(openPR) Gesundheitstouristische Angebote treffen zu selten die Bedürfnisse der Zielgruppe
Köln, 03.12.12. „Der Gesundheitstourismus ist tot – es lebe der Gesundheitstourismus.“ Mit diesem Satz lassen sich die Erkenntnisse des 1. Gesundheitstourismus-Kongresses in Geislingen zusammenfassen, den die Kölner Unternehmen Trendscope und INNCH gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) am Freitag durchgeführt haben.
Der Gesundheitstourismus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Hoffnungsträger der deutschen Tourismuswirtschaft entwickelt. An kein anderes touristisches Segment werden derzeit größere wirtschaftliche Erwartungen geknüpft. Doch die Nachfrage nach dem von Hotels, Tourismusorganisationen oder Kliniken offerierten Angebot bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück. Die Ursachen dafür haben die Veranstalter des Kongresses in den vergangenen Monaten in umfangreichen qualitativen Studien untersucht.
Etwa 100 Teilnehmer hatten sich am vergangenen Freitag trotz winterlicher Witterung auf den Weg in das idyllisch verschneite Städtchen am Fuße der Schwäbischen Alb gemacht, um sich über die neuen Studienergebnisse und eine optimierte kundenorientierte Vermarktung gesundheitstouristischer Angebote auszutauschen.
Zu den Referenten zählten Prof. Dr. Horst Blumenstock, Studiendekan des Fachbereichs Gesundheits- und Tourismusmanagement an der HFWU Nürtingen-Geislingen, Dr. Dennis Hürten, Geschäftsführer von Trendscope sowie Monika Heimann und Michael Schütz, Geschäftsführer von INNCH.
Michael Schütz berichtete über eine tiefenpsychologische Typisierung von Gesundheitstouristen, darauf aufbauend stellten Professor Blumenstock und Dr. Dennis Hürten die Ergebnisse einer detaillierten Bestandsanalyse zum deutschen Gesundheitstourismus dar. Die Erkenntnisse und Zukunftsperspektiven, die sich aus den Studieninhalten ergeben, fassten Monika Heimann und Dr. Dennis Hürten abschließend zusammen und gaben einen Ausblick auf die weitere Projektforschung.
Die Ergebnisse legen eine grundlegend veränderte Herangehensweise im Umgang mit dem Segment Gesundheitstourismus nahe, da die bisherigen Angebote nur die Hälfte der potenziellen Nachfrager ansprechen. Der Grund hierfür ist einfach: Eine Vielzahl von Angeboten ist für Patienten gemacht. Vermarktet werden diese Angebote aber an selbstzahlende Urlauber. Diese fühlen sich jedoch von solchen indikationsorientierten Angeboten nicht angesprochen. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Die oftmals gezeigte Ärzteschar macht eher Angst als Lust.
Aus Sicht der Teilnehmer waren die neu gewonnenen Erkenntnisse für ihre weitere touristische Arbeit sehr hilfreich. Es wurde deutlich, dass der Markt anders funktioniert als bislang angenommen und dies eine veränderte Entwicklung, Kommunikation und Vertrieb gesundheitstouristischer Angebote nach sich zieht. Hier gilt es, weiter anzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.
Alle Vorträge zum Download und Fotos zum Kongress finden Sie unter:
http://www.trendscope.com/nachlese-gesundheitstourismus-kongress









