(openPR) München, 20.12.2012
Handschuhe? Na klar, jetzt im Winter sind sie uns als Kälteschutz und modisches Accessoire sehr willkommen. Im Sommer aber setzen wir unsere Hände meist ungeschützt Wind, Wetter und vor allem der Sonne aus. Und: So aufwändig wir mittlerweile unsere Gesichtshaut verjüngen – die Hände sind Stiefkinder der Anti-Aging-Prävention und –Nachsorge geblieben. Dabei sind sie als unermüdliche Handwerker fast noch stärker als das Gesicht den Alterungsmechanismen (UV-Strahlung, Umweltgifte, mechanische Belastungen) ausgesetzt und verraten das wahre Alter einer Frau deshalb meist auf den ersten Blick … wenn man nichts dagegen tut. Zur optischen Handverjüngung gibt es nämlich einige sehr effektive minimalinvasive Verfahren:
DO-IT-YOURSELF!
Für die Selbstbehandlung der Hautoberfläche gibt es heute eine ganze Reihe hochwirksamer externer Präparate. Den stärksten Anti-Aging- und Glättungseffekt hat nach wie vor Vitamin-A-Säure, die – bei gleichzeitigem Lichtschutz – in 0,05 bis 0,1%iger Konzentration als Creme 1-2 x täglich über mehrere Monate aufgetragen wird. Aber auch Produkte mit Zusätzen wie Hyaluronsäure, Vitamin C und E, Q10 oder mit Antioxidantien wie Polyphenole oder Coffeeberry sind – vor allem prophylaktisch – smarte Anti-Aging-Helfer.
CHEMICAL-PEELING
Wesentlich effektiver ist ein chemisches Peeling beim Dermatologen. Es kann mit Fruchtsäuren, Trichloressigsäure, Fruchtsäure-Salicylsäure-Kombinationen, einem Mix von Trichloressigsäure, Fruchtsäure- und Kojisäure oder einer Kombination von „Jessner`s Solution“ und Trichloressigsäure durchgeführt werden. Jedes dieser Peelings bewirkt eine Denaturierung der Hornschicht und der obersten Zellschicht bis hin zu den obersten Regionen der Lederhaut, die sich dann abschälen. Anschließend wird die Zellschicht erneuert und das kollagene Fasergewebe über Monate neu aufgebaut. Das Ergebnis: eine glattere, straffere und einheitlich pigmentierte Haut.
LASERTHERAPIE
Altersflecken – die ja eigentlich Sonnenflecken sind! – geht es mit Lasern wie dem Rubin und dem Neodym-YAG-Laser an die Substanz. Aber auch eine oberflächliche Abtragung mit dem Erbium-YAG-Laser bringt sichtbare Ergebnisse: Beim Skin-Refreshing wird lediglich die Epidermis (Zellschicht) oberflächlich abgetragen, damit sie sich neu aufbauen kann. In den letzten Jahren hat sich außerdem die fraktionale CO2-Laserbehandlung etabliert, bei der nur ein Teil (ca. 25 %) der Hautoberfläche behandelt wird. Dank der unbehandelten, die Einschusslöcher umgebenden Hautzellen, erfolgt die Regeneration sehr schnell innerhalb von 4-5 Tagen. Das Ergebnis auch hier: Die Haut ist glatter, straffer und einheitlicher pigmentiert.
IPL-LICHTBEHANDLUNG
Wer vor dem Laser noch zurückscheut, kann Pigment- und Altersflecken mit IPL-Licht (Intense Pulse Light) behandeln lassen. Dieses Verfahren (das viele Frauen als Mittel zur dauerhaften Haarentfernung kennen) hat neben der Fleckentfernung sogar noch einen Zusatznutzen: Die Haut wird leicht gestrafft und feinporiger.
PHOTODYNAMISCHE THERAPIE
Ein sehr überzeugendes Verfahren bei Lichtschäden ist die moderne Photodynamische Therapie (PDT). Dazu wird die natürliche Substanz 5-Delta-Aminolävulinsäure, eine Vorstufe des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, für 3 Stunden unter einem lichtdichten Verband auf die Haut aufgetragen. In dieser Zeit wird die Substanz von den lichtgeschädigten Zellen, insbesondere den von weißem Hautkrebs und dessen Vorstufen befallenen Zellen, aufgenommen, nicht aber von den gesunden Zellen. Anschließend wird die Haut mit einem speziellen Rot-, Blau- oder Gelb-Licht bestrahlt, das mit der 5-Delta-Aminolävulinsäure reagiert. Zellen mit dieser Substanz werden durch die Bestrahlung zerstört – und infolge durch gesunde Zellen ersetzt. Auch hier ist die Haut nach der Behandlung einheitlich pigmentiert, glatter, feinporiger und straffer. In Fällen mit ausgeprägter Lichtschädigung kann zuvor noch eine fraktionale CO2-Laserbehandlung sinnvoll sein. Sie verstärkt den Effekt der Photodynamischen Therapie um ein Vielfaches. Allerdings muss man dann auch stärkere Nebenwirkungen (vergleichbar mit einem heftigen Sonnenbrand) für 8-10 Tage in Kauf nehmen.
