(openPR) Der Förderverein Kinderhospiz Leuchtturm setzt sich für den Aufbau und später für den Betrieb eines Kinderhospizes ein. Zurzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 23 Hospize für Erwachsene, jedoch keines für Kinder. Erwachsenenhospize sind für lebenslimitiert erkrankte Kinder in der Regel nicht geeignet. Schon die Voraussetzungen für die Aufnahme in ein Hospiz sind für Erwachsene und Kinder unterschiedlich. In ein Hospiz für Erwachsene gehen Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Zeichnet sich ab, dass ihre Erkrankung in nächster Zeit über das Leben siegen wird, können sie hier die letzten Wochen und Monate verbringen.
Wird jedoch bei Kindern beispielsweise eine lebenslimitierende Erkrankung festgestellt, können sie bereits direkt nach Diagnosestellung (hier ist vom Lebensende niemals die Rede) einen Hospizdienst in Anspruch nehmen. Der Krankheitsverlauf ist bei Kindern fast immer langwieriger und tritt meist in Schüben auf. Das bedeutet, es geht dem Kind über einen längeren Zeitraum gut, dann aber auch wieder einmal nicht so gut. Bis zur Eröffnung eines stationären Kinderhospizes in Mecklenburg-Vorpommern ist es ein langer Weg. So müssen unter anderem Statistiken vorliegen, die belegen, dass ein Kinderhospiz benötigt wird. Zahlen anderer Kinderhospize in Deutschland und die Erfahrung der Vorsitzenden des Fördervereins Petra Abramowski bei ihrer täglichen Arbeit als Krankenschwester auf der onkologischen Kinderstation des Greifswalder Universitätsklinikums reichen leider nicht. Um aussagekräftige Statistiken vorlegen zu können und vor allem um Spenden und Mitglieder für den Verein einzuwerben, startete der Förderverein Kinderhospiz Leuchtturm Anfang 2013 vorerst mit einem ambulanten Kinderhospizdienst. Hierbei besuchen speziell vorbereitete ehrenamtliche Mitarbeiter regelmäßig betroffene Familien Zuhause und kümmern sich bereits ab Diagnosestellung um die Familie. Sie sorgen dafür, dass Eltern und Geschwister Dinge des alltäglichen Lebens wie zum Beispiel einen Kino- oder einen Friseurbesuch einmal wieder in aller Ruhe durchführen können. Sie erhalten Hilfe bei Behördengängen, Hausaufgabenhilfe und vieles mehr. Die Betreuung richtet sich individuell an den Familien aus. Menschen, die sich für die Aufgabe eines Familienbetreuers interessieren und sich dafür berufen fühlen, sollten sich beim Förderverein melden. Für die ehrenamtliche Aufgabe des Familienbetreuers bedarf es keiner medizinischen Vorbildung, einzig die menschliche Eignung ist wichtig und die Bereitschaft ihre Zeit zu schenken. Der Verein strebt eine Vernetzung durch ehrenamtliche Mitglieder flächendeckend an. Da der einzig bestehende Kinderhospizdienst OSKAR in Rostock natürlich nicht des gesamte Land MV betreuen kann, ist ein zweiter ambulanter Dienst dringend notwendig. Bereits jetzt, noch vor Start des ambulanten Kinderhospizdienstes werden drei Familien von Petra Abramowski in ihrer Freizeit betreut.
Informationen und direkte Kontaktmöglichkeiten findet man im Internet unter
http://kinderhospiz-leuchtturm.de oder unter der Telefonnummer 03834 5253002













