(openPR) Burn-out ist eine Erkrankung, die in den Medien immer häufiger thematisiert wird. Viele Menschen erkennen sich in den beschriebenen Symptombildern wieder und erhoffen dann Heilung durch geeignete Therapieformen. Kann die Hypnose hilfreich sein? Dr. Elmar Basse, Inhaber der Praxis für Hypnose Hamburg, erklärt: “In ihrer klinischen Form ist die Hypnose die Urmutter aller Therapieformen. Indem eine Kommunikation mit dem Unbewussten hergestellt wird, können mittels Hypnose Selbstheilungskräfte aktiviert werden, die bislang blockiert waren.”
Eine der im Einzelfall schwierigen Fragen ist es meist, so Elmar Basse, genau herauszufinden, warum diese Heilungskräfte blockiert sind. Sogenannte problemorientierte Verfahren wie z.B. die Psychoanalyse gehen auf die Suche nach diesen vermuteten Ursachen – leider bekanntlich sehr aufwendig. Die Behandlung kann sich dann laut Elmar Basse nicht nur über Monate, sondern auch Jahre hinziehen. Eine solch lange Behandlungsdauer kann sich nicht jeder leisten. Die Hypnose ist, so betont Elmar Basse, prinzipiell kurzzeitorientiert. Und sie hat einen wichtigen Vorteil, erklärt Elmar Basse: “Der Patient kann sehr schnell erkennen, ob die Behandlung bei ihm Sinn macht und welche Veränderungsmöglichkeiten bestehen. Er braucht nicht erst eine Vielzahl von Sitzungen zu absolvieren, um Sinn und Zweck für sich abschätzen zu können.”
Was aber heißt “kurzzeitorientiert” in diesem Fall und kann denn die Kürze ein Selbstzweck sein? Elmar Basse erklärt dazu: “Kurzzeitorientiert geht einher mit lösungsorientiert. Kurzzeitorientierte Verfahren wie die Hypnose richten sich primär auf das Ziel, einen bisherigen problematischen Zustand zu verändern. Die Ursachenfrage wird nicht in den Vordergrund gestellt.”
Aber ist es denn, so kann man sich fragen, nicht unverzichtbar, die wahren Ursachen aufzudecken? Prinzipiell ja, so Elmar Basse, nur liegt ihm zufolge die Schwierigkeit eben darin, dass oft die Komplexität unterschätzt wird. Es ist verführerisch zu glauben, so Elmar Basse, es gebe die eine und wahre Ursache – also monokausal zu denken. Leider ist es hingegen laut Elmar Basse meist aber gerade so, dass eine ganze Vielzahl von Ursachen auf eine sehr verschlungene Weise miteinander verbunden sind. Und die Ursachensuche führt dann vom Hundersten ins Tausendste und über der Fahndung nach den Ursachen gerät man laut Elmar Basse immer tiefer in die Problemschleifen hinein, während etwaige Lösungen immer weiter nach hinten geschoben werden.
Das ist nun gerade bei der Burn-out-Symptomatik wichtig, wie Elmar Basse erklärt. Denn beim Burn-out handelt es sich nach allgemeinem Verständnis um einen Erschöpfungszustand, der mit dem Arbeitsleben assoziiert wird. Ganz klar definiert ist er laut Elmar Basse nicht, die Abgrenzung zu depressiven Störungen kann im Einzelfall recht schwierig sein. Eine beträchtliche Zahl von Patienten erlebt es jedoch nach Elmar Basse so, dass sie sich im Arbeitsleben stark einsetzen, oft an die Grenzen oder über ihr Leistungsvermögen noch hinausgehen. Wenn man dann mehr und mehr die Belastung spürt und wahrnimmt, dass man auch nicht mehr so effizient ist wie früher, versucht man oftmals das dadurch zu kompensieren, dass man noch härter und länger arbeitet.
Viele versuchen, so Elmar Basse, die wahrnehmbaren Symptome des Ausgebranntseins vor sich und anderen kleinzureden, sie überkompensieren: Je erschöpfter sie sich fühlen, desto mehr arbeiten sie, auch um sich selbst zu beweisen, dass sie ganz gesund sind.
Mit der Zeit kann dadurch laut Elmar Basse ein gefährlicher Problemzustand einzutreten: Die Betroffenen strampeln wie in einem Hamsterrad und hoffen insgeheim, es würde schon wieder besser werden, wenn sie mal etwas weniger zu tun hätten. Doch häufig genug tritt das nicht ein, selbst im Urlaub bleibt laut Elmar Basse die Angespanntheit und das Erschöpftsein oftmals bestehen.
Wie kann Hypnose da helfen? Elmar Basse weist darauf hin, dass die hypnotische Trance genau das Gegenteil des beschriebenen Problemzustands ist. In der Trance muss der Patient nichts “machen”, er gelangt auch nur in eine Trance, indem er sie geschehen lässt. Somit ist der Weg in die Trance auch schon der Weg in die Heilung. Um eine Trance erleben zu können, müssen im Patienten Ressourcen wieder aktiviert werden, die bislang, im bisherigen Problemzustand, verschüttet waren.
Eine solche Trance zu erreichen kann oft ein recht anspruchsvoller Weg sein – was nicht unbedingt zeitaufwendig bedeutet, sondern dass der Hypnotiseur sich auf eine intensive Arbeit mit dem Patienten einlassen muss. Und dies gerade dann, wenn eine Tieftrance, also eine möglichst tiefe Hypnose, erreicht werden soll.
Ist diese tiefe Hypnose etabliert, so kann der Organismus den Weg aus dem Hamsterrad finden. Der Patient lernt laut Elmar Basse in der Hypnose und durch die Hypnose lebenswichtige Dinge: zum einen Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden – denn die Hypnose ist Konzentration, Fokussierung auf einen Punkt und einen Gedanken, ganz egal, ob draußen Straßenlärm ist oder Bauarbeiter im Hause sind. Zum anderen lernt er dabei zugleich, Dinge kommen und gehen zu lassen und damit wieder unterscheiden zu können, wo er wirklich eingreifen muss und wo er etwas loslassen kann.