VOLUMENAUFFÜLLUNG MIT EIGENFETT ODER FILLERN
Je älter unsere Hände werden, desto deutlicher treten gerade bei schlanken Frauen Knochen, Sehnen und Venen hervor. Ursache ist das mit der Zeit schrumpfende Haut- und Unterhautfettgewebe. Um dieses wieder aufzupolstern, wird von einem Einstich am Handgelenk aus mit stumpfen Kanülen fächerförmig Eigenfett, Hyaluronsäure oder Calciumhydroxylapatit (Radiesse) injiziert. Das Eigenfett wird zum Beispiel am Bauch, den Oberschenkeln oder Love-Handles entnommen und aufbereitet. Insgesamt lässt sich durch die Volumenauffüllung eine wesentliche Glättung und Verjüngung der Handrücken erreichen.
MESOTHERAPIE
Die von dem französischen Arzt Michel Pistor entwickelte Mesotherapie, eine Einspritzung von Wirksubstanzen mittels feinster Kanülen in oberste Hautschichten, kann mit unvernetzter Hyaluronsäure, Vitaminkonzentraten, durchblutungsfördernden Medikamenten oder Kombinationen dieser Substanzen durchgeführt werden. Dabei werden in dichtem Abstand kleine Quaddeln in die obere Hälfte der Lederhaut gespritzt, die sich innerhalb von 1-2 Tagen verteilen. Die Mikroverletzungen durch die Nadelpunktionen bewirken die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, die dann – ähnlich wie bei der Wundheilung – den Neuaufbau von kollagenen und elastischen Fasern in Gang setzen. Wählt man Hyaluronsäure, wird der Effekt durch den Dehnungsreiz noch intensiviert. Die antioxidativen Vitamine C und E wirken zellschützend, regenerativ und kollagenaufbauend.
MICRO-NEEDLING
Nicht ganz so tief gehen die Stiche beim Micro-Needling. Hier wird ein Dermaroller – das ist eine kleine Kunststoffwalze mit Dutzenden von kleinen Nädelchen (Länge 0,5-1,5 mm) – in mehreren Richtungen über die Hautoberfläche gerollt. So entstehen multiple kleine Verletzungen, die zur Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und damit ebenfalls zu Regenerationsvorgängen führen.
RADIOFREQUENZBEHANDLUNG
Wie Laser und IPL nutzt auch die Radiofrequenzbehandlung die Wirkung von Hitze auf das Gewebe. Bei diesem Verfahren wird eine Metallelektrode über die mit einem Kontaktgel präparierte Haut geführt. Sofort fließt hochfrequenter Wechselstrom zwischen dieser Elektrode und einer weiteren, die entweder auf der anderen Seite der Hand (monopolar) oder auf der gleichen Seite in der Nähe der anderen Elektrode (bipolar) platziert ist. Dadurch werden Wassermoleküle sehr schnell hin und her rotiert und erzeugen Reibungswärme. In einer einstellbaren Tiefe kommt es deshalb zu einer Erhitzung (ähnlich wie bei einer Mikrowelle) auf 43 bis 45 Grad, die den Neuaufbau von kollagenen und elastischen Fasern aktiviert. Die Behandlung erfolgt entweder mit münz- und linsenförmigen Handstücken (Skin-Refacing) oder mit großen Handstücken, bei denen die Erwärmung mittels Infrarot-Thermometer kontrolliert wird (z.B. Accent-Radiofrequenzbehandlung). Meist sind mehrere Behandlungen (6 x im Abstand von 3 Wochen) erforderlich. Der Aufbau der Kollagenfasern dauert 2-6 Monate.
NADELRADIOFREQUENZBEHANDLUNG (INTRACEL)
Als eine Kombination aus Micro-Needling und Radiofrequenzbehandlung präsentiert sich das IntraCEL-verfahren. 49 feine Goldnadeln werden hier in einstellbarer Tiefe in die Haut gestempelt. In dem kurzen Moment (0,2 Sekunden), in dem sie sich in der Haut befinden, fließt ein Radiofrequenzstrom zwischen den Nadelspitzen und erwärmt die Lederhaut auf ca. 70 Grad. Auch diesem starken Reiz folgt der Neuaufbau von Kollagen und elastischen Fasern. Die Behandlung wird 1-2 x im Abstand von 4-6 Wochen durchgeführt. Die Erneuerung des Gewebes dauert 2-4 Monate.
Kontakt:
DERMATOLOGIE AM DOM
Dr. med. Hans-Ulrich Voigt
Weinstraße 7a
80333 München
Telefon 089 / 29 96 57
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