(openPR) Gelenkerkrankungen und orthopädische Probleme sind der Grund für jeden vierten Tierarztbesuch. Besonders alte Tiere haben mit Gelenkbeschwerden zu kämpfen. Nicht zuletzt trägt häufig eine Überfütterung dazu bei. Immerhin sind mittlerweile über 28 Prozent aller Hunde zu dick. In einigen Fällen genügt eine Anpassung der Ernährung, um die Skelettgesundheit wieder herzustellen.
Leipzig, 9. Januar 2013 Der Bewegungsapparat des Hundes leidet im Alter unter Verschleißerscheinungen. Zudem bewegen sich alte Hunde weniger und bekommen dennoch übermäßig viel Energie durch Nahrung zugeführt. Viele der orthopädischen Erkrankungen lassen sich darauf zurückführen. Einige Rassen sind zudem genetisch anfälliger für spezielle Erkrankungen, wie zum Beispiel Hüftgelenksdysplasie (Rottweiler, Deutscher Schäferhund, Labrador, Golden Retriever) und Ellenbogendysplasie (Berner Sennenhund, Deutscher Schäferhund, Doggen).
Durch die eingeschränkte Aktivität der betroffenen Hunde entwickeln die Tiere leicht Übergewicht. Die Leipziger Tierärztin Stefanie Schmidt sieht insbesondere in der falschen Fütterung ein Problem: „In vielen Fällen sind Ernährungsfehler an der Entstehung der Erkrankungen beteiligt. Die zusätzliche Gewichtsbelastung des Bewegungsapparates verstärkt die Symptome deutlich. Eine Gewichtsreduktion kann bei diesen Patienten zu einer signifikanten Besserung der Beschwerden beitragen und sollte Teil jeder Arthrosetherapie sein.“ Gelenkprobleme zeigen sich meist durch Lahmheiten, mangelnde Belastbarkeit und Schmerzen oder Steifheit nach dem Aufstehen.
Zum Abnehmen empfiehlt es sich, eine speziell entwickelte Reduktionsdiät durchzuführen, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Auf Grundlage aller Eigenschaften des Hundes wird hier der Energiebedarf berechnet und die Energiedichte des Futters reduziert. Auch körperliche Aktivität kann einen Beitrag zur Gewichtsreduktion leisten. Denn diese fördert insbesondere die Kräftigung der Muskulatur - und das entlastet wiederum die Gelenke.
Darüber hinaus gibt es unterschiedliche funktionale Inhaltsstoffe für Hundefutter, die sich als hilfreich bei der Behandlung erwiesen haben, so Ernährungsexpertin Schmidt: „Die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure wirken entzündungshemmend und Grünlippmuschelextrakt hat sich in vielen Studien als effektiv bei der Linderung von arthrosebedingten Symptomen beim Hund erwiesen.“
Eine Ergänzung des Futters betroffener Hunde ist durchaus ratsam und kann die Notwendigkeit weiterer Medikamente verzögern. Allerdings sollte beachtet werden, dass die Nahrungsergänzungen mit in die Gesamtnährstoffzufuhr einbezogen werden, um Fehlversorgungen zu vermeiden.
Vorbeugen ist besser als Nachsorge: Einer Skeletterkrankung kann bereits im Welpenalter entgegengewirkt werden. Während des Wachstums wird die Grundlage für einen gesunden Bewegungsapparat geschaffen. Für jedes Hundealter ist es laut Schmidt wichtig, das Futter optimal auf den Hund einzustellen: „Um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten, muss die Ernährung optimal auf den Bedarf des einzelnen Tieres abgestimmt werden.“












