(openPR) Kaarst-Holzbüttgen - 14.12.2012. Die Laeiszhalle, Hamburgs traditionsreiches Konzerthaus und erste Adresse für klassische Musik, begeistert jährlich über 400.000 Besucher. Dabei ist nicht nur die Akustik von großer Bedeutung, auch die Atmosphäre in den Sälen muss zum Wohlfühlen einladen. Der große Saal des Hauses hat allein 2023 Plätze und die drei kleineren Säle zählen insgesamt weitere 869 Plätze. Wo viele Menschen sind, wird viel Wärme produziert, verschiedenste Gerüche vermischen sich und durch die Atmung steigt der CO2-Gehalt der Raumluft an. Damit der Besucher unter diesen Umständen das Konzert trotzdem genießen kann, bedarf es ausgeklügelter Gebäudeleittechnik. Das umfasst nutzungsgerechte Belüftungsanlagen, die nicht nur die Temperatur und Luftzufuhr, sondern auch die CO2-Emissionen regulieren und der Außentemperatur gerecht werden.
Zur Erneuerung der Belüftungsanlagen und zur Steigerung der Energieeffizienz wurde von der Geschäftsführung im Jahr 2011 ein geeignetes System für die Gebäudeautomation gesucht. Zuerst sollten nur zwei der vier Lüftungsanlagen erneuert werden, um zu testen, ob die Investition sich auszahlt. Damit eine optimale Lösung gefunden werden konnte, wurde das Projekt öffentlich ausgeschrieben. Dabei hat sich gegen vier andere Bewerber das Konzept des langjährigen PRIVA-Partners WARO aus Lübeck durchgesetzt. Die Entscheidung begründete sich auf dem optimalen Preis-Leistungsverhältnis der PRIVA-Produkte und der umfassenden Beratungsleistung des Teams bei der Auswahl der nötigen Technik. Auch die bisherigen Referenzen der WARO MSR-Technik GbR im Bereich Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für Gebäudeautomatisierung überzeugt die Betreiber der Laeiszhalle.. Thomas Robowsky, verantwortlich für DDC-Regelungen und Gebäudetechnik bei WARO, stand beratend bei der Auslegung der Regelungstechnik zur Seite: „Bei dem Konzept ging es besonders darum, die benötigte Luftmenge dem ständig wechselndem Bedarf anzupassen. Herausfordernd war die Integration der Feldgeräte. So musste beispielsweise der Raumtemperaturfühler in ein altes Gehäuse eingepasst werden, um den nostalgischen Charme des Gebäudes zu erhalten.“
Innovative Technik trifft traditionelles Bauwerk
Das Konzerthaus der Elbphilharmonie wurde am 04.Juni 1908 eröffnet und war zu dem Zeitpunkt das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands. Hier wurde Musikgeschichte geschrieben, u.a. dirigierte Richard Strauss und Igor Stranwinsky in dieser ehrwürdigen Halle. Ermöglicht hat den Bau der bekannte Hamburger Reeder Carl Heinz Laeisz. Testamentarisch legte er fest, dass die Firma F. Laeisz 1,2 Millionen Markt für eine „würdige Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik“ stiftet. Die bekannten Architekten Martin Haller und Erwin Meerwein errichteten das neobarocke Konzerthaus, das bis heute zu den schönsten Europas zählt. Diese Nostalgie galt es auch bei den Umbaumaßnahmen zu wahren. Dank der dezenten, flexibel einsetzbaren und platzsparenden Geräte von PRIVA war das kein Problem.
Die Laeiszhalle verfügt historisch über 4 Lüftungsanlagen mit einer Luftleistung von je 20.000 m3/h. Zwei der Lüftungsanlagen wurden gegen ein zentrales Gebäudeleitsystem ersetzt. Dabei wurde auf die effiziente HX-Produktreihe gesetzt. Als Basis dient das Modul Compri HX8E, an dessen Schnittstellen (RS232 und RS485) u.a. PCs, Modems, Verknüpfungen, Netzwerkverbindungen zu anderen Compri-Regelcomputern sowie das Touchscreen angeschlossen werden können. Diesem Basismodul wurden 2 Erweiterungsmodule des Typs XM1 hinzugefügt. Diese regulieren nun die Frischluftzufuhr, die Abluft und die Temperatur. Das Besondere an den PRIVA Modulen ist, dass das System beliebig und flexibel erweitert werden kann. Ein weiterer Vorteil des PRIVA-Systems war außerdem, dass das Basismodul die Nutzung eines GSM-Modems für die drahtlose Kommunikation ermöglicht. Denn es war keine Festnetz-Telefonleitung vorhanden, die in das System hätte integriert werden können. Nun lässt sich das System vor Ort über das Intranet oder per Fernzugriff bedienen. Bei einer Fehlermeldung wird unverzüglich eine SMS mit der Problembeschreibung auf das Handy des Facility Managers gesendet und auch WARO als Dienstleister benachrichtigt. Die Browser-Bedienung des Compri HX basiert dabei auf XML. Ein wichtiger Vorteil von XML besteht darin, dass außer den Daten selbst auch deren Bedeutung versendet wird und somit keine Missverständnisse bei der Fehlerdiagnostik auftreten können. Besonders in der Einführungsphase ist das hilfreich, so können ohne lange Anfahrtswege letzte Feinjustierungen per Fernmeldesystem durchgeführt werden.
Umbau zahlt sich aus
Die Betreiber sind mit dem neuen System so zufrieden, dass nun im Zuge von fälligen Sanierungen die verblieben zwei alten Lüftungsanlagen im Spätsommer 2012 auch mit der Technik von PRIVA ausgerüstet werden sollen. Bereits nach einem halben Jahr der Inbetriebnahme, können die Betreiber eine Energiekosteneinsparung von einem Drittel gegenüber der alten Technik verzeichnen. Zudem herrscht ein angenehmeres Luftverhältnis und die Luftqualität hat sich verbessert, was auch den Besuchern positiv aufgefallen ist.












