(openPR) DNV hat in Zusammenarbeit mit Branchenführern wie WesternGeco, PGS und Fugro-Geoteam eine neue Klassenotation für seismische Messschiffe entwickelt. Eine wichtige Grundlage dieser neuen technischen Anforderungen ist die Erforderlichkeit erweiterter Redundanz und geeigneter Deckarrangements, um einen kontinuierlichen Betrieb ohne Geschwindigkeitsverlust zu gewährleisten.
Seismische Messschiffe führen hochentwickelte Computertechnologie an Bord, um Ressourcen unter dem Meeresboden zu finden, und stellen ein Schlüsselelement in der Wertschöpfungskette für die zukünftige Erschließung von Offshore-Feldern dar. Jede Unterbrechung der Vorwärtsbewegung der Schiffe kann die Verarbeitung der seismischen Daten erschweren. Daher ist ein kontinuierlicher Betrieb mit dem Ziel, Ausfallzeiten von Schlüsselfunktionen zu vermeiden, von höchster Bedeutung. Aufgrund der teuren seismischen Streamer-Ausrüstung, die auf See betrieben wird, kann ein plötzlicher Fahrtgeschwindigkeitsverlust schwere Konsequenzen, beispielsweise eine Beschädigung von Kabeln, nach sich ziehen, die den gesamten Betrieb des Messschiffes beeinträchtigen.
Die neue Klassenotation konzentriert sich auf eine erhöhte Einsatzbereitschaft der Schiffe in den kritischen Phasen seismischer Messungen. DNV hat sowohl Schiffsbetreiber als auch Anbieter von Seismik- und Hochdruckausrüstung in die Entwicklung einbezogen, um zu gewährleisten, dass alle gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Branche umfassend berücksichtigt werden.
Die neue Klassenotation wurde im Sommer dieses Jahres veröffentlicht und stärkt die Marktposition von DNV im Bereich der seismischen Klassifikation, da die Branche sich zunehmend auf Tiefsee-Exploration konzentriert. „DNV hat den größten Anteil an diesem Markt. Über die Hälfte aller seismischen Messschiffe wurden von DNV klassifiziert. Mit der Einführung der neuen Klassenotation helfen wir den Eigentümern in diesem Segment der Hightech-Spezialschiffe, zukünftige Anforderungen mit höchster Sicherheit und Zuverlässigkeit zu erfüllen“, so Jörg Langkabel, Country Manager DNV Maritime and Oil and Gas, Germany.
Der Erhalt der Antriebsleistung ist das Hauptanliegen. Die Klassenotation führt das DNV-Konzept der redundanten Antriebe daher einen Schritt weiter, sodass jeder mögliche Ausfall an Bord lediglich einen Verlust von unter 50 Prozent des Vorwärtsschubs nach sich ziehen kann. Dies genügt, um eine Mindestgeschwindigkeit von einigen Knoten zu halten und die kostenintensiven „Air guns“ und „Streamer“ zu schützen.
Seismische Messschiffe sind normalerweise viele Monate lang durchgehend im Betrieb, ohne einen Hafen anzulaufen. Die Klassenotation fordert daher ein Decksarrangement, das einen parallel verlaufenden Besatzungswechsel bei gleichzeitigem Auffüllen von Vorräten während der Fahrt ermöglicht.
Darüber hinaus fordert die Klassenotation, dass die Brückenanordnung einen guten Überblick über die Streamer und Arbeitsboote gewährleistet, die sich während des normalen Betriebs in der Nähe befinden. Die Klassenotation berücksichtigt auch die Hochdrucksysteme, damit Arbeiten an Deck von der Besatzung sicher ausgeführt werden können.
„Der weltweite Energiebedarf steigt“, sagt Langkabel. „Auch wenn neue Energiequellen erschlossen werden, bleiben fossile Brennstoffe bis weit in die Zukunft wichtig. Die Nachfrage nach geeigneten seismischen Explorationsschiffen ist bereits hoch und wird weiter wachsen.“










