(openPR) Des Deutschen liebstes Kind für die Geldanlage, das Sparbuch, verliert auf breiter Front an Popularität. Zu dieser Erkenntnis kommt Sten Köppe, Fachportalbetreiber für Einlagen, bei der Analyse der jüngsten Statistiken zu Sichteinlagen. Auffällig ist dabei, dass die Guthaben auf Sparkonten nicht abgenommen, die Einlage in Tagesgelder jedoch überproportional zugelegt haben. Eine Rolle spielt dabei auch der Mittelzufluss aus dem Ausland auf Bankkonten in Deutschland. Gerade in Südeuropa hat das Vertrauen in die eigene Volkswirtschaft stark nachgelassen, trotz EU-weiter Einlagensicherung haben Bankkunden dort Befürchtungen um ihr Erspartes.
Sparbücher – unattraktiv verzinst und nicht flexibel genug. Das Sparbuch kommt in einem direkten Vergleich mit dem Tagesgeldkonto nicht mehr über einen zweiten Platz hinaus. Während über die Sichteinlage täglich ohne Kündigung in voller Höhe verfügt werden kann, hat das Sparbuch hier vom Gesetzgeber her vorgegebene Hemmnisse. Maximal 2.000 Euro dürfen innerhalb von 30 Tagen vorschusszinsfrei verfügt werden. Übersteigt eine Abhebung diesen Betrag, werden Strafzinsen in Höhe eines Viertels des Habenzinssatzes fällig. Schaut man sich das gängige Zinsniveau für Spareinlagen an, in der Breite 0,5 Prozent p.a. und weniger, mutet ein Viertel dessen geradezu albern an. Auf der anderen Seite sei dies ein Indiz dafür, dass sich Anleger nach Investments umschauen sollten, die eine höhere Verzinsung garantieren, so der Portalbetreiber aus Halle / Westfalen.
Termingelder auch keine Alternative
Festgelder als Alternative zu Sparbüchern stellen aktuell auch keine wirkliche Lösung dar. Deren Verzinsung liegt unter den Renditen der Tagesgeldrenditen der Spitzen-Anbieter auf dem deutschen Markt, eine Zinsbindung von drei Jahren oder mehr ist auf Grund der aktuellen Situation am Kapitalmarkt auch keine echte Lösung. Im Falle eines Turn-around beim Leitzins wären Anleger bis zum Ende der Zinsfestschreibung gebunden und könnten eine positive Veränderung am Kapitalmarkt nicht aufgreifen. Sparbücher und Festgelder sind, nicht nur im Moment, im Vergleich zu Tagesgeldern definitiv nur noch die zweitbeste Lösung.
Weitere Informationen unter http://www.kontorat.de/tagesgeld-oder-sparbuch/










