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Die Psychologie der Entscheidungen

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Wirtschaftspsychologe Winfried Neun
Wirtschaftspsychologe Winfried Neun

(openPR) Wirtschaftspsychologie findet Eingang in das Weltwirtschaftsforum Davos

von Winfried Neun, Wirtschaftspsychologe und Innovationsberater

Was derzeit im malerischen Wintersportort Davos die Besucher anzieht, sind längst nicht mehr die an „harten Fakten“ orientierten Vorträge, warum und weshalb die eine oder andere Wirtschaftsnation im Zeichen der Finanzkrise besser oder schlechter dasteht. Die Besucher, vor allem die Spitzenmanager, zieht es in die Vorträge nach den wirklichen Hintergründen des „Warum?“ Damit hat die Wirtschafts-psychologie Eingang in den illustren Kreis derer gefunden, die maßgeblich über das Wohl und Wehe der Weltwirtschaft mitentscheiden. Nicht ganz unbeteiligt daran ist Daniel Kahneman, der Wirtschaftsnobelpreisträger von 2002, der mit seiner Theorie von „System eins“ und „System zwei“ – jenen beiden Teilen des Ich´s, die unser Handeln bestimmen und ständig miteinander kommunizieren, die Wirtschaftspsychologie entschieden vorangebracht hat. Zwischen beiden Systemen besteht ein gravierender Unterschied. Das erste entscheidet spontan aufgrund von Erfahrungen, das zweite aufgrund eines Entscheidungsprozesses, der ständig das Für und Wider abwägt und gehirnuntypisch lange bis zu einer Entscheidungsfindung braucht.
Was diese zwei unterschiedlichen Entscheidungsfindungen nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland bedeuten, stellt Winfried Neun, Wirtschaftspsychologe, Buchautor sowie Strategie- und Innovationsexperte, in seiner täglichen Beratungspraxis fest. „Immer wieder rufen Manager vermeintlich richtige Entscheidungen ab, die in der Vergangenheit durchaus erfolgreich gewesen sein können, jedoch auf die neue Situation nicht mehr anzuwenden sind“, so Neun. „Durch die Fixierung auf ein Problem fehlt vielen Unternehmenslenkern der notwendige Überblick, der Entscheidungen erst erfolgreich macht und einen Nutzen für das Unternehmen und seine Kunden generiert“, führt der Innovationsexperte aus. Mit der Folge, dass nachhaltiges Wachstum nicht mehr generiert werden kann. Die Gründe dafür hat Winfried Neun informativ und amüsant in seinem 2011 im BusinessVillage Verlag erschienen Buch „Warum es uns so schwer fällt, das Richtige zu tun - Die Psychologie der Entscheidungen“ beschrieben.
Darin illustriert Winfried Neun die psychologischen Faktoren für das Versagen von Unternehmensentscheidungen und die manchmal kaum in Gang kommenden notwendigen Veränderungsprozesse. „Wir werden nicht von Wahrnehmung, Erfahrungen und Erlernten gesteuert, sondern vielmehr davon, welche Eigenschaften uns dominieren“, so Neun und fügt hinzu, dass Eigenschaften wie Kreativität, Perfektion oder Enthusiasmus unser Verhalten entscheidend beeinflussen und wie wir die Faktenlage bewerten und Entscheidungen treffen.
Aktuell unterstützt wird diese Einschätzung durch eine Studie der K.O.M. GmbH, die in mittelständischen deutschen Unternehmen durchgeführt wurde. Darin wird deutlich, dass ein gravierender Unterscheid besteht in der Wahrnehmung der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der persönlichen Einschätzung derselben. Die subjektive und persönliche Einschätzung ist weitaus schlechter als die objektiv festzustellende Lage. „Dies“, so Winfried Neun, „führt psychologisch gesehen zu einer eher logischen Betrachtungsweise der Situation, die weitaus weniger zu einem Denken und Handeln auf Basis von Erfahrungswerten führt.“ Die Folge: Ständig überwiegen in der Wahrnehmung die Sorge um etwa den Arbeitsplatz oder die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens.
Mit erheblichen negativen Auswirkungen. „Ein Hauptproblem in vielen Unternehmen besteht in der mangelnden Fähigkeit, sich aus einer ganzheitlichen und integrativen Perspektive mit bestehenden Problemen auseinanderzusetzen und gemeinsam übergreifende Lösungsansätze zu entwickeln“, so Winfried Neun. Hierfür fehlt es oft an der dafür nötigen Gelassenheit mit der Folge, dass notwendige und erfolgversprechende Veränderungsprozesse nur schwer in Gang zu bringen sind. Vielmehr liegt der Fokus auf der Problemerkennung und deren Beseitigung, ohne dabei die eigenen Kernkompetenzen und die Stärken des Unternehmens zu berücksichtigen. Dieser Problemfokus, so ein Ergebnis der Studie, hat negative Auswirkungen auf fast alle Unternehmensbereiche.

Das Buch:
Winfried Neun
Warum es uns so schwer fällt, das Richtige zu tun
Die Psychologie der Entscheidungen
200 Seiten, 24,80 Euro
ISBN 978-3-86980-112-4
BusinessVillage Verlag
Mai 2011

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