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„Land der edlen Menschen, Bewahrer des Feuers“

04.03.201316:02 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Sorry, Lucky Luke: Aserbaidschan war schneller

Die Kinder wollen ans Meer, baden. Papa will in die Berge, Skifahren, vor der Kulisse schneebedeckter Viertausender. Mama will Geschichte atmen und Architektur entdecken, an Prachtbauten wie in Paris entlangschlendern, jahrhundertealte Paläste erkunden, jahrtausendealte Felsinschriften entziffern. Da wird sich die Familie für eines entscheiden müssen.



Oder sie fliegt nach Aserbaidschan. Wohin? Nach Aserbaidschan, in das Land des Feuers – schon in Europa, aber auch noch in Asien. Aserbaidschan, das durch Öl und Gas reichste Land des Kaukasus. Das Land mit neun von elf Klimazonen auf der Fläche Österreichs. Von den Gestaden des kaspischen Meeres im Osten über die Gletscher des Kaukasus im Norden zu den tropischen Wäldern und Sandwüsten im Süden ist es nur eine Tagesreise.

Die Geographen diskutieren nicht darüber: Aserbaidschans Hauptstadt Baku am Kaspischen Meer ist Europas östlichster Punkt. Punktum. Die Geschichte Aserbaidschans gibt diese Zuordnung nicht so exakt her. 40000 Jahre alte Felszeichnungen in Gobustan, 60 Kilometer von Baku entfernt, zeugen von regem Tourismus schon in grauer Vorzeit. Thor Heyerdahl (der Kon-Tiki-Pazifiksegler) hielt Aserbaidschan gar für die Wiege der Zivilisation – nachdem er in eben jenen Felsen Zeichnungen von Booten entdeckte, die es bis nach Skandinavien schafften. Der erste richtige Staat folgte unwesentlich später, so 2800 vor Christus. Fortan war Aserbaidschan, frei übersetzt, das Land der „edlen Menschen, Bewahrer des Feuers“. Woraus sich ganz nebenbei noch eine der ältesten Religionen der Welt ableitet, der Zoroastrismus, dessen ewiges Feuer der Reisende heute im Feuertempel Ateschgah bewundern kann.

Also sprach Zarathustra: die Reiche kamen und gingen, von den Medern über Albanien und Atropatene bis zu den arabischen Kalifen im 7. Jahrhundert nach Christus. Die setzten zwar in Aserbaidschan den Islam gegen das Christentum durch - bis heute aber herrscht im Land des Feuers eine bemerkenswerte religiöse Toleranz. Eine Frau mit Burka muss man auf den Straßen von Baku lange suchen. Papst Johannes Paul war in Baku ein gern gesehener Gast, für die Christen in der Stadt renovierte man eine Kirche auf Staatskosten. Mit Israel pflegt man eine für ein islamisches Land bemerkenswerte Freundschaft. Modern und weltoffen präsentiert sich Baku übrigens auch dem Party-Volk – das Nachtleben boomt nicht nur rund um die Prachtboulevards, auch in den verwinkelten Gassen der orientalischen Altstadt.

Nochmal zurück zur Historie: da Fremdherrschaft noch nie die Sache der stolzen Aserbaidschaner war, zerschlugen sie sechs Armeen der Kalifen und schufen im 11. Jahrhundert den Staat der Schirwanschah–Dynastie. Deren komplett erhaltener Palast dominiert die Altstadt Bakus und gehört zum Weltkulturerbe. Es folgte ab 1500 die Herrschaft der aserbaidschanischen Safawiden, die das zweitstärkste Reich ihrer Epoche nach den Osmanen schufen. Die Safawiden suchten schon damals die Nähe zu den christlichen Staaten in Europa.

Seit 1828 gehört Aserbaidschan südlich des Flusses Araz zu Persien, den Norden um Baku schluckte das Russische Reich. Die wussten warum: schwarzes Gold! Aus Aserbaidschan sprudelte es nur so heraus, 1848 wurde in Baku das erste Mal auf der Welt Erdöl industriell gefördert. Sorry, liebe US-amerikanische Freunde und Lucky Luke-Leser: Edwin Drake stand 1859 in Pennsylvania nicht als erster „im Schatten der Bohrtürme“, die Aseri waren schneller. So um 1900 herum kam die Hälfte des Erdöls der ganzen Welt aus Aserbaidschan. Heute sind Technikbegeisterte fasziniert von „Oil Rocks“, 1949 die erste Ölförderplattform auf hoher See weltweit und heute eine ganze Stadt im Meer.

