsmitteln für die eigene Region.
Heumilch - Erst schmeckt es den Kühen, dann den Menschen
Der Hof von Josef und Regine Westenrieder liegt im malerischen Obersöchering im WEILHEIM SCHONGAUER LAND. Gemeinsam mit Sohn Andreas möchte das Paar nachhaltig, umweltverträglich und im eigenen Lebensumfeld wirtschaften.
Das Ergebnis dieses Anspruchs ist Heumilch! Die rund 40 Milchkühe der Familie genießen im Sommer den Auslauf auf den Weiden des 35 Hektar zählenden Grünlands, die zum Hof gehören. Dort rupfen sie frisches Gras mit all seinen Kräutern. Im Winter fressen sie Heu von den eigenen Weiden, ergänzt durch regionales, mineralstoffreiches Getreidefutter ‚ohne Gentechnik‘. Auf Silage, also vergorenes Futter, verzichtet Familie Westenrieder. Mit dieser traditionellen Haltung in ihrer ursprünglichen Form erfüllt der Betrieb alle Ansprüche zur Heumilcherzeugung. Ganz besondere Vorzüge zeichnen diese Milch aus. Sie ist von sehr gutem Geschmack, enthält einen hohen Anteil wertvoller Nährstoffe und fördert durch das Beweiden der Wiesen die Artenvielfalt.
Der Weg der Milch bis zum Heumilchjoghurt beträgt gerade einmal 30 Meter. Die kurzen Wege sparen Energie und schützen das Klima. Gleiches gilt für das Heu von den eigenen Wiesen. Die Energie zur Heutrocknung liefert eine Hackschnitzelanlage.
Investition in die Zukunft
Derzeit befinden sich der Hof in der Umstellung zum BIO Betrieb. „Die BIO Zertifizierung ist nur ein Schritt, für den wir uns entschieden haben“, so Josef Westenrieder. „Ein weiterer ist die Investition in eine Joghurt-Molkerei.“ Sohn Andreas Westenrieder wird die Heumilch des Hofes zu Heumilchjoghurt verarbeiten. Planung und Umsetzung dieses großen Ziels forderten viel Zeit, Geld und Einsatz. Im Netzwerk UNSER LAND fand Familie Westenrieder einen Partner, diese Herausforderung zu meistern. Schon in der Entwicklungsphase stand UNSER LAND der Familie zur Seite und bietet nun mit dem WEILHEIM-SCHONGAUER LAND Heumilchjoghurt ‚ohne Gentechnik‘ eine regionale und nachhaltige Vermarktungsmöglichkeit zu fairen Preisen und zum Wohle der Region.
Von der BIO Milch zum BIO Camembert
Der BIO Hof von Maria und Sepp Voglrieder liegt in Baiern im EBERSBERGER LAND. Sie bewirtschaften insgesamt 35 Hektar Acker, Grünland und Wald. Ihre 30 Stück Milchvieh samt Nachzucht geben 400 Liter Milch pro Tag. Was mit der Milch geschieht, haben sich die Eheleute Voglrieder genau überlegt.
Das junge Paar baut auf eine Familientradition auf. Schon die Mutter von Sepp Voglrieder stellte Käse für den eigenen Gebrauch und die Nachbarschaft her. Das inspirierte die beiden. Zunächst kästen sie nur für die Menschen in der unmittelbaren Umgebung. 2010 bauten sie dann eine neue moderne Käserei mit EU Zulassung, in der sie aus der Milch ihrer Kühe künftig auch EBERSBERGER LAND BIO Camembert herstellen. Viele handwerkliche Schritte sind von der Milch bis zum fertigen Camembert notwendig. Täglich setzen sie der tagesfrischen Milch spezielle Käsekulturen und später Lab zu. Nach etwa einer Stunde folgt der Käsebruch, also das Schneiden der Gallerte, wie es in der Fachsprache heißt. Dann ist es schon Zeit zum Ausrühren und Abfüllen in Käseformen. Während der Reifezeit wird der Käse mehrmals gewendet, entmolkt und gesalzt. Zehn Tage später ist der UNSER LAND BIO Camembert zum Genuss bereit.
Maria und Sepp Voglrieder sind überzeugt: „Sehen, wie die Lebensmittel hergestellt werden, wissen wo sie herkommen und was drin ist, schmecken wie gut die Heimat ist, das bezeichnen wir als Lebensqualität. Dafür setzen wir uns ein!“
UNSER LAND arbeitet mit rund 180 Landwirten im Netzwerkgebiet zusammen. Die bäuerliche Landwirtschaft ist Teil der hiesigen Kulturlandschaft, für deren Erhalt sich UNSER LAND gemeinsam mit den Bauern engagiert. Familie Westenrieder und Familie Voglrieder sind Beispiele für den Weg in die Zukunft einer gesunden, lebenswerten Region.
Weitere Infos unter www.unserland.info
















