(openPR) Die Kölner Tanzcompany DIN A 13 gastiert zurzeit in Nairobi mit ihrer aktuellen Produktion „Dance meets differences“. Provokante Gesten außerhalb der Norm, kombiniert mit Tanzbewegungen, die traditionelle Sehgewohnheiten in Frage stellen – das ist die Ästhetik von DIN A 13, die jenseits der Konvention liegt. Denn das Ensemble ist eine der wenigen professionell arbeitenden Kompanien weltweit, die aus Tänzern mit und ohne körperliche Behinderung bestehen. In Deutschland ist das Projekt in dieser Form einzigartig. Das Gastspiel in Kenia ist Teil eines internationalen Projekts, das im Frühjahr 2005 bereits erfolgreich in Brasilien stattfand. Nach dem Vorbild von DIN A 13 werden in diesen Ländern Tanzgruppen gebildet, die das Unerwartete der Behinderung an die Stelle klassischer Schönheitsideale treten lassen und sich u.a. mit Themen wie Diskriminierung, Sexualität und Gewalt auseinandersetzen.
Seit 1995 sorgt die DIN A 13 tanzcompany unter der künstlerischen Leitung von Gerda König mit ihren eigenwilligen Inszenierungen für Aufsehen in der internationalen Tanzszene. „Ob ich behindert bin oder nicht, das spielt für mich keine Rolle. Ich bin eine, die immer über ihre Grenzen geht“, beschreibt sich Gerda König selbst. Sie ist seit ihrer Kindheit an Muskelatrophie erkrankt. Mobilität erlangt sie nur durch einen Elektro-Rollstuhl. Gerda König verfolgt mit ihrer Arbeit das Ziel, den behinderten Körper und dessen Besonderheiten in die postmoderne Tanzlandschaft zu integrieren. Seit zehn Jahren verbindet die Diplom-Psychologin professionelles Tanztheater mit Körperpolitik. Als Choreographin und Tänzerin hat Gerda König in den vergangenen Jahren ihre eigene Ausdrucks- und Bewegungssprache entwickelt. Ihre körperliche Andersartigkeit wie auch die ihrer Tänzer betrachtet die 39-Jährige nicht als Makel, sondern wird von ihr gezielt als künstlerisches Mittel eingesetzt.
Die außergewöhnlichen Produktionen des Kölner Ensembles bereichern das moderne Tanztheater durch innovative Ausdruckstechniken und schaffen neue Impulse für die Weiterentwicklung des zeitgenössischen Tanzes. DIN A 13 setzt unkonventionelle Bewegungsqualitäten in Verbindung zu zeitgemäßen Themen und konfrontiert den Zuschauer mit gesellschaftlichen Tabus sowie deren Brüchen.
„DIN A 13 ist keine Kompanie wie jede andere. Die Umsetzung unserer Tanzproduktionen ist aufgrund der körperlichen Besonderheiten unserer Tänzer mit einem erhöhten Kostenaufwand verbunden. Ohne die Hilfe von außen haben wir keine Chance, unsere Ideen zu verwirklichen. Deshalb brauchen wir Partner, die uns mit ihrem Engagement fördern“, erklärt Gerda König. „Dance meets differences“ wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Kunststiftung NRW sowie das Goethe-Institut. Für die Realisierung ihres jüngsten wie auch zukünftiger Projekte ist die Tanzkompanie jedoch auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Eine Förderung kann beispielsweise in Form von Geld- oder Sachspenden, aber auch durch die Übernahme einer Patenschaft oder Sponsoring erfolgen.
Weitere Informationen im Internet unter www.din-a13.de.










