(openPR) LEIPZIG. (Ceto) An den Rohölbörsen ist weiter Zeit für vorweihnachtliche Gewinnmitnahmen. Trotz positiver Wirtschaftsdaten aus USA und China – beide riesige Energieverbraucher – spiegelt sich das Potenzial nicht in den Notierungen wieder. 107,60 Dollar je Barrel sind für Nordseeöl (Brent) zu löhnen – und damit etwa so viel wie gestern Nachmittag. Und 85,80 Dollar kostet ein Barrel amerikanischen Leichtöls (WTI) - einen halben Dollar weniger als gestern Nachmittag.
Geschehen ist indes nicht viel, außer dass Mario Monti sich eigenen Aussagen zufolge alsbald in die Riesen-Riege italienischer Ex-Ministerpräsidenten einreihen will. Die Halbwertzeit auf diesem Posten ist denkbar gering. Immer-mal-wieder-MP Berlusconi hat wieder Lust (!) – es wäre seine fünfte Amtszeit. Für die Weltwirtschaft ist das heute beginnende OPEC-Treffen interessanter. Aber: Derzeit dürfte das Kartell hinsichtlich der erzielbaren Rohöl-Erlöse im Durchschnitt recht zufrieden sein. 100 Dollar stehen als Wunsch im Raum, weit davon entfernt ist man nicht. Damit sind die Ölländer gut bezahlt und trotzdem lukrativ genug, als dass die Abkehr vom Öl forciert werden müsste. Überraschungen werden daher nicht erwartet.
Gasöl fällt am gestrigen Abend unter 900 Dollar je Tonne. Bei festerem Euro (1,295 Dollar) ist das für Heizölkunden ein weiterer lichter Moment im Jahr 2012. Die Preise werden auch heute weiter rückläufig erwartet. Längere Zeit unterhalb von 90 Euro je 100 Liter Heizöl bewegten sich die Endverbraucherpreise nur Ende Januar und im Frühjahr (Mai/Juni).
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