(openPR) Ein Trend, den wir nun schon eine Weile beobachten, ist bekannt unter dem Akronym SoLoMo. Dahinter stecken drei Adjektive, nämlich social, local und mobile.
Worum geht es?
Grundsätzlich verbirgt sich hinter dem Begriff SoLoMo eine fundamentale Veränderung in der Internetnutzung. Die drei Online-Bereiche, also Social Media, Local Services und Mobile, verschmelzen miteinander. Da mobile Endgeräte vielfältige neue Funktionen wie eben Geolocation bieten, rückt nun das soziale wie auch räumliche Umfeld des Users in den Fokus. Letztlich spiegelt der Begriff eine Veränderung im Leben und Denken der Konsumenten wider.
Wie verändert SoLoMo die Vorgehensweise der Marktforschung?
Mit den technischen Möglichkeiten, die sich dem Konsumenten bieten, steigen auch die Möglichkeiten des Marktforschers. Denn vor allem aufgrund der Lokalisierungsmöglichkeit ergeben sich zahlreiche Ansatzpunkte für die Forschung: von rein quantitativer Erhebung bis hin zur qualitativen Befragung im tatsächlichen Moment of Truth.
Zudem führt dieser Begriff vor Augen, dass die Trennung von einzelnen Forschungsbereichen dem Kunden von heute, insbesondere dem Digital Native, auf Dauer nicht mehr gerecht werden kann und relevante Insights nur durch die Kombination unterschiedlichster Methoden möglich sind. Damit steigt natürlich die Datenmenge, die dem Marktforscher zur Verfügung steht, zumal sich deren Qualität grundlegend ändert.
Folglich spielt auch das große Schlagwort Big Data eine entscheidende Rolle. Denn all diese Daten müssen gesammelt und analysiert werden. Die große Herausforderung der kommenden Jahre wird sein, wie diese Daten – eine Kombination von ethnographischen Daten, Beobachtung, passive Erhebung und Zuhören – gesammelt und analysiert werden. Aktuell fehlen dafür noch die Rahmenbedingungen, sowohl aus technischer wie auch aus rechtlicher Sicht. Über kurz oder lang werden sich aber dafür neue Standards entwickeln.
SoLoMo zeigt einmal mehr, dass sich die Marktforschung in einer Übergangsphase befindet und massiv gefordert ist, sich für die kommenden Jahre neu aufzustellen.