Das Ende des Zarenreiches feierten die Aserbaidschaner am 28. Mai 1918 mit der Errichtung der ersten parlamentarischen Demokratie in der islamischen Welt. Es gab Wahlrecht für alle, die Universität wurde gegründet. Die erste Oper in der islamischen Welt wurde übrigens 1908 in Baku aufgeführt. Heute locken die Prachtgebäude der Philharmonie und des Puppentheaters in Baku mit ihrem anspruchsvollen Programm. Anspruchsvoll ist in Aserbaidschan nicht nur das Angebot an klassischer Musik: Mugham ist eine jahrhundertealte traditionelle Volksmusik, deren Tonfolgen und Harmonien gar psychedelisch wirken sollen. Mugham gehört zum Weltkulturerbe und hat den Jazz geprägt. Zu den Festivals des aserbaidschanischen Jazz kommen alljährlich Tausende Musikbegeisterte aus aller Welt.

1920 marschierten die Russen wieder ein und Aserbaidschan blieb bis 1991 Teil der Sowjetunion. Seitdem drängt Aserbaidschan nach Europa. Wer heute durch Baku fährt, wähnt sich irgendwo zwischen Bagdad, Istanbul und Paris. Die jahrhundertealten Einflüsse des Orients, der Turkvölker und Europas verschmelzen zu einer faszinierenden Mischung. Zu entdecken gibt es jedenfalls genug. Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr Schlammvulkane als in Aserbaidschan. Zuzusehen, wie sich Gas aus den Tiefen der Erde seinen Weg durch den Schlamm bahnt und an der Oberfläche in Blasen zerbirst, ist ein unvergleichliches Naturschauspiel. Und es verheißt den Kranken Linderung: die Schlammvulkane sind Teil der vielfältigen Heil-und Mineralquellen, die Jahr für Jahr Tausende Kurgäste aus aller Welt anlocken. Aus Naphtalan stammt das berühmte gleichnamige Öl. Dass darin zu baden gegen über 100 Hautkrankheiten hilft, wusste schon Marco Polo um 1300.

4300 verschiedene Pflanzen findet der Kundige in Aserbaidschan, zweimal mehr als in Deutschland. Darunter die letzten Eisenholzbäume. Warum die so heißen? Versuchen Sie da mal einen Nagel einzuschlagen. Auch für den Schiffsbau eignen sich die Eisenholzbäume nicht wirklich – das Holz versinkt im Wasser. Und die Tierwelt? Alles da, Gazellen, Flamingos, Schakale, Hyänen, Braunbären, Wölfe, Pelikane, kaspische Robbe (gibt es nur eben da). Einen der verbliebenen 15 Leoparden zu finden, wird schon etwas schwieriger. Ganz zu schweigen vom Hirkan-Tiger, mit dessen Sichtung man sich zoologischen Weltruhm erwerben kann: der wurde vor 50 Jahren zum letzten Mal gesichtet.

Das Wahrzeichen von Baku selbst ist der Jungfrauenturm aus dem 12. Jahrhundert. Die Historiker sagen, er heiße so, da er wegen seiner fünf Meter dicken Mauern niemals erobert werden konnte. Diese Erklärung mutet eher langweilig an verglichen mit der Legende, ein Khan habe den Jungfrauenturm zu Ehren seiner Tochter erbaut – als er sie ehelichen wollte, stürzte sie sich vom Turm. Stolz und Kampfkraft der Aseri standen auch sonst einer leichten Eroberung entgegen: die vollständig erhaltene Stadtbefestigung kannte auch einen Graben, der bei Angriffen mit Öl gefüllt und entzündet wurde. Land des Feuers eben.

Fazit: Ob Urlaub in den Bergen des Großen Kaukasus oder am Meer, ob paradiesische Ruhe in abgelegenen Bergdörfern mit, lange Wanderungen durch Nationalparks oder den feuchtwarmen Süden, wo Tee, Reis, Granatäpfel und Orangen blühen – in Aserbaidschan ist alles möglich. Das Beste zuletzt: wer nach Deutschland zurückkommt und beim Videoabend seine Bilder aus Aserbaidschan zeigt, der kann ziemlich sicher sein, dass niemand mit „Kenn-ich-schon“ abwinkt. Von den 1,3 Millionen Touristen 2010 waren nur 12.000 Deutsche. Nur in einem Punkt hält sich die Exotik in Grenzen: die Hotels sind zumindest in Baku auf dem modernstem Stand, auch wenn es nicht das Four Seasons sein soll.

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