(openPR) Eine Frau bemerkt an sich die ersten Anzeichen von Vergesslichkeit. Panikattacken verunsichern sie. Ohne Wissen ihres Partners geht sie zum Arzt und erhält die Diagnose Alzheimer. Während der Abwesenheit ihres Mannes zieht sie sich in eine betreute Einrichtung zurück.
Der Mann respektiert ihre Entscheidung, aber er lässt sie nicht allein. Bei seinen täglichen Besuchen entwickelt er ein Ritual: Er bringt Musik mit, an die sie beide Erinnerungen haben. Und tatsächlich erinnert sie sich und erzählt.
Zu Hause schreibt er alles auf und vergleicht ihre mit seinen Lebenserinnerungen: Erlebnisse der Kindheit, mit Eltern und Großeltern, mit zwei politischen Systemen, die ihr Leben entscheidend geprägt haben.
Die Geschichte von Karla und Peter ist erfunden, aber sie enthält wichtige Hinweise darauf, wie Musik die Erinnerungen wecken kann, sogar bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Sie zeigt aber auch, wie wichtig neben der Musik die Liebe und die Achtsamkeit des Partners für das Wohlbefinden des Patienten sind.
Es finden sich Hinweise auf Ereignisse im Leben, die möglicherweise Karlas Erkrankung gefördert haben. Eine Kindheit und Jugend im Krieg, Erlebnisse mit Großeltern und Eltern, Verlust, Angst und Scham, all das kann einen Menschen im Alter zum Vergessen anstiften. Eine große Liebe, eine fast 50 Jahre dauernde schicksalhafte Trennung und ein glückliches Wiedersehen – und dann die ersten Anzeichen der Alzheimer-Erkrankung, die Karla in ein Pflegeheim umziehen lässt. Das sind Lebensgeschichten, die anrühren und eine Demenzerkrankung verstehbar machen.
Mit einem Einführung zum Thema \"Liebe, Demenz & Musik\" von Dr. Beate Forsbach, Musikpädagogin und Gesundheitscoach.
Anne Weinhart:
Ein leiser Abschied
Liebe, Demenz und Musik
12x19 cm, 132 Seiten
ISBN 978-3-943134-16-2, 12,90 Euro
Leben ist Mee(h)r, Edition Forsbach 2012










