(openPR) Letzten Donnerstag haben wir bei Facebook eine einfache Frage gestellt. Fünf Tage später hatten mehr als 62.000 Menschen diese Frage beantwortet, und unsere Facebook-Seite hatte über 12.000 Fans.
Was war passiert?
Die Geschichte geht so: Vor einigen Wochen haben wir „Election Guru“ veröffentlicht, eine kostenlose iPhone App, bei der es darum geht, die Gewinner wichtiger Wahlen in aller Welt vorherzusagen.
Die Spieler sammeln Punkte, indem sie Tage, Wochen und sogar Monate im Voraus erraten, wer die Wahlen gewinnen wird. Statt einfach nur eine weitere Voting-App zu entwickeln, haben wir versucht, die globale Politik als Spiel zu inszenieren.
Ein Grund dafür war, dass wir die Aufmerksamkeit für die demokratischen Prozesse rund um den Globus erhöhen möchten. Allzu oft erfahren wir von Wahlen in anderen Ländern ja erst, wenn sie schon vorüber sind. Das ändert sich vielleicht, wenn wertvolle Punkte auf dem Spiel stehen.
Unser erster Versuch, die App bekannt zu machen, machte uns jetzt erneut den enormen Einfluss der Technologie auf die Demokratie bewusst, der schon in den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2008 und im Arabischen Frühling deutlich geworden ist.
Da die nächste Wahl, deren Ergebnis die Nutzer unserer App vorhersagen können, die Präsidentschaftswahl in Ghana ist, haben wir uns entschlossen, die Menschen in Ghana selbst zu fragen, welcher der beiden Favoriten ihrer Meinung nach am 7. Dezember gewinnen wird. Dazu erstellten wir eine einfache Umfrage und bewarben sie bei Facebook.
Nach nur drei Stunden hatten bereits 5.000 Facebook-Nutzer aus Ghana eine Antwort gegeben. In Deutschland würde man mit Kosten von mindestens 1.500 € rechnen, um eine ähnliche Reichweite zu erzielen. Wegen der geringeren Anzeigenkosten und der außergewöhnlich hohen Klickrate beschränkten sich unsere Ausgaben nach drei Stunden aber auf 16,70 €.
Fünf Tage später konnten wir dann mit einem eindrucksvollen und interessanten – wenn auch nicht repräsentativen – Ergebnis aufwarten: 60 % der Teilnehmer der Abstimmung erwarten, dass Akufo-Addo der nächste Präsident von Ghana wird (37.600), 40 % setzen auf Mahama (25.000).
Beeindruckend waren aber nicht nur die Zahlen. Bei der Wahl in Ghana am Freitag wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet, und in einem großen Teil der Beiträge auf Facebook ging es nicht um den einen oder anderen Kandidaten, sondern um den Wunsch nach fairen und friedlichen Wahlen.
Aus der Sicht mancher Kommentatoren sind die Wahlen für Ghana eine Chance, sich als Vorbild für einen friedlichen demokratischen Prozess darzustellen. An den Reaktionen der Teilnehmer unserer Umfrage ist abzulesen, dass viele Menschen in Ghana diese Sichtweise teilen. Dank ihrer beeindruckenden Beteiligung werden nun auch wir die Wahl am kommenden Freitag gespannt verfolgen.
http://www.facebook.com/pages/Election-Guru/116251101864334?ref=hl
iTunes
https://itunes.apple.com/app/election-guru/id572882043?mt=8
Website
www.election-guru.com










