(openPR) Energiehändler Präg bemängelt Zeitplan der Energiewende/Politik muss Versorgungssicherheit und Grundlast thematisieren
Kempten, 26. Februar 2013. Atomausstieg, Netzausbau, Energieeffizienz, neue Speichertechnologien, Ausbau erneuerbarer Energien: Die Liste der Aufgaben des Großprojekts Energiewende ist lang. Der aktuelle Zeitplan zur Umsetzung ist kurz. Laut Energiehändler Präg zu kurz. "Zu hoch gesteckte Ziele drohen Wirtschaft und Bevölkerung in zu großem Maße zu belasten. Die Verantwortlichen werden der Aufgabenfülle bei dem aktuell vorgegebenen Tempo der Energiewende nicht gerecht werden können. Damit das Projekt Energiewende gelingt, sollte die Politik anstehende Hürden offen kommunizieren und ihre Zeitpläne frühzeitig den Gegebenheiten anpassen", sagt Präg-Geschäftsführer Marc Deisenhofer.
Bis 2020 sollen erneuerbare Energiequellen in Deutschland mindestens 35 Prozent des Strombedarfs decken. Doch der Netzausbau kommt bislang nur schleppend voran. Ohne neue Stromleitungen können erneuerbare Energien jedoch nicht ausreichend ausgebaut werden. Es drohen große Probleme bei Versorgungssicherheit und Grundlast. Marc Deisenhofer: "Aktuell ist der erneuerbar erzeugte Strom größtenteils nicht grundlastfähig, da er nicht konstant verfügbar ist. Eine Abdeckung der Grundlast ist jedoch unabdingbar - sonst sind massive Stromausfälle zu befürchten."
Zudem werden herkömmliche Kraftwerke tendenziell immer unwirtschaftlicher, da sie immer seltener in Betrieb sind. Zwar ist es technisch bereits möglich, Strom in großem Umfang zu speichern. Allerdings ist dies aktuell noch zu kostenintensiv. Solange es keine günstigen Speichertechnologien gibt, kann vor allem auf Kohle und Gas basierte Kraftwerke nicht verzichtet werden.
Deisenhofer verlangt daher deutlichere Worte von den Verantwortlichen. "Bisher werden die Kosten zur Bereithaltung der grundlastfähigen Kapazität seitens der Politik zu wenig kommuniziert. Die Verbraucher müssen aber darüber aufgeklärt werden, dass permanent zur Verfügung stehender Strom momentan vor allem nur über Kohle und Gas zu realisieren ist. Zur Sicherstellung der Grundlast müssen daher konventionelle Kraftwerke bereitgehalten werden. Bei einer geringeren Auslastung werden diese jedoch zunehmend unwirtschaftlicher. Dies wird durch die rückläufigen Stromgroßhandelspreise noch verstärkt."













