(openPR) Wenn Wallace Chan Schmuck entwirft, dann ist das auch immer Kunst: Denn er verbindet Bildhauerkunst mit Schmuckdesign und seine Kreationen erinnern an Skulpturen. Die außergewöhnlichen Entwürfe brachten ihm als erstem chinesischen Künstler eine Einladung zur Kunstmesse Biennale des Antiquaires in Paris ein.
Schmuckstücke, das sind für Chan in sich geschlossene Skulpturen. „Skulpturen, die innere Schönheit und Farben enthüllen", so der Künstler.
Den besonderen Zugang zum Schmuckdesign verdankt Chan seiner Zeit als Bildhauer. Sie habe ihn das dreidimensionale Arbeiten gelehrt und seinen Sinn für Realismus geschärft, so der Künstler.
Als Bildhauer schnitzte Chan zunächst Skulpturen aus Elfenbein und er arbeitete mit Jade, Korallen und Smaragden. Er vermisste aber bald das Feuer bei Materialien wie Elfenbein und Holz: Deshalb begann er, mit Kristallen zu arbeiten und entwickelte 1987 den Wallace Cut. Auf der Suche nach mehr Farbe wechselte der Künstler schließlich zu Edelsteinen. Sie seien die unausweichliche und ultimative Wahl für ihn gewesen, so Chan im Rückblick.
Außergewöhnliche Edelsteine präsentierte Wallace Chan auch bei der Biennale des Antiquaires in Paris. Die Kollektion stand für die chinesische Philosophie und Ästhetik. Jedes Schmuckstück reflektiere die universelle Harmonie und sei Ausdruck des Prinzips „Eins ist alles und alles ist Eins", so Chan.
Diese Idee der Einheit (Harmonie von Mensch und Natur) stamme aus der klassischen chinesischen Philosophie, die ihre Ursprünge in den Lehren von Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus habe.
Ihm sei wichtig, nach den missachteten Seiten der Schönheit zu suchen und sie ins rechte Licht zu setzen, erklärt Chan. „Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass Blumen und Schmetterlinge schön sind, aber was ist mit Zikaden und Skorpionen?" Für ihn steht fest: „Ich glaube an die Schönheit in allem Lebenden."
Zu den Schmuckstücken, die Chan an der Seine präsentierte, gehörte unter anderem das aus Imperial Jadeit gearbeitete Design „Stilled Life". Das Material sei besonders geschmeidig und weich und das Schmuckstück überzeuge mit intensiven und lebendigen Farben, einer hohen Lichtdurchlässigkeit und unwiderstehlichem Glanz, so der Designer.
„The Wallace" ist ein weiterer seltener Edelstein in seiner Kollektion. Der einzigartige Katzenaugen-Alexandrit von besonderer Qualität und Größe wurde der wichtigste Stein in der Kette „Eyes of Infinity", die von Skorpionen inspiriert sei, so der Künstler. Die Halskette „A Drop of the Ocean" ziert ein Aquamarin-Solitär mit 379,21 Karat, der von außergewöhnlicher Reinheit ist und wie ein zauberhafter grün-blauer Ozean aus dem Traum eines Fisches wirkt.
Die Einladung nach Frankreich wertete Chan als Anerkennung seiner Arbeit in den vergangenen 30 Jahren und zugleich als Chance: Er nutzte den Auftritt um die Philosophie und Ästhetik der orientalischen Schmuckkunst hervorzuheben und deutlich zu machen, wie diese mit westlicher Technik verschmolzen werden kann. Die Harmonie zwischen östlicher und westlicher Kultur zu betonen, die aus seiner Sicht die aktuelle Ära prägt, danach strebt der Künstler schon lange: „Dies ist eine Ära, in der Grenzen immer mehr verschwimmen, während Kulturen verschmelzen", so Chan.
Die Nähe der Kulturen erlebt der Künstler auch im Kontakt mit seinen Kunden: Chans Arbeiten werden etwa bei Bergdorf Goodman und Neiman Marcus in den USA verkauft. Einen Unterschied zwischen asiatischen und amerikanischen Kunden hat der Designer dabei nicht festgestellt: Als Schmuckdesigner sei es für ihn entscheidend, dass sich die Trägerin schön fühle, vor allem, wenn es sich bei dem Schmuckstück um eine Auftragsarbeit handele. Das Schmuckstück solle das Flair des Auftragsgebers und den markanten Wallace Chan Stil widerspiegeln. Für ihn sei jeder Sammler, ebenso wie seine Schmuckstücke, einzigartig und zeige Wertschätzung für die chinesische Kultur, die einzigartige Geschichte jedes Schmuckstücks und die äußerst sorgfältige Handwerkskunst.
Hongkong hat für Chan eine besondere Bedeutung: Es sei eine Metropole, in der der Osten auf den Westen treffe und sie halte spannende kulturelle Begegnungen parat, die ihn inspirierten. Als Stadt der Freiheit böte Hongkong ausgezeichneten Nährboden für Kreativität.
Der Künstler sieht auch den rasanten Wandel der Metropole: Hongkong sei früher weniger wohlhabend gewesen, Bildung zählte zum Luxus und es sei eher darum gegangen im Leben über die Runden zu kommen, erinnert sich der Künstler.
In einer Welt, in der es fast zu viel Genuss gebe, sei es von Vorteil, die Perspektive eines Babys behalten zu können und sich die Neugier auf die kleinen und einfachen Details im Leben zu bewahren. In die eigene Geschichte und Kultur einzutauchen und sich nicht von kurzfristigen Befriedigungen ablenken zu lassen sei ein unschätzbarer Wert für seine künstlerische Arbeit. Zeit und Geduld zählten dabei zu den größten Investitionen, so der Künstler.













